Video-Coach: Sitz-Tipps für Reiter – Mehr Elastizität für Warmblutstute

Trainings-Tipps: Das hilft Reiter und Pferd

Bewerben Sie sich für den Video-Coach mit Sitz-Expertin Susanne von Dietze: Das CAVALLO Filmteam besucht Sie vor Ort, gibt Tipps anhand der Profi-Sitz-Analyse und zeigt auf www.cavallo.de/meincoach Ihre Reit-Videos.

Ergebnis der Profi-Sitzanalyse: Diese Profi-Tipps von Sitz-Expertin Susanne von Dietze kann Christina Kaiser in ihrem Training mit Rumba einbauen.

Welche Sitz-Tipps helfen ReiterInnen? Zur Diskussion im CAVALLO-Forum

 

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Foto: Maier Tipp fürs Schrittreiten: Bügel weg und Bein lang.

Schritt:
Im Schritt fällt auf, dass die Pferdebewegung bei der Reiterin viel Bewegung in der Lendenwirbelsäule zeigt. Dies deutet auf eine Instabilität in der Mittelpositur hin. Das bedeutet, dass die Reiterin in der Körpermitte eine Schwäche hat und diese mit den Extremitäten (Armen und Beinen) kompensieren wird. Auf den Boden schauen ist nicht hilfreich für die Stabilität des Oberkörpers. Das stört die Balance sehr.

Tipp:
Im Schritt am hingegebenen Zügel geradeaus reiten. Dabei die Füße aus den Bügeln nehmen und versuchen beide Gesäßknochen gleichmäßig zu belasten, zu erfühlen. Hat man die seitliche Balance, dann auch die frontale Balance erarbeiten, den Oberkörper leicht vor und rückneigen, bis man wirklich zentriert sitzen kann.

 

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Foto: Maier Rhythmus-Spiele erleichtern das Leichttraben.

Leichttraben:
Im Leichttraben fällt als erstes auf, dass der Takt nicht immer geregelt ist. Auch hier zeigt das Pferd Mängel in der Losgelassenheit und schlägt immer wieder mit dem Schweif, ein klares Zeichen dass es im Rücken nicht frei schwingen kann.

Tipp:
Ohne Bügel leichttraben, damit man die Bewegung im Becken beginnt. Zählen beim Leichttraben, um den Takt besser zu kontrollieren, Rhythmus-Spiele im Leichttraben wie "Sitz-Sitz-Auf, oder Auf-Auf-Sitz".

 

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Foto: Maier Augen kurz schließen, um die Pferdebewegung im Trab besser zu fühlen.

Aussitzen:
Im Aussitzen erscheint die Balance der Reiterin stabiler, und das Pferd reagiert darauf auch durchaus positiv.
Im Sitz erkennt man die Instabilität im Oberkörper. Die Reiterin sollte ihre Bauchmuskulatur vermehrt nutzen, um ihrer Lendenwirbelsäule einen besseren Gegenhalt zu geben. Es gibt durchaus gute Momente, doch es fehlt an Kontinuität und Stabilität.

Tipp:
Augen zu, um die Pferdebewegung besser zu fühlen. Unabhängige rhythmische Bewegungen von Armen und Beinen üben, damit später auch die Hilfen unabhängig vom Zentrum des Oberkörpers ausgeführt werden können.

 

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Foto: Maier Den Galopp lieben Pferd und Reiterin.

Galopp:
Der Galopp kommt beiden entgegen, hier wirkt der Sitz von Christina Kaiser und ihre Balance am stabilsten. Jedoch fällt erneut der nicht mittig sitzende Sattel deutlich auf und erschwert eine korrekte Biegung.

Tipp:
Pferd und Reiterin fühlen sich im Galopp am wohlsten und sollten somit einen grossen Teil ihrer Arbeitsphase auch im Galopp absolvieren. Erst wenn sie zu Gleichgewicht und Losgelassenheit gefunden haben, sollten sie die gemeinsamen Probleme angehen.

Fazit:
Zunächst wäre es wichtig, die Passform des Sattels und den Rücken der Stute zu kontrollieren. Für ihr eigenes Reiten ist es ganz wichtig, die Wahrnehmung für die Mitte, neu zu finden. Immer wieder Augen zu, Bügel weg! Viele Schrittpausen am langen Zügel. Wenn man schief sitzt wird das Pferd immer zu einer Seite hin wenden wollen. Die Beine können nur dann besser losgelassen am Pferd anliegen, wenn der Oberkörper in der Mittelpositur stabiler wird. Dabei ist eine positive Spannung insbesondere der tiefen Bauchmuskulatur notwendig.

Die guten Momente, die man immer wieder zwischendurch sehen kann, zeigen, dass deutlich mehr Potential vorhanden ist!

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04.07.2012
Autor: Redaktion CAVALLO/Diana Maier
© CAVALLO
Ausgabe 04/2012