Dressurreiten mit Uta Gräf - Lektionen reiten leicht gemacht

Reiter müssen im Sattel locker bleiben

Um Pferde im Viereck mit feinen Hilfen vorstellen zu können, muss im Training echte Harmonie zwischen Pferd und Reiter herrschen. Dressurreiterin Uta Gräf macht ihre Pferde zu glücklichen Partnern. Hier gibt es ihre Profi-Tipps!

Fotostrecke: Lust auf Reiten: So motivieren Reiter ihre Pferde

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CAVALLO Pferde motivieren Dressur Uta Gräf Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Pferde motivieren Dressur Uta Gräf Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Pferde motivieren Dressur Uta Gräf Foto: Lisa Rädlein

 

CAVALLO Pferde motivieren Dressur Uta Gräf
Foto: Lisa Rädlein In Traversalen ändert sie manchmal nach wenigen Tritten die Abstellung.

Tut ein Pferd, was es soll, entspannt Dresurreiterin Uta Gräf sich im Sattel. Ihre Schenkel und die Zügelverbindung werden etwas weicher, die Muskeln in Bauch und Rücken bauen Spannung ab. „Damit signalisiere ich dem Pferd, dass es genau das tut, was ich mir von ihm wünsche und dass alles in Ordnung ist.“

Dem zugrunde liegt die Idee, dass der Reiter sein Pferd nicht gängeln muss, um es gut zu halten. „Macht mein Pferd, was ich will, muss ich ihm nicht weiter im Nacken sitzen“, findet Uta Gräf. Es reicht ihrer Ansicht nach aus, die Hilfen wieder zu intensivieren, wenn das Pferd schlechter wird oder seine Bewegungen verändern soll.

Dieses Prinzip hilft auch der Losgelassenheit. Je lockerer der Reiter im Sattel sitzt, desto lockerer kann sich das Pferd bewegen. Ziel ist, dass immer weniger Energie vom Reiter nötig ist, damit das Pferd die gewünschte Bewegung beibehält.

Ein auf diese Feinheiten eingestelltes Pferd können Sie zu mehr Engagement auffordern, indem Sie Ihren eigenen Körper etwas mehr spannen. Umgekehrt senken Sie die Spannung im Pferd, wenn Sie sich selbst entspannen. Der Vorteil: Der Reiter muss im Sattel nicht dauernd schwer ackern, um gute Leistungen zu erhalten. Das macht sein Leben ebenso angenehmer wie das des Pferds.

Missversteht ein Pferd eine leichte Entspannung als Signal für eine Pause, kann das zwei Gründe haben: Entweder, das Pferd ist es gewohnt, permanent mit sehr hoher Körperspannung geritten zu werden. Oder der Reiter hat die Hilfen komplett aufgegeben. „Ich muss dem Pferd durch die Hilfen zeigen, was ich will“, erklärt Gräf. „Im Galopp gebe ich weiter bei jedem Sprung die Signale zum Angaloppieren, nur eben leichter. Beende ich die Hilfen ganz, kann mein Pferd nicht wissen, was es jetzt tun soll.“

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10.09.2013
Autor: Melanie Tschöpe
© CAVALLO
Ausgabe Oktober 2013/2013