Harmonie-Lehre: Wenn sich Pferd und Reiter vertrauen

Pferd und Reiter als Team

Wenn Reiter und Pferd harmonieren, ist im Sattel alles möglich. Harmonie lässt sich trainieren. Versuchen Sie es - mit den CAVALLO Trainings-Tipps!

 

CAVALLO Pferd Vertrauen
Foto: Lisa Rädlein Sehnsucht nach Harmonie: Bilder von Traumpaaren sprechen 76 Prozent der CAVALLO-Leser an „Welche dieser Motive sprechen Sie so sehr an, dass Sie gerne mehr zu diesem Themenkreis lesen möchten?“ So lautete die Frage zu 6 Reiter- und Pferdebildern bei der aktuellen CAVALLO-Umfrage.

Fürs perfekte Team bedeutet das konkret: „Mit welchen Pferden ein Reiter mehr harmoniert und mit welchen weniger, basiert vor allem auf der Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Charaktereigenschaften“, sagt Wolframm. Gefühlvolle, sensible Reiter fühlen sich folglich zu sensiblen Pferden hingezogen. „Solche Typen begreifen das Verhalten eines sehr reaktiven Pferds, weil sie ähnlich empfinden“, erklärt die Forscherin. „Die Emotionalität des Menschen ist vergleichbar mit der Empfindsamkeit, also der Schreckhaftigkeit und Ängstlichkeit eines Pferds“, stellt Inga Wolframm klar.

Umgekehrt gilt dieselbe Regel: „Ein weniger sensibler Reiter wird mit weniger ängstlich-reaktiven, emotionalen Pferden eine bessere Beziehung aufbauen“, sagt Dr. Inga Wolframm. Ausnahme sind Reiteinsteiger, die unabhängig vom eigenen Wesen auf bombensichere Pferde angewiesen sind. Sie müssen erst noch lernen, ängstlich-reaktive Pferde entsprechend zu unterstützen.

Auch wer sich im Sport weiter entwickeln möchte, braucht den geeigneten Partner. So zeigt die neue Studie: Je höher das Leistungsniveau, umso eher favorisieren Reiter Pferde mit ausgeprägter Leistungsbereitschaft. „Topreiter finden sogar, dass dieser Charakterzug noch wichtiger ist als das Bewegungspotenzial eines Pferds“, fand die Forscherin heraus. Weniger ambitionierte Reiter schätzen leistungswillige Pferde natürlich ebenfalls. „Tatsache ist jedoch, dass sie sich genauso gut mit weniger ehrgeizigen Pferden arrangieren können“, betont Inga Wolframm.

Manche Reiter suchen ständig neue Reize mit leistungsstarken Pferden. Diese Menschen sind oft extrovertiert und langweilen sich besonders schnell. Zu ihnen passt der Studie zufolge ein aufgewecktes, neugieriges Pferd, das gerne die Eigeninitiative ergreift und schnell lernt. „Das stillt die individuellen Bedürfnisse beider“, erklärt Inga Wolframm. „Der Reiter muss sich immer wieder neu auf sein pfiffiges, vielleicht sogar dominantes Pferd einstellen und befriedigt somit seinen Hang zu Neuem, Aufregendem.“

Fotostrecke: Fotostrecke: Freiheitsdressur mit Kenzie Dysli

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CAVALLO Kenzie Dysli Foto: Springfeldt
CAVALLO Kenzie Dysli Foto: Springfeldt
CAVALLO Kenzie Dysli Foto: Springfeldt

Fotostrecke: Pferde-Ausbildung: Schneller lernen durch gute Stimmung

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CAVALLO Stimmung Horsemanship Florian Oberparleiter Foto: Udo Schönewald
CAVALLO Stimmung Horsemanship Florian Oberparleiter Foto: Udo Schönewald
CAVALLO Stimmung Horsemanship Florian Oberparleiter Foto: Udo Schönewald

01.05.2016
Autor: Regina Kühr
© CAVALLO
Ausgabe 12/2012