Mit Equikinetic werden Pferde fit und gesund

So funktioniert die Equikinetic

Von der Gasse in die Piaffe: Mit Equikinetic werden Pferde fit und geschickt - vom Youngster bis zum Dressurpferd. So funktioniert die Methode.

 

CAVALLO Michael Geitner Equikinetic
Foto: Lisa Rädlein

Equikinetic wirkt umso besser, je regelmäßiger Sie trainieren. Einmal pro Woche ist Minimum. Eine solide Grund-Fitness erreichen Sie in 2 bis 3 Monaten bei 2- bis 3-mal Training pro Woche. Nach der Equikinetic brauchen Muskeln einen Tag Ruhe, um zu wachsen (Spaziergang, Weide, lockeres Reiten). Equikinetic ist mental und körperlich sehr anstrengend! Überfordern Sie Ihr Pferd also nicht. Den Trainingsstand halten Sie mit einmal Equikinetic alle 7 bis 10 Tage.

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So bauen Sie die Quadratvolte auf

Acht Schaumstoffstangen bilden eine Quadratvolte aus Gassen. Der Durchmesser beträgt fürs Pferd etwa 8 Meter (etwas weniger als in unserem Versuch 2013/2014). Aufbau: Von der Mitte (Pylon) legen Sie 4 Schaumstoffstangen als Kreuz aus. Am Ende der Stangen je eine weitere Stange quer legen. Das sind die Innenkanten der Gassen. Die anderen Stangen legen Sie parallel zu einer etwa 1,5 Meter breiten Gasse. Die äußeren Stangen können Sie durch jeweils drei Pylonen ersetzen.

Varianten: Schert die Hinterhand aus, Gassen enger legen und Tempo verringern. Driftet das Pferd in Ecken stark nach innen oder außen, die Ecken mit Pylonen begrenzen.

 

CAVALLO Michael Geitner Equikinetic
Foto: Lisa Rädlein

So lassen Sie Ihr Pferd in den Gassen gehen

Wärmen Sie Ihr Pferd 10 bis 15 Minuten im Schritt auf. In der Arbeitsphase sollte das innere Pferdeohr konstant Ihnen zugewandt sein. In jeder Pause wird die Hand gewechselt. Bis zum Start der nächsten Phase lassen Sie die Longe lang. Ihr Pferd darf gehen, wie es will, solange es in den Gassen bleibt.

Tempo: Takt ist immer wichtiger als Tempo. Vor allem im Trab gilt: lieber langsam machen. Damit im Schritt die Muskeln gut arbeiten, ist jedoch ein kräftiger Viertakt nötig. Der liegt in der Regel etwas über dem vom Pferd selbst gewählten Komforttempo und kann sich bis zum starken Schritt steigern.

Stellung: Während der gesamten Arbeitsphase muss das Pferd die Stellung halten. Das fällt vielen Pferden schwer. Von vorn betrachtet sollte eine senkrechte Linie vom äußeren Pferdeauge aus vor der Brust verlaufen. Beim Pferd auf dem linken Foto stimmt die Kopfposition. Es müsste sich aber besser im Genick runden, anstatt den in sich relativ geraden Hals am Widerrist abzuknicken. Verläuft die Linie vom äußeren Auge innen von der Pferdebrust zum Boden, ist das Pferd überstellt (Foto rechts).

Biegung: Wo landet der äußere Hinterfuß? Biegt sich ein Pferd in einer Wendung korrekt, tritt der äußere Hinterfuß auf dieselbe Linie wie der äußere Vorderhuf. Landet der Hinterhuf außen neben dem Abdruck des Vorderhufs, schert die Hinterhand aus. Das Pferd ist entweder zu schnell oder zu stark gestellt.

So führen Sie die Longe

Ausrüstung: Longe ohne schweren Haken, Peitsche (ca. 1,40-1,60 m), Kappzaum. Mit Halfter oder Trense können Sie nicht korrekt stellen.

Position: Der Mensch geht mit, etwa auf Schulter höhe des Pferds oder etwas weiter hinten. Im Schritt bleiben Sie relativ nah am Pferd (ca. 1-2 Meter Abstand), im Trab weiter weg. Die Hand, die zum Pferdekopf zeigt, führt die Longe und stellt das Pferd, die andere hält Longenrest und Peitsche. Macht der Mensch bewusst große Schritte, ver längert dadurch oft auch das Pferd seine Schritte.

 

CAVALLO Michael Geitner Equikinetic
Foto: Hersteller

Buchtipp

„Equikinetic - Pferde effektiv longieren“ von Michael Geitner und Alexandra Schmid, 160 Seiten, 24,90 Euro, Müller Rüschlikon, ISBN 9783275020096

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03.05.2016
Autor: Cavallo
© CAVALLO
Ausgabe 04 / 2015 /2015