Mit Equikinetic werden Pferde fit und gesund

Für Dressurpferde

Von der Gasse in die Piaffe: Mit Equikinetic werden Pferde fit und geschickt - vom Youngster bis zum Dressurpferd. So funktioniert die Methode.

 

CAVALLO Michael Geitner Equikinetic
Foto: Lisa Rädlein Lusitano-Hengst Fuego ist 5 Jahre alt und fit genug für Hindernisse in der Quadratvolte.

Das solide Dressurpferd: Ihr Pferd ist gesund, erwachsen und gut im Training. Takt, Losgelassenheit, Anlehnung und eine korrekte Biegung beim Reiten sind für Sie selbstverständlich. Ihr Pferd beherrscht Seitengänge im Schritt und Trab und ist auf dem Weg in die Versammlung. Dafür braucht es viel Kraft und muss geschmeidig bleiben. Bei beidem hilft Equikinetic.

Trainings-Empfehlung: Stufe 3, also zwölfmal eine Minute im Trab, sollte spontan gelingen. Ist die Stufe 5 erreicht, können Sie in den Ecken Hindernisse einbauen. „Querstange und Dreieck fordern nochmal eine ganz neue Koordination von Vor- und Hinterhand und zwingen das Pferd, die Hinterbeine höher anzuheben. Beides lässt Muskeln weiter wachsen.“

Geitner empfiehlt für gut trainierte Pferde ein- bis zweimal Equikinetic pro Woche. Oder einmal Equikinetic plus einmal gerittene Dual-Aktivierung.

Herausforderungen: „Manche Pferde können zwar Seitengänge und Co., aber ihnen fehlt trotzdem Kraft und Koordination“, sagt Michael Geitner. Schafft ein Pferd die 12 Trab-Phasen nicht auf Anhieb, müssen Sie die Anforderungen senken (weniger Arbeitsphasen fordern, evtl. erst im Schritt). So holen Sie fehlende Grundlagen nach und lösen manches Rittigkeits-Problem.

Begleitendes Training: Horst Becker und Leonie Bühlmann integrieren auch beim Reiten Hindernisse aus Schaumstoffstangen und Pylonen: Die Ausbilder fördern so Konzentration, Koordination und Vertrauen. „Mit Übertreten, Schulterherein, Travers und Renvers lösen und stärken wir unsere Pferde und festigen die diagonale Hilfengebung. Mit dem inneren Schenkel an den äußeren Zügel zu reiten, ist die Basis für eine solide Geraderichtung und damit Grundlage für alle weiteren Fortschritte.“ Ansonsten liegt der Fokus auf dem Training von Kraft und Ausdauer.

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CAVALLO Michael Geitner Equikinetic
Foto: Lisa Rädlein Bogavante piaffiert in der Gasse. Je enger die Gasse, umso besser muss seine Balance sein.

Herausforderungen für Top-Athleten

Das fortgeschrittene Dressur-Pferd: Auch wenn Pferde schon Piaffe, Passage und Pirouetten beherrschen, kann ihnen Equikinetic nützen. Das Training hält den Körper lange geschmeidig und stark.

Trainings-Empfehlung: Auch für weit ausgebildete Pferde gilt: ein- bis zweimal Equikinetic in der Woche erhalten die Fitness. Stufe 3 oder mehr sollte problemlos möglich sein. Die Arbeit macht Spaß und sorgt für mehr Motivation.

Herausforderungen: Selbst auf diesem Niveau sind manche Pferde nicht so stark und geschmeidig, wie sie es sein sollten. Equikinetic bringt Schwächen ans Licht und hilft gleichzeitig, sie zu beseitigen.

Begleitendes Training: Spitzen-Pferde können für brillante Lektionen gar nicht stark und geschmeidig genug sein. Bei Horst Becker und Leonie Bühlmann absolvieren auch die Viereck-Artisten ein breites Programm aus Reiten, Longen- und Bodenarbeit sowie Geländeritten. Dabei knüpft Becker auch an die Equikinetic an. „Wir nutzen die Gassen zum Beispiel, um die Piaffe zu verfeinern“, schildert der Trainer. „In der Enge ist es für Pferde oft viel schwieriger, sich auszubalancieren als frei in der Bahn oder an der Bande.“

Bodenhindernisse aus Stangen oder Pylonen erweitern den Horizont der Pferde und fördern ihr Selbstbewusstsein. Und sie verbessern einzelne Lektionen: „Reite ich etwa direkt aus der Traversale geradeaus durch eine Gasse, fällt es dem Pferd viel leichter, korrekt aus dem Seitengang auf die Gerade zu wechseln“, sagt Leonie Bühlmann.

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03.05.2016
Autor: Cavallo
© CAVALLO
Ausgabe 04 / 2015 /2015