Richtig Schritt reiten: Profi-Tipps von Dressurreiterin Uta Gräf

Schritt als Spiegel des Pferds


Zur Fotostrecke (14 Bilder)

CAVALLO Dressurreiten Uta Gräf
Foto: Rädlein

 

CAVALLO Dressurreiten Uta Gräf Schritt
Foto: Lisa Rädlein

 

CAVALLO Dressurreiten Uta Gräf Schritt
Foto: Lisa Rädlein

 

CAVALLO Dressurreiten Uta Gräf Schritt
Foto: Lisa Rädlein

 

CAVALLO Dressurreiten Uta Gräf Schritt
Foto: Lisa Rädlein
Ein klarer Viertakt ist der Gradmesser für reelle Pferdeausbildung und gutes Reiten. Trauen Sie sich mit diesen Profi-Tipps für jeden Reiter an den schonungslosen Gang. Sie werden schnell Fortschritte machen. Es lohnt sich!

 

CAVALLO Dressurreiten Uta Gräf Schritt
Foto: Lisa Rädlein Uta Gräf zeigt mit Le Noir taktreinen Schritt. Unten provoziert sie Taktfehler, weil sie mit der Hand stört.

Schritt ist eine gnadenlose Gangart. Hier spiegeln sich Mängel in der Ausbildung des Pferds und Reiterfehler wie in keinem anderen Gang. Vielleicht meiden viele Reiter daher den sensiblen Viertakt. Sie nutzen ihn oft nur zum Aufwärmen am durchhängenden Zügel, um danach gleich mit Trab- und Galopparbeit zu starten. Das ist schade, denn der Schritt kann mehr. Um Ihr Pferd zu gymnastizieren, müssen Sie eigentlich nicht mal traben.

Schritt ist für das Pferd eine wahre Wohlfühlgangart – zumindest, solange es seine Bewegungen natürlich entfalten darf. „Das Pferd in der freien Natur bevorzugt Schritt, weil er effizient ist und am wenigsten Ressourcen verbraucht“, sagt Ralf Döringshoff, Trainer B und Pferdephysiotherapeut aus dem niedersächsischen Rinteln. Der Energieverbrauch läuft auf Sparflamme; Gelenke, Sehnen und Bänder werden geschont. „Meistens entspannen sich Pferde im Schritt am besten“, beobachtet Döringshoff.

Ob das Pferd entspannt schreitet oder gestresst zackelt, ist ein Gradmesser für das Können des Reiters. „Entscheidend ist, dass der Reiter das Pferd nicht stört“, sagt Ralf Döringshoff. Der Bewegungsablauf des Pferds sei immer eine Antwort auf den Sitz des Reiters. Der sieht im Idealfall so aus: Das Becken des Reiters folgt den Rückenbewegungen des Pferds. Dazu bewegt der Reiter das Knie ganz leicht, um den pendelnden Pferdebauch zu begleiten. Die Reiterhände gehen mit der Hals- und Kopfbewegung mit.

„So können Reiter und Pferd entspannt arbeiten“, sagt Döringshoff. Wer sich stattdessen im Sattel nur tragen lässt, verpasst eine tolle Trainingschance. Denn tatsächlich ist Schritt die optimale Gangart für den Reiter, an präzisen Hilfen zu feilen.

Loading  

Weitere Artikel zum Dressurreiten:


04.06.2013
Autor: Cathrin Flößer
© CAVALLO
Ausgabe 01/2012