Richtig Schritt reiten: Profi-Tipps von Dressurreiterin Uta Gräf

Schon im Schritt gerade richten

Ein klarer Viertakt ist der Gradmesser für reelle Pferdeausbildung und gutes Reiten. Trauen Sie sich mit diesen Profi-Tipps für jeden Reiter an den schonungslosen Gang. Sie werden schnell Fortschritte machen. Es lohnt sich!

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CAVALLO Dressurreiten Uta Gräf Schritt Foto: Lisa Rädlein
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CAVALLO Dressurreiten Uta Gräf Schritt
Foto: Lisa Rädlein Damon Jerome läuft entspannt über die Weide. Schritt ist die Wohlfühlgangart fürs Pferd. Wird es artgerecht gehalten, bewegt es sich unterm Sattel losgelassener.

Wie weit das Hinterbein im Schritt übertritt, ist dagegen ein schlechter Gradmesser für guten Schritt. Olaf Radünz, Bereiter aus Berlin, sieht den großen Übertritt sogar kritisch: „Die Schrittqualität wird bei Pferden oft daran gemessen, wie weit das Tier übertritt. Man kann fast schon von einem extrem überzüchteten Schritt sprechen.“

Diese Pferde zeigen einen spektakulären starken Schritt, tun sich aber schwer mit der Versammlung, weil sie deutlich untertreten müssen und das Gleichgewicht oft nicht halten können. „Spätestens die M-Dressur verlangt den versammelten Schritt, der diesen Pferden sehr schwer fällt“, sagt Radünz. Viele Reiter regeln das dann mit viel Handeinsatz und stören den Schritt. Im schlimmsten Fall verspannen solche Pferde, zeigen passartigen Schritt und sind nur schwer davon abzubringen. Passgänger sieht man nicht nur im Freizeitbereich, sondern in den höchsten Dressurprüfungen.

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Einseitiges Piaffe-Training ist ein Schritt-Killer

„Viele Pro pferde haben verspannte Rückenmuskeln, weil sie sehr einseitig auf Piaffe und Passage trainiert werden und dabei die Muskulatur zu lange anspannen müssen“, sagt Ralf Döringshoff. Das stört den Schritt genau wie Reiten in Rollkurhaltung. Solche Pferde entlarvt beim Turnier die Schritttour.

Wer den Schritt dagegen richtig reitet, fördert Losgelassenheit, Durchlässigkeit und kann sein Pferd soweit gymnastizieren und geraderichten, dass er nicht einmal traben muss. Es lohnt sich, Schritt nicht nur am hingegebenen Zügel zu reiten. Denn es gibt viele Übungen, die das Pferd gelenkig und geschmeidig machen – und die Hinterhand stärken.

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19.05.2013
Autor: Cathrin Flößer
© CAVALLO
Ausgabe 01/2012