Freiheitsdressur: Pferdetrainerin Kenzie Dysli im Porträt

Pferde mit Blick auf deren Talente fördern

Faszination Freiheitsdressur: Pferde mit leisen Tönen und leichten Signalen frei zu dirigieren, ist ein Traum. Pferdetrainerin Kenzie Dysli beweist, dass er sich mit dem Feeling für die eigene Körpersprache erfüllt. Plus Trainings-Tipps!

Kenzie selbst nimmt jetzt Unterricht bei dem Portugiesen Pedro Torres, dem amtierenden Weltmeister der Working Equitation. „Er hat eine ganz besondere Hand für feine Ausbildung und reitet seine Pferde mit unglaublicher Leichtigkeit und Versammlung“, schwärmt sie. Zwei Mal war sie bislang für mehrere Monate bei Torres in Portugal. Doch bei aller Bewunderung für Pedro Torres: Nicht einmal der Weltmeister durfte ihre eigenen Pferde reiten. „Meine Pferde und ich haben eine ganz spezielle Beziehung zueinander. Die will ich mir bewahren“, sagt Kenzie. Der nächste Aufenthalt bei Pedro Torres ist bereits fest geplant: „Ich möchte mit Atila sehr gerne an Working-Equitation-Turnieren teilnehmen“, verrät sie. Ihre eigene Zukunft sieht sie als Ausbilderin für Pferd und Mensch auf dem Familienbetrieb.

Aber erst gilt es, das Abitur zu machen. Wenn nicht gerade wieder etwas dazwischen kommt, Dreharbeiten auf der Ranch oder ähnliches. Regisseur Armin Ulrich („Marienhof“, „Ein Fall für zwei“) arbeitet mit Kenzie an einem Lehr›film, der ihre sanfte Methode zeigen soll. Ihre Philosophie umschreibt sie selbst so: „Das Wichtigste ist, dem Pferd den Spaß an der Zusammenarbeit zu erhalten. Das gelingt mit viel Lob und ausreichend Pausen nach jeder gelungenen Übung, sei sie noch so klein.“ Neben dem verständnisvollem Umgang liegt Kenzie Dysli noch eine Sache am Herzen: „Es muss kein reinrassiges, teures Pferd sein. Was ich mit meinen Pferden mache, funktioniert mit jedem Tier, wenn man es ernsthaft will und geduldig übt.“ James ist der lebende Beweis dafür.

Das Gefühl für den Freiraum Pferde mit leisen Tönen und leichten Signalen frei zu dirigieren, ist ein Traum. Kenzie Dysli beweist, dass er sich mit dem Feeling für Körpersprache erfüllt. Ihren Weg zur natürlichen Dressur zeigte sie allen Fans zwangloser Pferdeausbildung erstmals in einem Workshop der neuen CAVALLO Academy. Am 12. Mai 2012 im Barockreitzentrum Heimsheim, Baden-Württemberg konnten Leser Kenzie Dysli einen Tag bei der Arbeit mit Pferden verschiedener Rassen und Ausbildungsstufen von der Bodenarbeit bis zu höheren Reitlektionen begleiten. Weil Kenzie mit fremden Pferden trainierte, erarbeitete sie alle Übungen Schritt für Schritt im ständigen Dialog mit den Seminar-Teilnehmern.

Schwerpunkte legte sie auf Stimme und Körpersprache: Wie gewinnt man das Vertrauen und verschafft sich Respekt? Welchen Freiraum brauchen Pferde am Boden und unterm Sattel? Wie setzt man Grenzen und löst Probleme mit sanfter Konsequenz? Das ist für Frauen je nach Statur, Stimme und Pferdetemperament oft eine Herausforderung, die männliche Ausbilder nicht nachvollziehen können.

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Video: CAVALLO-Seminar mit Kenzie Dysli




Fotostrecke: Fotostrecke: Freiheitsdressur mit Kenzie Dysli

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CAVALLO Kenzie Dysli Foto: Springfeldt
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CAVALLO Magnifico André Heller Foto: Gabo/Rigaud
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CAVALLO Pignon Foto: Rädlein
CAVALLO Pignon Foto: Rädlein
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01.06.2012
Autor: Redaktion CAVALLO / Ana Springfeldt
© CAVALLO
Ausgabe 03/2012