Geländesprünge mit Pferden am Seil

So nehmen Sie erste Hindernisse

Sprünge am Seil machen Pferd und Reiter Spaß: Mit den Tipps von Ausbilderin Christiane Schwahlen gelingt Ihnen das spielend einfach.

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CAVALLO Geländesprünge am Seil
Foto: Rädlein Erstes Hindernistraining am Boden.

Stabile Kunststofftonnen eignen sich perfekt für den Einstieg ins Springen am Seil. Sie brauchen dafür zwei oder vier Tonnen. Legen Sie die Tonnen so auf den Boden, dass in der Mitte eine Lücke bleibt. Sie sollte so groß sein, dass das Pferd hindurchgehen kann, ohne an den Seiten anzustoßen. Lassen Sie das Pferd gerade auf das Hindernis zugehen.

 

CAVALLO Geländesprünge am Seil
Foto: Rädlein Sie müssen passend zu Pferd und Hindernis stehen.

Ihre Position muss die richtige sein

Sie selbst stehen etwa einen Meter schräg vor den Tonnen. „Das ist wichtig“, erklärt Christiane Schwahlen. „Denn würde ich hinter den Tonnen stehen, würde ich meinem Pferd den Weg vorgeben. Es soll ihn aber selbst herausfinden und mitdenken.“ Eine Pylone hilft Ihnen dabei, Ihre Position zu halten. Hat das Pferd die Tonnenreihe durchschritten, gehen Sie mit und lassen es dann auf einer Voltenlinie um sich herum gehen. Möchte das Pferd geradeaus weitergehen, lassen Sie seine Hinterhand weichen, sodass es zu Ihnen zurückkommt.

 

CAVALLO Geländesprünge am Seil
Foto: Rädlein Pferd springen lassen.

Hinterhandkontrolle

Diese Hinterhandkontrolle ist auch wichtig, wenn Sie das Pferd im Anschluss über das Hindernis springen lassen. Es fällt Ihnen dann leichter, das Pferd danach zu sich zurückzuholen. „Ganz wichtig ist, dass das Seil immer durchhängt, vor, über und nach dem Sprung“,
betont Christiane Schwahlen.

 

CAVALLO Geländesprünge am Seil
Foto: Rädlein Am Boden einfach mitgehen.

Probleme lösen

Galoppiert Ihr Pferd nach einem Sprung los, müssen Sie schnell sein – sowohl mit den Beinen als auch in Ihrer Reaktion. „Gehen Sie mit nach vorne“, sagt Christiane Schwahlen. „Geben Sie einen kurzen, deutlichen Impuls am Seil, aber öffnen Sie die Hand danach sofort. Sie dürfen nicht ins Ziehen geraten.“ Gehen Sie wieder zurück zu einer Vorübung, wenn das Pferd beim Springen nicht kontrollierbar ist. Bleibt Ihr Pferd vor einem Sprung stehen, kann das zwei Ursachen haben: Angst oder Respektlosigkeit. „Hat es
Angst, gehe ich einen Schritt zurück und arbeite wieder mit den lückigen Tonnen“, sagt Christiane Schwahlen.

So wächst das Selbstvertrauen des Pferds. Verweigert es aus Respektlosigkeit, lassen Sie es vor dem Hindernis stehen. Wichtig: Es muss gerade und mittig stehen. „Lassen Sie es nicht zur Seite weg, sondern warten Sie so lange ab, bis es selbstständig die Entscheidung trifft, das Hindernis überwinden zu wollen.“


Inhaltsverzeichnis

03.05.2016
Autor: Redaktion CAVALLO / Böke
© CAVALLO
Ausgabe 08 / 2015/2015