Horse and Dog Trail: Training für Hund und Pferd
Erste Schritte mit Pferd und Hund
Reiten mit Hund: Sich um Pferd und Hund gleichzeitig zu kümmern, ist gar nicht so leicht - und sorgt immer wieder für Zoff unter Reitern. Horse & Dog Trail-Profi Sabine Lang erklärt, wie Mensch, Hund und Pferd ein Team werden.
Der Hund ist ängstlich und will flüchten. Er dreht sich und sucht Schutz bei Frauchen.
Foto: Udo Schönewald
Mehr zum Thema Grenzenlos reiten: Stimmen Sie für die Rekener Charta Standardwerk: FN-Richtlinien für Reiten und Fahren neu erklärt Dressur in der Natur: Profi-Tipps für gezieltes Gelände-Training Reitschul-Test: Reiten in Thüringen - Hier finden Sie Ergebnisse und Fotos
Gebisslosreiten & Halsringreiten, Geländereiten, Wanderreiten
Leinen Sie den Hund an, gehen Sie gemeinsam zum Pferd, und nehmen Sie Führstrick oder Zügel in eine Hand. In der anderen halten Sie die Hundeleine. Dann laufen Sie los, so wie Sie es vorher einzeln geübt haben. Der Hund läuft „bei Fuß“, während Sie auf Halshöhe des Pferds zwischen den beiden Tieren gehen. Halten Sie Pferd und Hund auf Abstand. Stoppen Sie nach wenigen Schritten, loben die beiden und gehen erneut los.
Will der Hund flüchten, ist der Abstand zwischen den Tieren zu gering. Bitten Sie einen Stallkollegen, das Pferd zu führen, und probieren Sie aus, welche Position für den Hund angenehm ist. Sobald Sie den optimalen Abstand gefunden haben, rücken Sie wieder Stück für Stück näher. Diese Taktik sollten Sie auch anwenden, wenn sich das Pferd vor dem Hund fürchtet. Bis beide Tiere ruhig nebeneinander laufen, können mehrere Trainingseinheiten vergehen.
Beißt der Hund in die Leine, knurrt oder schnappt nach dem Pferd, kann das ein Zeichen von Unsicherheit sein. Ein Ruck an der Leine oder ein tadelndes „Nein“ sorgen daher meist nur dafür, dass der Hund noch mehr aufdreht. „Viele Hunde fühlen sich dadurch bestärkt“, sagt Sabine Lang. „Sie freuen sich, dass Frauchen auch mitmacht.“ Was sollte man stattdessen am besten tun? „Um dieses Verhalten abzustellen, muss ein Experte die Situation analysieren“, rät Lang. Bitten Sie einen Hundetrainer um Hilfe.
Bellt der Hund, sollten Sie nicht mit ihm sprechen. Halten Sie an. Ansonsten wird der Hund nur bestätigt, das Pferd so vorwärts treiben zu können. Loben Sie den Hund, sobald er ruhig ist. Bessert sich sein Verhalten nicht, sollten Sie einen Profi fragen. Erst wenn das Führen mit und ohne Leine klappt, können Sie in den Sattel steigen. Damit sich das Pferd nicht von Ihrer Kritik angesprochen fühlt, sollten Sie mit ihm stets freundlich reden. Wählen Sie zudem unterschiedliche Stimmkommandos für beide Tiere.
Video: Horse & Dog-Trail Sabine Lang
In diesem Artikel
Horse & Dog-Trail: Artikel und Videos







