Pferdekauf: Junge Pferde gut für Freizeitreiter - Guter Reitlehrer ist Pflicht

Verhaltensmuster von Pferden

Junge Pferde lassen sich mit einem guten Reitlehrer perfekt formen. Da Freizeitreiter oft keine Turnierambition und so auch keinen Zeitdruck haben, sind sie eine echte Alternative beim Pferdekauf. CAVALLO erklärt, was sie beachten müssen.

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CAVALLO Pferde kaufen Pferdekauf Junge Pferde Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Pferde kaufen Pferdekauf Junge Pferde - Waltraud Böhmke Foto: Böhmke_privat
CAVALLO Pferde kaufen Pferdekauf Junge Pferde Foto: Lisa Rädlein

 

CAVALLO Pferde kaufen Pferdekauf Junge Pferde
Foto: Lisa Rädlein Junge Pferde kann man formen. Das fällt oft leichter, als festgefahrene Verhaltensmuster von erwachsenen Tieren aufzubrechen.

Pferde, die im erwachsenen Pferdealter von sieben bis acht Jahren sind, haben sich schon gewisse Verhaltensmuster angewöhnt. Schlechte Angewohnheiten sind schwer rückgängig zu machen. Das gilt zum Beispiel beim Scheuen. Haben Pferde in diesem Alter gelernt, bei jeder Gelegenheit vor Gegenständen wegzuspringen, wird das für einen schwächeren Reiter schnell brenzlig. Scheureaktionen sind sehr unterschiedlich: Pferde drehen sich um 180 Grad, springen seitlich weg, gehen durch oder frieren komplett ein und laufen keinen Meter mehr. Steigen sie, wird es richtig gefährlich.

Ein unsicherer Reiter verstärkt das Problem, weil er meistens auch bei jedem kritischen Moment zuckt, anstatt dem Pferd Sicherheit zu vermitteln. Im Laufe der Zeit bildet sich eine Angstspirale. Scheuen ist im Prinzip ein ganz natürliches Verhalten eines Fluchttiers, das in der freien Wildbahn überlebenswichtig ist. Deswegen sollte dieses Instinktverhalten relativ gut kontrollierbar sein, um solche Situationen zu vermeiden. Es ist leichter, mit ganz jungen Pferden an der Gelassenheit zu arbeiten als mit erwachsenen, die bereits schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Pferde haben ein sehr gutes Gedächtnis und schlechte Erlebnisse sitzen tief.

Oft kennt der neue Besitzer die Vergangenheit des Pferds nicht und kauft zwangsläufig die Katze im Sack. Besser hört er mit einem jungen Pferd, das die Bodenschule kennt und langsam, in vertrauensvollen Schritten angeritten wird. Für den Freizeitreiter eignet sich prinzipiell ein von Natur aus gelassenes Pferd, das nicht träge ist. Es soll leicht auf Reiterhilfen reagieren, aber auch nicht übersensibel sein. Meistens wird es als Familienmitglied für verschiedene Reiter eingesetzt. Solche Pferde findet man durchaus auch im Alter von vier bis fünf Jahren. Für gut ausgebildete Reiter auf A-Niveau eignen sich auch Dreieinhalbjährige. Wie ruhig und ausgeglichen ein Pferd von Natur ist, zeigt sich bereits beim ersten Anlongieren und Anreiten.

Voraussetzung für den Besitzer eines Jungpferds ist, dass er bereits alle Grundgangarten ausbalanciert sitzen und gezielte Hilfen geben kann.

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CAVALLO Biomechanik Foto: Schönewald
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CAVALLO Pferde ausbilden Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Pferde ausbilden Foto: Lisa Rädlein
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14.03.2013
Autor: Waltraud Böhmke
© CAVALLO