Pferde ausbilden: Lasst Euch von Reit-Profis helfen

Sattel und Futter prüfen

Hilfe suchen: Wer Pferde als Laie allein ausbildet, scheitert meist kläglich. Das erlebte eine CAVALLO-Leserin beim ersten eigenen Pferd. Im letzten Moment suchte sie bei guten Profis Rat.

 

CAVALLO Pferde ausbilden Problempferde
Foto: Lisa Rädlein Für Hobbyreiter ist es problematisch, ein Pferd in Eigenregie gesund aufzubauen. Ein guter Trainer verhindert, dass man in die vielen möglichen Stolperfallen gerät.

Ein guter Sattel ist bekanntlich wie ein gutes Paar Schuhe – und passt wie angegossen; man bewegt sich gerne damit. Klemmt der Sattel dagegen und sei es auch nur minimal, kann kein Pferd locker laufen. Es verspannt und wehrt sich mehr oder weniger heftig, je nach Typ. Unsere Mona signalisierte verspannte Rückenmuskeln mit hektischem Rennen. Was der Sattel schon die Lösung?

Nicht ganz, denn der beste Maßsattel hilft wenig, wenn er nicht regelmäßig von einem guten Sattler überprüft wird. Kompetente Experten findet man freilich nicht auf der Straße, und so sollte es einige Monate dauern, bis wir einen genialen Fachmann fanden. Er vermaß unsere magere Stute, und mit dem passenden Sattel geschah fast ein Wunder: Mona wurde beim Reiten deutlich ruhiger.

Nach zirka vier bis sechs Wochen konnten wir sie bereits entspannt im Trab am langen Zügel reiten. Memo an mich selbst: Nur ein Sattler, der den Pferderücken fachgerecht vermisst und die Anatomie des Pferds kennt, kann einen Sattel korrekt anpassen. Idealerweise weiß er auch, wie der Sattel den Sitz des Reiters beeinflusst. Ist ein Pferd wie Mona hinten überbaut, muss der Sattel anders gepolstert werden als bei einem normal gebauten Pferd. Denn sonst, so lernten wir von unserem Experten, fällt der Reiter nach vorne in den Spaltsitz.

Mit diesem neuen Reitgefühl war es leider noch lange nicht getan. Unser Pferd blieb trotz passendem Sattel weiterhin nervös und mager. Offen gesagt: Mona sah schlecht aus. Wir vermuteten, dass ihr nahezu jämmerlicher Zustand mit der Ernährung zusammenhängen könnte und sie womöglich Mangelerscheinungen zeigte. Erneut begaben wir uns auf die Suche nach einem kompetenten Experten. Denn auch das hatten wir mittlerweile verstanden: Im Selbstversuch Mineralien oder Vitamine zu verabreichen, hilft Pferden keine Spur auf die Sprünge.

Von einer Futterberaterin ließen wir einen Plan aufstellen, der eine speziell abgestimmte Kombination an Strukturfutter und Spurenelementen enthielt. Der zweite Meilenstein war gelegt: Keine sechs Wochen später war Mona Lisa viel ausgeglichener und hatte sogar etwas zugenommen.

Nun sollte auch ein professioneller Trainer ans Werk. Schließlich wollte mein Mann endlich reiten lernen. Ein Stallwechsel war daher der nächste Punkt auf Mona Lisas Weg zum zufriedenen Reitpferd.

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Schwung - Reiten Beispiel 1.1 Foto: Rädlein
Schwung - Reiten Beispiel 1.2 Foto: Rädlein
Schwung - Reiten Beispiel 1.3 Foto: Rädlein

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CAVALLO Biomechanik Foto: Schönewald
CAVALLO Biomechanik Foto: Schönewald
CAVALLO Biomechanik Foto: Schönewald

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14.02.2015
Autor: Christina Eberhardt
© CAVALLO
Ausgabe 02 / 2015 /2015