Profis helfen Reitern: Fehler beim Reiten von Übergängen vermeiden

Herausheben beim Übergang

Ob beim Angaloppieren oder beim Parieren vom Trab in den Schritt: Kommt der Schub nicht deutlich aus der Hinterhand, hebt sich das Pferd heraus – die Anlehnung ist futsch. Affensitz, richtiges Treiben und Tempowechsel lösen das Problem.

Fotostrecke: Profi-Tipps: So gelingen Reitern die Übergänge

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CAVALLO Übergänge richtig reiten Dressur Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Übergänge richtig reiten Dressur - Claudia Butry Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Übergänge richtig reiten Dressur Foto: Lisa Rädlein

 

CAVALLO Übergänge richtig reiten Dressur
Foto: Lisa Rädlein Die Hand muss federn und nachgeben.

Übergänge gelingen nur fließend, wenn das Pferd in der Balance ist. Damit können kleine wie große Pferde Probleme haben. Ihnen geht es dann wie Testpferd Daccordino: Dem langen Schlaks fällt es schwer, beim Antraben oder Angaloppieren die Balance zu halten. Der siebenjährige Wallach nutzt seinen Hals als Balancierstange und hebt sich bei Übergängen heraus. „Das Pferd entzieht sich der Anlehnung nach oben, um sich so in die nächste Gangart zu hebeln, weil die Hinterhand nicht aktiv genug ist“, analysiert Trainerin Claudia Butry.

Damit das Pferd fleißig von hinten arbeiten und den Rücken aufwölben kann, muss der Reiter diese Bewegungen zulassen. Dafür muss er locker im Becken mitschwingen und mit der Hand eine weiche Verbindung zum Pferdemaul haben. Bevor Claudia Butry an das Training fürs Pferd geht, hat sie einige Tipps und Übungen für die Reiterin parat, um die Grundvoraussetzungen für lockere Übergänge zu schaffen.

Die Testreiterin soll zunächst im leichten Sitz traben. „In der Bewegungslehre wird das als Affensitz bezeichnet“, sagt die Expertin. Der Reiter muss jeden Tritt weich mitfedern und sich dabei ständig ausbalancieren. Das lockert steife Reiter vom Genick bis zu den Sprunggelenken und macht den Sitz schnell elastischer.

Der nächste Tipp betrifft das Treiben. „Das Pferd muss vor dem treibenden Schenkel sein und fein auf das Bein reagieren, sonst klappen später keine Übergänge“, betont Claudia Butry. Wallach Daccordino ist hierfür ein Paradebeispiel: Er reagiert auf die treibende Beinhilfe, die ihn vom Schritt in den Trab bringen soll, nur zäh.

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29.01.2014
Autor: Barbara Forro
© CAVALLO
Ausgabe September 2013 /2013