Sturz-Kurs: Wie Reiter richtig vom Pferd fallen

Die Fallrichtung steuern

Jeder Reiter landet mal unfreiwillig im Sand. Wie man sicher fällt, zeigt Stuntman Bertrand Triguer mit dem einzigartigen Simulator „Tornado“ beim CAVALLO-Kurs.
Foto: Maja Claussen Sturzkurs fallen Sturz Unfall

Beim ersten Versuch reißt Philipp Renker seine Arme noch schützend nach vorn.

Um korrekt abzurollen, sollen die Kursteilnehmer nun die Hände nicht mehr aufsetzen und mit etwas Schwung über die Schulter kugeln. Es gilt, möglichst kurze Berührungen mit dem Boden zu haben und über Körperspannung jeden Augenblick der Drehung aktiv wahrzunehmen, statt sich nur passiv mitnehmen zu lassen. Mit etwas Übung lernt jeder Teilnehmer, wie der Trick mit der Rolle funktioniert und er seine Bewegungsrichtung gezielt steuert.

Nach einer Pause, in der das Gehirn die geübten Abläufe speichern kann, folgt die nächste Hürde. Jetzt sollen die Teilnehmer über eine Schaumsto” rolle auf die Matte springen. Hier zeigt sich, dass die Bewegung umso schwieriger wird, je mehr Schwung in die Sache kommt – eine wichtige Erfahrung, bevor es aufs Pferde-Katapult geht.

Jetzt ist Tornado dran. Triguer ist überzeugt, dass sein Simulator mehr bewirkt als die einfachen Mattenübungen bei einem herkömmlichen Sturztraining: „Der Simulator hilft Reitern, die eigenen Selbstverteidigungsmechanismen zu aktivieren und abzuspeichern. Dies geschieht durch Wiederholen einer Übung.“ Sein patentiertes Trainingsross simuliert dabei den schlimmsten möglichen Sturz: über Kopf mit Überschlag. Kommt der Reiter nicht schnell genug aus der Gefahrenzone, landet er unterm Pferd.

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24.08.2012
Autor: Agnes Lorenz
© CAVALLO
Ausgabe 01/2012