Video-Coach: Sitz-Tipps für Reiter – Balance mit langen Beinen

Trainings-Tipps: Das hilft Reiter und Pferd

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Ergebnis der Profi-Sitzanalyse: Diese Profi-Tipps von Sitz-Expertin Susanne von Dietze kann Verena Österle in ihrem Training mit Mona einbauen.

Welche Sitz-Tipps helfen ReiterInnen? Zur Diskussion im CAVALLO-Forum

 

CAVALLO Video-Coach Sitzschulung
Foto: Maier Verena Österle im Schritt mit Mona.

Schritt:
Im Schritt fällt auf, dass die Reiterin bemüht ist, der Pferdebewegung zu folgen. Ihr Oberkörper fällt dabei leicht nach vorne. Versucht sie mehr einzusitzen, fallen die Unterschenkel von Verena Österle etwas weit zurück. Dadurch geht ihre Stute zwar mit einer guten Anlehnung, aber tendenziell eher auf der Vorhand.

Tipp:
Die Reiterin muss an ihrer Spannung im Oberkörper arbeiten. Ihr Gewicht muss sie im Sattel gleichmäßig auf beide Gesäßknochen verteilen. Der Oberkörper muss aufrecht bleiben - auch in der Bewegung und darf nicht zusammensacken. Die Aufrichtung im Öberkörper immer wieder durch diese Übung prüfen: Die Reiterin sollte rhythmisch (Klein-Mitte-Lang-Mitte) mit der Länge und Aufrichtung ihres Oberkörpers sielen und damit ein Gefühl für Länge und Spannung bekommen.

 

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Foto: Maier Beim Leichttraben versuchen, das Gewicht über die Oberschenkel entlang dem Pferd zu verteilen.

Leichttraben:
Beim Leichttraben zeigt sich, dass die Reiterin beim Aufstehen und Hinsetzen viel Kraft aus den Beinen holt: Ihr Unterschenkel ist nicht unabhängig von dieser Auf-Ab-Bewegung. Dies verursacht eine Spannung im Schultergürtel.

Tipp:
Leichttraben ohne Bügel und auch Leichten Sitz ohne Bügel hilft hier sicher weiter! Verena Österle muss lernen, ihr Gewicht entlang der Oberschenkel auf die Seiten/Rippen des Pferdes zu verlagern. Das Leichtraben muss im Becken -nicht in den Füßen- beginnen. Es kann helfen, sich anstatt „Aufstehen“ einfach das Bild „Hüfte vor“ vorzustellen. Wie hoch die Reiterin letztendlich aufsteht, ist eine Frage der Bewegung des Pferds und der eigenen Balance.

 

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Foto: Maier Beim Aussitzen auf die Spannung im Oberkörper achten.

Aussitzen:
Bei einer Volte nach rechts zeigt sich, dass Verena Österle die Tendenz hat, sich selbst nach rechts zu neigen und auf gebogenen Linien mit dem Oberkörper nach innen zu lehnen. Dadurch entsteht Spannung in der linken Schulter und im linken Arm. Die linke Körperseite kann die Reiterin leichter strecken. Aufpassen muss sie dabei, dass das gestreckte Sitzen ohne Abstützen in den Bügeln klappt. Nur so kann ein tiefer Sitz im Sattel zu Stande kommen.

Tipp:
Verena Österle sollte den Oberkörper aus dem Becken heraus mehr strecken und die Beine davon unabhängig locker „hängen“ lassen.

 

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Foto: Maier Das Becken der Reiterin muss im Galopp lockerer mitschwingen.

Galopp:
Im Rechtsgalopp erkenne ich etwas zu viel Spannung im Knie, und somit ein blockieren des Vorschwingens der Hüfte, was sie mit dem Vorneigen des Oberkörpers ausgleicht.
Im Linksgalopp sieht es losgelassener aus, hier haben ihre Gesäßknochen keinen Kontakt mit dem Sattel, erneut ein sicheres Indiz, dass die mitschwingende Beckenbewegung für sie nicht einfach ist.

Tipp:
Augen im Sattel schließen und fühlen wohin der eigene Körper sein Gewicht im Galopp verlagert. Immer wieder die Länge im Oberkörper erarbeiten, ohne dabei in der Hüfte einzuknicken oder fest zu werden.

Fazit:
Wenn es Verena Österle schafft, ihre langen Beine besser loszulassen, können diese ihr helfen, ein stabiles und zentriertes Gleichgewicht zu finden. In ihrem Oberkörper braucht die Reiterin mehr Spannung, vor allem in der Bauchmuskulatur. Sie kann ihre Beine nur loslassen, wenn sie in der Bauchmuskulatur mehr Kraft gewinnt. Sprich: Mehr Spannung im Oberkörper bringt mehr elastische Losgelassenheit in den Beinen.

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Inhaltsverzeichnis

10.04.2012
Autor: Redaktion CAVALLO/Diana Maier
© CAVALLO
Ausgabe 02/2012