100 Krankheiten - Das große CAVALLO Symptom-Lexikon

Schale - Schilddrüsenunterfunktion - Schlundverstopfung - Seborrhoe - Sehnenschäden - Shivering-Syndrom - Sommerekzem - Spat - Speichelsteine - Strahlfäule

Im CAVALLO Symptom-Lexikon finden Sie die Symptome der 100 wichtigsten Pferdekrankheiten. Hier: Schale - Schilddrüsenunterfunktion - Schlundverstopfung - Seborrhoe - Sehnenschäden - Shivering-Syndrom - Sommerekzem - Spat - Speichelsteine - Strahlfäule.
Foto: Gerhards Schale Symptome Pferdekrankheiten Medizin CAVALLO-Kompendium Therapie Prävention

Überbeine am Kron-, Fessel- oder Hufbein heißen Schale – entzündliche Knochenwucherungen, die durch Stellungsfehler, schlechten Hufbeschlag oder falsches Reiten verursacht werden.

Schale

Schale erkennt man besonders im Anfangsstadium nur schwer. Manche Pferde lahmen schon zu Krankheitsbeginn, andere erst nach längerer Erkrankung, wobei sich die Lahmheit bei der Arbeit unterschiedlich zeigt: Einige Pferde gehen unklar und laufen sich ein. Bei anderen zeigt sich die Lahmheit erst nach längerer Arbeit. Oft geht Schale mit einer langsam stärker werdenden Stützbeinlahmheit einher. Dabei belastet das Pferd das kranke Bein kürzer als das gegenüberliegende gesunde. Dadurch fällt es beim Laufen auf das gesunde Bein.

Schale-Pferde neigen zu Trachtenfußung, fußen also mit dem hinteren Teil des Hufs auf. Ihre Bewegungen können sich auch verkürzen; ihr Raumgriff geht verloren, der Gang wird stumpf und klamm. Im Stehen entlasten viele Pferde abwechselnd die Vorderbeine, wobei sie diese oft, ähnlich wie bei einer akuten Hufrehe, nach vorne stellen.

Ein weiteres Symptom können abstehende Haare am Kronsaum sein. Manchmal schwillt, besonders im Anfangsstadium, das Bein auf Höhe des Fessel- oder Krongelenks. Die Schwellung ist wärmer als das restliche Bein, Druck tut weh. Oft wird die kranke Stelle allerdings nur dick, wenn das Pferd läuft, und schwillt später wieder ab. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es häufig zu deutlich sichtbaren, knochenharten Schwellungen am Kronsaum, die nicht mehr verschwinden.

Foto: Hans Kuczka Schilddrüsenunterfunktion Symptome Pferdekrankheiten Medizin CAVALLO-Kompendium Therapie Prävention

Die Zyste an der Schilddrüse behindert das Pferd stark.

Schilddrüsenunterfunktion

Fohlen, die mit Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose/Hypothyreodismus) geboren werden, sind schwach; manche haben einen Kropf (Struma). Die Körpertemperatur ist niedrig, teils nur um 36 Grad Celsius. Sie sind lethargisch und haben mitunter solche Koordinationsprobleme, dass sie nicht zum Saugen aufstehen können. „Wir beobachten außerdem Fehlstellung der Kieferknochen, Rupturen der Strecksehne, Sehnenverkürzungen und verzögerte Verkalkung der Knochen des Sprung- und Karpalgelenks“, sagt Dr. Jacek Gawda, Leiter der Tierärztlichen Klinik für Pferde Aggertal in Lohmar/Nordrhein-Westfalen. Entscheidend ist, in welcher Entwicklungsphase des Fötus die Unterfunktion auftrat.

Die Verknöcherung des Skeletts ist gestört, die Wachstumsfugen schließen sich langsamer. Kranke Tiere bleiben im Wachstum zurück und haben häufiger Infektionen. Ihr Fell ist lang und struppig, der Fellwechsel verlangsamt.

Erwachsene Pferde können ebenfalls einen Kropf bekommen. Weitere Symptome sind niedrige Körpertemperatur (normal: 37,5 bis 38,4 Grad Celsius) und verlangsamter Herzschlag (unter 24 bis 28 Schlägen pro Minute); einzelne schwitzen nicht (Anhydrosis). Manche nehmen deutlich an Gewicht zu und sind träge. Das Fell kann beiderseits gleichmäßig ausfallen, vor allem an Kopf und Beinen.

„Bei Hengsten wurden herabgesetzte Libido und reduzierte Spermienzahlen festgestellt; bei Stuten kann die Rosse unregelmäßig werden oder der Zyklus zum Stillstand kommen“, sagt Dr. Gawda. Sport- und Rennpferde zeigen bei warmem Wetter mitunter schlechtere Leistungen. Sie neigen zu wiederkehrenden Myopathien (Muskelentzündungen).

Hufrehe trat in Versuchen mit künstlich ausgelöster Hypothyreose nicht auf.

Foto: Geiger/CAVALLO Schlundverstopfung Symptome Pferdekrankheiten Medizin CAVALLO-Kompendium Therapie Prävention

Würgende Pferde sind ein Notfall: Äpfel, Möhren oder Pellets können in der Speiseröhre steckenbleiben und Lungenentzündung auslösen.

Schlundverstopfung

Das Pferd hört plötzlich auf zu fressen und lässt Futterbissen aus dem Maul fallen. Viele Tiere strecken den Hals vorwärts-abwärts und würgen, bis nach einer Weile aus Maul und Nüstern schwallartig Speichel mit Futterresten quillt.

Die Anzeichen einer Schlundverstopfung gleichen häufig milden Koliksymptomen. Das Pferd wird unruhig, schaut ängstlich, scharrt und schwitzt. Typisch sind Husten und Schnauben. Auf der linken Halsseite, wo die Speiseröhre verläuft, kann eine wurstförmige Beule zu sehen sein. „Eine solche Beule ist allerdings leichter zu ertasten als zu sehen“, sagt Pferdefachtierarzt Dr. Maximilian Pick aus dem bayerischen Icking.

Foto: Gerhards Seborrhoe Symptome Pferdekrankheiten Medizin CAVALLO-Kompendium Therapie Prävention

Bei der öligen Variante der Seborrhoe fließt der Talg im Übermaß; das Fell ist fettig und sieht struppig aus.

Seborrhoe

Die Haut schuppt sich massiv, wobei die Schuppenbildung meist lokal begrenzt ist.

Betroffen sind vor allem Hals- und Brustbereich, Mähne und Schweif sowie Röhrbeine oder Kronsaum. Selten breiten sich die Schuppen über den gesamten Körper aus.

Aus Hautschuppen und Talg können sich kleieartige, ölige Beläge bilden; das Fell fühlt sich fettig an. In schweren Fällen riecht es nach ranzigem Öl. Die Haare der betroffenen Regionen werden glanzlos und dünn, fallen oft sogar büschelweise aus. Außerdem können kranke Pferde abmagern, obwohl sie genügend fressen.

„Ob und wie stark betroffene Pferde unter Juck-reiz leiden, ist unterschiedlich. Es hängt von der Ursache ab“, sagt Veterinär-Dermatologin Cornelia Johansen, die in der Kleintierpraxis Dr. Wienrich in Schwanebeck bei Berlin Hauterkrankungen bei Hunden, Katzen und Pferden behandelt.

Foto: Spenlen Sehnenschäden Symptome Pferdekrankheiten Medizin CAVALLO-Kompendium Therapie Prävention

Wenig elastisch und anfällig: Fesselträger (2), tiefe Beugesehne (3), oberflächliche Beuge­sehne (4). Die Strecksehne ist mit (1) bezeichnet.

Sehnenschäden

Hängen von Art und Ausmaß des Sehnenschadens ab. Typisch: Der erkrankte Bereich schwillt mehr oder weniger stark an und erwärmt sich, was aber oft erst nach Stunden sichtbar ist. „Bei einer Entzündung der Fesselträgersehne ist die Schwellung weniger deutlich“, schränkt Pferdefachtierarzt Dr. Maximilian Pick aus Icking/Bayern ein (siehe „Fesselträgererkrankungen“).

Je nach Art und Ursache der Erkrankung kann eine Lahmheit sofort oder mit bis zu einwöchiger Verzögerung auftreten; in manchen Fällen lahmt das Pferd gar nicht. Chronische Sehnenentzündungen sind deshalb besonders tückisch, weil das Pferd weiter geritten wird, was den Schaden vergrößert.

Auch die Sehnenscheide kann betroffen sein. Dies ist eine schlauchförmige, mit Flüssigkeit gefüllte Hülle, die im Bereich des Fesselgelenks mehrere Sehnen umgibt und vor übermäßiger mechanischer Reizung schützt. Sammelt sich Flüssigkeit in der Sehnenscheide, entstehen auf der Rückseite des Fesselgelenks kastanienförmige Ausbuchtungen, die sogenannten Sehnenscheidengallen. Bei einer akuten Entzündung sind sie prall mit Flüssigkeit gefüllt, erwärmt und schmerzhaft. Manchmal geht das Pferd dann gering- bis mittelgradig lahm. Im chronischen Stadium sind die Gallen dagegen weniger druckempfindlich und nicht wärmer als ihre Umgebung. „Im allgemeinen verursachen sie keine Lahmheit und sind dann nur Schönheitsfehler“, sagt Dr. Pick.

Die Diagnose muss der Tierarzt stellen, weil Sehnenschäden leicht mit anderen Erkrankungen (etwa Ödeme, Phlegmone, im Extremfall sogar Knochenbrüche) verwechselt werden. Der Tierarzt tastet zunächst das Bein ab, eine Ultraschall-Untersuchung zeigt Ausmaß und genauen Ort des Schadens.

Foto: Gerhards Shivering-Syndrom Symptome Pferdekrankheiten Medizin CAVALLO-Kompendium Therapie Prävention

Pferde, die unter dem Shivering-Syndrom leiden, ziehen urplötzlich die Hinterbeine unter den Bauch und heben den Schweif. Die Kruppenmuskeln krampfen.

Shivering-Syndrom

Charakteristisch sind Muskelkrämpfe, die vor allem eines oder beide Hinterbeine, Kruppe und Schweif betreffen.

Kranke Pferde verharren krampfartig mit halbgebeugten oder unter den Bauch gezogenen Beinen, besonders wenn die Hufe zum Säubern, Ausschneiden oder Beschlagen hochgehoben werden. Gleichzeitig heben sie oft den Schweif.

Im Gegensatz zum Hahnentritt, mit dem die Krankheit anfangs leicht verwechselt wird, stellen die Pferde ihre Hufe allerdings nicht schlagartig wieder auf den Boden, sondern setzen sie langsam ab, wenn der Anfall vorbei ist. Das kann nur ein paar Sekunden oder auch einige Minuten dauern.

Im fortgeschrittenen Stadium sind manche Tiere nicht mehr in der Lage, die Beine längere Zeit locker hochzuhalten, so dass das Beschlagen und selbst das Ausschneiden des Hufs unmöglich wird.

In sehr seltenen Fällen sind auch die Vorderbeine betroffen, die beim Hochheben nach vorne gestreckt werden, während die Muskeln über den Ellenbogen zittern.

Muskelspasmen können auch in der Kopf- und Nackenregion auftreten, so dass die Augenlider schnell zwinkern, und die Ohren zucken. „Das ist aber sehr selten“, sagt Pferdefachtierarzt Dr. Dirk Fister, Chef der Tierärztlichen Klinik für Pferde Bilsen bei Hamburg.

Wenn das Pferd vorwärts läuft, zuckt es entweder gar nicht oder nur während der ersten paar Schritte. „Unter dem Reiter und unter Belastung sind keine Symptome zu sehen, es sei denn, das Pferd läuft rückwärts. Das können Shivering-Pferde oft nur sehr schlecht und nur für ein paar Schritte“, sagt Dr. Fister.

Die Symptome verschlimmern sich, wenn das Pferd aufgeregt ist. „Shivering-Pferde sind meist keine guten Hängerfahrer; sie kommen häufig schweißnass an, weil die Anfälle ihnen Angst machen“, sagt Dr. Fister. „Oft löst ein unbekannter Bodenbelag wie der Gummiboden im Behandlungsraum einen Anfall aus“, beobachtet der Tierarzt.

Die Muskulatur schrumpft (Atrophie), wenn die Krankheit fortschreitet; die Beine werden steifer, die Hinterhand schwächer. Häufig stehen Pferde dann auch ungewöhnlich breitbeinig.

Foto: Sabine Stuewer Sommerekzem Symptome Pferdekrankheiten Medizin CAVALLO-Kompendium Therapie Prävention

Rattenschweif: Viele Ekzem-Pferde scheuern sich ihre juckende Schweifrübe kahl.

Sommerekzem

„Hauptsymptom ist der Juckreiz“, sagt Pferdefachtierärztin Anke Rüsbüldt aus Tangstedt bei Hamburg. Ein von Sommerekzem geplagtes Pferd scheuert sich bei jeder Gelegenheit. Um die Insekten zu vertreiben, schlägt es mit dem Schweif, tritt mit den Hinterbeinen unter den Bauch und galoppiert immer wieder kurz über die Weide.

Unter der Haut bilden sich kleine Knoten, sogenannte Papeln. Diese Knötchen sind stecknadelgroß mit höchstens drei Millimeter Durchmesser. Sie sitzen vor allem entlang der Bauchnaht sowie an der Rückenlinie zwischen Ohren und Schweif. Zu den besonders gefährdeten Körperstellen zählen Schopfansatz, Mähnenkamm, Widerrist, Kruppe und Schweifrübe. Aber auch Ohren, vorderer Teil des Kopfs, Hals und Schultern können mit Papeln übersät sein.

Durch das Scheuern entstehen kahle Hautpartien sowie offene und nässende Wunden. Typisch sind kahle Schweifrübe (Rattenschweif) und abgescheuerte Mähne. Bei leichterer Erkrankung und in einem relativ frühen Stadium ist das Langhaar zwar vorhanden, aber glanzlos, dünn und brüchig. Der Mähnenkamm ist häufig geschwollen und warm.

Foto: Hans Kuczka Spat Symptome Pferdekrankheiten Medizin CAVALLO-Kompendium Therapie Prävention

Spat ist eine Arthrose des Sprunggelenks und zählt zu den häufigsten Lahmheitsursachen der Hinterbeine. Meist verursacht der Reiter die schmerzhafte Krankheit, indem er die Hinterhand seines Pferds überstrapaziert.

Spat

Oft macht sich Spat erst durch verspannte Rückenmuskeln bemerkbar. Klarer ist er an der typischen, sich langsam entwickelnden Spatlahmheit zu erkennen. Zunächst tritt diese gering- bis mittelgradige Lahmheit nur im Übergang von Ruhe zu Bewegung auf, nach ein paar Schritten verschwindet sie. Im fortgeschrittenen Stadium hält die Lahmheit häufig an.

Auch wenn das Pferd nicht lahmt, verändert sich sein Gangbild. Weil es das erkrankte Hinterbein nicht mehr richtig anwinkelt, verkürzen sich seine Schritte. Einige Pferde wollen das Beugen der schmerzenden Sprunggelenke vermeiden, indem sie mit den Hinterbeinen nach außen schlingern. Andere verlagern ihr Gewicht auf die Zehen der Hinterhufe, die sie über den Boden schleifen. Sie geben nur ungern Huf und schonen auch im Stehen das erkrankte Bein.

Allerdings muss keins dieser Symptome auftreten. Einige Pferde, die trotz fortgeschrittenem Spat geritten werden, lahmen nie. Oft kann die Spatprobe Klarheit verschaffen. Obwohl sie Spat nicht immer zweifelsfrei nachweist, ist sie in vielen Fällen hilfreich bei der Diagnose. Dabei wird das Hinterbein eine Minute lang nach vorne angewinkelt und das Sprunggelenk so stark wie möglich gebeugt. Anschließend muss das Pferd traben. Lahmt es während der ersten Trabtritte deutlich stärker als sonst, gilt dies als Hinweis auf Spat.

Bei der sogenannten Leitungsanästhesie fällt der Befund positiv aus, wenn das Pferd plötzlich nicht mehr lahmt. Dazu betäubt der Tierarzt per Injektion die Nerven, die Schmerzen aus dem Sprunggelenk ans Gehirn leiten. Kommt der Schmerz und damit die Lahmheit aus dem Sprunggelenk, geht das Pferd nach der Injektion klar. Sitzt die Lahmheitsursache in einem anderen Körperteil, lahmt es weiter. „Genauer lässt sich die Lahmheitsursache durch eine Gelenksanästhesie eingrenzen“, sagt Dr. Rüdiger Brems von der Pferdeklinik Wolfesing im bayerischen Zorneding. Hierbei injiziert der Tierarzt das Anästhetikum direkt in die Sprunggelenke. „Wenn die Lahmheit dann verschwunden ist, ist der Nachweis sicher.“

Auch Röntgenuntersuchung und Knochenszintigraphie, bei der sich ein zuvor injizierter radioaktiver Stoff an den erkrankten Gelenkstellen ablagert, dienen der Spat-Diagnose.

Neben der Lahmheit sind Knochenzubildungen an der Innenseite des Sprunggelenks die wichtigsten Symptome. Diese sogenannten Exostosen sind harte, meist mit bloßem Auge erkennbare Verdickungen. Sie bilden sich im fortgeschrittenen Stadium und sitzen im unteren Drittel der Gelenk-Innenseite. In seltenen Fällen entstehen Exostosen an der Außenseite des Gelenks. Dann sprechen Fachleute von Rehspat oder von einem Rehbein. Exostosen und Spatlahmheit können zusammen, aber auch unabhängig voneinander auftreten. Spaterkrankungen ohne Knochenzubildungen werden als unsichtbarer Spat bezeichnet.

Foto: Zwick Speichelsteine Symptome Pferdekrankheiten Medizin CAVALLO-Kompendium Therapie Prävention

Wenn Kalziumbrocken den Speichelfluss blockieren, schwellen die Ganaschen. Wann muss die Speicheldrüse verödet werden?

Speichelsteine

Treten erst auf, wenn die Speichelsteine wachsen oder den Speichelfluss behindern. Speichelsteine im Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse sind manchmal von außen als Knubbel vor der Backe zu sehen. Die Masse fühlt sich hart an und lässt sich unter der Haut verschieben. Das Pferd frisst und trinkt normal und hat keine Probleme mit dem Trensengebiss.

Die Mündung des Speichelgangs der Ohrspeicheldrüse im Maul kann vergrößert sein, was der Tierarzt am besten durchs Endoskop sieht. Mit bloßem Auge lässt es sich nur erkennen, wenn das Pferdemaul per Maulgatter geöffnet und gut ausgeleuchtet wird.

Solange der Speichel am Stein vorbeifließen kann, ist die Schwellung der Speicheldrüse gering und schmerzlos. Erst wenn Speichelsteine den Speichelfluss blockieren, schwillt die Speicheldrüse dieser Seite stark an; das Abtasten der Schwellung schmerzt. „Wenn der Speichel nicht vorbeifließt, ist der Gang gestaut, was man von außen sehen kann“, sagt Dr. Johanna Castell, Tierärztin an der Tierärztlichen Klinik Gessertshausen/Bayern.

Foto: Munter Strahlfäule Symptome Pferdekrankheiten Medizin CAVALLO-Kompendium Therapie Prävention

Strahlfäule kommt beim Pferd sehr häufig vor. Fäulnisbakterien zersetzen das weiche Strahlhorn und verbreiten penetranten Gestank.

Strahlfäule

Vor allem ein penetrant fauliger Geruch signalisiert Strahlfäule im Pferdehuf. Nach und nach zerfällt das Strahlhorn zu einer schmierigen, schwarzen Masse. Es bilden sich Fäulnisspalten und Aushöhlungen. Wenn das Horn schneller zerfällt als nachwächst, schrumpft der Strahl, bis er sich schließlich völlig ablöst.

19.12.2008
Autor: Redaktion CAVALLO
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