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Atypische Weidemyopthie: Erkrankungen nehmen zu

Gefährlicher Ahornsamen Fälle von atypischer Weidemyopathie nehmen zu

Gefährliche Weiden: Seit einigen Wochen haben die Ahornsamen begonnen zu keimen. Pferdehalter sollten gerade jetzt im Frühjahr auf Ahornsämlinge achten.

Die atypische Weidemyopathie ist seit 1984 als umweltbedingte Erkrankung anerkannt. Sie verursacht bei Pferden Muskelerkrankungen, die die Herz- und Skelettmuskulatur zerstören. Auslöser sind toxische Aminosäuren, die in jungen Bergahornpflanzen vorkommen. Die Krankheit verläuft in vielen Fällen tödlich, die Pferde sterben an Herzversagen oder Atemstillstand.

Forscher der Universität Lüttich weisen darauf hin, dass die Fälle der Erkrankungen in vielen europäischen Ländern wie Belgien, Frankreich und Deutschland in den letzten Jahren weiter zugenommen haben. Pferdebesitzern wird geraten, auf Ahornsämlinge zu achten und betroffene Weiden zu meiden. Die Sämlinge sollten so früh wie möglich zerstört werden, selbst abgeschnittene und verwelkte Sämlinge können aber noch Gift enthalten. Bergahorne in der Nähe von Weiden am besten so früh wie möglich beschneiden, damit es zu keiner Produktion von Samen und Sämlingen kommt. Das Gift kann auch für Fohlen ein Risiko darstellen, da es über die Muttermilch aufgenommen werden kann.

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