Hoka Hey! Die Prärieindianer und ihre Pferde

Datum: 26.06.2018 (10:00) bis 14.10.2018
Ort: 27283 Verden
Land: Deutschland
Kategorie: Ausstellung
Webseite zum Event: http://www.dpm-verden.de
Weitere Informationen: Deutsches Pferdemuseum
Holzmarkt 9

„Hoka Hey!“ – „Auf geht's!“ Mit dem Schlachtruf der Sioux-Indianer lädt die Sonderausstellung im Deutschen Pferdemuseum in Verden (Aller) bis zum 14.10.18 zu einer Reise in die nordamerikanische Prärie ein.

Wie kaum ein anderer prägte Karl May das Indianerbild in Deutschland mit seinen Wildwest-Erzählungen rund um Old Shatterhand und seinem Blutsbruder Winnetou. Die Geschichte und Kultur der Indianer Nordamerikas faszinieren uns bis heute. Indianer und Pferde sind dabei in unserer Vorstellungswelt untrennbar miteinander verbunden. Doch gibt es überhaupt „die“ Indianer?!? Und welche Rolle spielte das Pferd tatsächlich in ihrem Leben?!?

Christoph Kolumbus war es, der den „Indianern“ ihren Namen gab, als er 1492 bei seiner Suche nach einem neuen Seeweg nach Indien auf einer Karibikinsel landete und sich am Ziel wähnte. Bei der Ankunft der Europäer auf dem amerikanischen Kontinent lebten in Nordamerika über 500 verschiedene Nationen mit ebenso vielen Sprachen. Die einheitliche Bezeichnung „Indianer“ wird der reichen Vielfalt an Kulturen, Wirtschafts- und Lebensweisen, also keinesfalls gerecht.

Eines hatten sie jedoch alle gemeinsam: Sie kannten keine Pferde. Erst die Europäer brachten das Pferd um 1500 nach Amerika, wo es viele Jahrtausende zuvor ausgestorben war. Nicht alle Stammesgruppen übernahmen das Pferd in ihre Lebenswelt. Besonderen Einfluss hatte es aber auf die Indianer, die mit Hilfe des Pferdes die unendlichen Weiten der nordamerikanischen Prärie besiedelten und Bisons jagten.

Die Ausstellung zeichnet die Ausbreitung des Pferdes unter den indianischen Nationen nach und zeigt den Einfluss, den es auf ihre Kultur und Lebensweise gehabt hat. Anhand von Originalobjekten, Fotografien und Abbildungen werden die Blütezeit und das Ende der sogenannten Bisonjägerkultur erzählt.

Die Sonderausstellung blickt auch auf die heutige Situation und zeigt, dass das Pferd für die Nachfahren der Prärieindianer noch immer identitätsstiftend ist und seine besondere Rolle und Bedeutung somit bis heute nicht verloren hat.