Pferde scheren: Darauf müssen Reiter bei der Fellpflege achten

Pferde scheren - Ja oder Nein?

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Wenn das Fell der Pferde zum Winter hin dichter wird, schwitzen sie schneller. Aber auch beim Fellwechsel im Frühjahr denken manche Reiter über das Scheren nach, um ihre Pferde schneller vom Winterhaarkleid zu befreien. Ist das nötig? CAVALLO klärt auf.
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Manchen Reitern gefallen Motiv-Schuren am Pferd.

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Kaum werden die Nächte frischer und die Tage kürzer, sprießt nach und nach das dicke Winterfell – und die Debatte übers Scheren kocht hoch.

In manchen Ställen kommt kaum ein Pferd ungeschoren davon; in anderen ist das Scheren verpönt. Tatsächlich gibt es viele Argumente, die für den natürlichen Pelz sprechen; es gibt aber auch einige fürs Rasieren.

Der Streifenschnitt (Rallyeschnitt) eignet sich auch für dickfellige Robustpferde, die schnell ins Schwitzen kommen. Der Streifen reicht von der Unterseite des Halses über Brust, Bauch bis zur Hinterhand. Pferde mit Streifenschnitt kommen ohne Decke aus.

Beim Deckenschnitt bleibt das Fell an Kopf, Beinen und vom Widerrist bis zur Kruppe stehen. Dieser Schnitt eignet sich für Pferde, die einen empfindlichen Lendenbereich haben.

Beim Hunter- oder Jagdschnitt bleiben nur Sattellage, Kopf und Beine ungeschoren. Allerdings braucht das Pferd draußen eine Decke.

Eine Komplettschur eignet sich eigentlich nur für Sportpferde, die im Winter hart arbeiten müssen. Hier bleiben nur die Maulpartie samt der Tasthaare und die Ohren unberührt. Pferde, die komplett geschoren sind, müssen ständig eingedeckt bleiben.

01.04.2014
Autor: Cathrin Flößer
© CAVALLO
Ausgabe 10/2012