Mentale Stärke: Welcher Stresstyp sind Sie?

Welcher Stresstyp sind Sie?

Schweiß auf der Stirn und Funkstille im Reiterhirn sind die fiesen Genossen von Stress. Nichts klappt mehr. Oder doch?
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Lampenfieber kann Himmel und Hölle sein – mal Triebfeder für den Traumritt, mal eine Zitterpartie, die in Blackout und Blamage endet.

„95 Prozent der Reiter kennen das nieder-schmetternde Gefühl, wenn sie etwas besonders gut machen wollen und ausgerechnet dann total blockieren“, schätzt Klassik-Ausbilderin Manuela Stauber, die im bayerischen Langquaid lebt.

Der Dressurreiterin, Dualaktivierungs-und Sportmentaltrainerin ist Fracksausen bestens bekannt. „Das ist eines meiner Lieblingsthemen, weil ich es vor allem in Kursen bei neuen Trainingspartnern erlebe, die mich noch nicht kennen. Und wenn ich selbst zu Fortbildungsseminaren fahre, spüre ich das Lampenfieber auch am eigenen Leib – zum Glück aber meist als positiven Kick.“

Manuela Stauber war deshalb begeistert, als CAVALLO ein Experiment vorschlug: Fünf Reiterinnen mit Lampenfieber-Problemen ließen sich von ihr unterrichten und wurden mit alltäglichen Störfaktoren konfrontiert, welche den Stress verstärkten: Gedränge in der Reithalle, neugierige Zuschauer, plötzliche Hindernisse, fremdes Pferd unterm Sattel.

Dabei maß Physikprofessor Hans-Ullrich Balzer den Stress jeder Reiterin mit einer raffinierten Uhr, Sportpsychologin Dr. Gaby Bußmann erstellte Persönlichkeitsprofile und zog Schlüsse auf ihre Stressanfälligkeit. Zusammen mit Trainerin Stauber gab die Psychologin anschließend Tipps, wie sich die Energie des Lampenfiebers in eine Kraft umpolen lässt, die jeder Reiter braucht: Konzentration.

Die geht nicht nur bei Kursen, Turnieren, Jagden oder ähnlich aufregenden Auftritten vor Publikum flöten.

22.10.2008
Autor: Christine Felsinger
© CAVALLO
Ausgabe 02/2008