Selbsttest: Sitzfehler finden und lösen

Sie können die Fotostrecke mit den Richtungspfeilen der Tastatur bedienen
←   →
Foto: Rädlein CAVALLO Reitersitz - Fitness Kastner Motion

Hüftbeuger dehnen im Liegen

CAVALLO Selbsttest: Mit speziellen Tipps des Sportwissenschaftlers Dr. Josef Kastner können Reiter herausfinden, welcher Körperteil Sie beim Reiten ausbremst. Einfach ausprobieren: Diese sieben Übungen entlarven Ihre Blockaden! Infos zum CAVALLO-Experten unter www.kastnermotion.com
Das bringt’s: Ein bewegliches Becken ist das A und O des Reitersitzes. Wie beweglich – oder auch verspannt – Sie sind, finden Sie mit dieser Dehnungsübung heraus.
So geht’s: Setzen Sie sich auf eine Bank, einen Tisch oder Ähnliches. Ihre Sitzbeinhöcker sollten direkt an der Kante aufsetzen. Umfassen Sie nun ein Knie mit beiden Händen und ziehen Sie es in Richtung Brust. Aus dieser Position heraus legen Sie sich auf den Rücken. Das andere, freie Bein lassen Sie einfach hängen (siehe Pfeile). Der Unterschenkel sollte locker sein, der Fuß darf nicht auf dem Boden aufsetzen. Diesen Test auf beiden Seiten ausführen.
Wie oft? Dreimal auf jeder Seite, jeweils eine Minute lang das Bein hängen lassen. Beine abwechseln.
Das sollte klappen: Der Oberschenkel des freien Beins sollte mindestens waagerecht sein (siehe gestrichelte Linie), besser tiefer hängen. Gelingt das nicht, ist das ein Zeichen für verkürzte Hüftbeuger. Das verhindert beim Reiten ein lockeres Mitschwingen im Sattel.
Wenn es nicht klappt: Probleme im Bereich Becken

Trab-Imitation im Stehen

CAVALLO Selbsttest: Mit speziellen Tipps des Sportwissenschaftlers Dr. Josef Kastner können Reiter herausfinden, welcher Körperteil Sie beim Reiten ausbremst. Einfach ausprobieren: Diese sieben Übungen entlarven Ihre Blockaden! Infos zum CAVALLO-Experten unter www.kastnermotion.com
So geht’s: Sie stehen mit leicht gebeugten Knien (Neutralposition) und schnippen alle zwei Sekunden mit den Fingern. Nun lassen Sie Ihr Becken auf den Schnipp nach hinten schwingen (A) und von dort aus sofort wieder nach vorne schwingen (B). Der Weg Ihres Beckens sieht also so aus: Neutralposition – auf Schnipp nach hinten – gleich nach vorne – wieder auf Schnipp nach hinten – gleich wieder nach vorne… Gelingt das im Zwei-Sekunden-Abstand, verkürzen Sie den Rhythmus auf eine Sekunde. Innerhalb einer Sekunde bewegen Sie das Becken also zurück und vor. Der Oberkörper bleibt dabei senkrecht.
Wie oft?: Zehnmal im Zwei- Sekunden-Rhythmus üben. Kurze Pause, anschließend die Einheit zweimal wiederholen, dann im Sekundenrhythmus. Klappt das, nochmals steigern: Innerhalb einer Sekunde das Becken je zweimal zurück und vor bewegen. Das entspricht dem Rhythmus des Trabens.
Das sollte klappen: Das Becken muss frei schwingen können, und zwar sowohl nach vorne als auch nach hinten. Sind jedoch Rücken- und Bauchmuskeln nicht stark genug, unterschiedlich stark ausgeprägt oder ist ihr Zusammenspiel nicht gut koordiniert, hakt es hier.

Wade dehnen

CAVALLO Selbsttest: Mit speziellen Tipps des Sportwissenschaftlers Dr. Josef Kastner können Reiter herausfinden, welcher Körperteil Sie beim Reiten ausbremst. Einfach ausprobieren: Diese sieben Übungen entlarven Ihre Blockaden! Infos zum CAVALLO-Experten unter www.kastnermotion.com
So geht’s: Stellen Sie sich vor eine Wand oder einen Stuhl und stützen Sie sich daran mit beiden Händen ab. Ein Bein stellen Sie weit nach hinten – so weit, dass die Ferse gerade noch am Boden bleibt. Das Knie ist gestreckt. Das vordere Bein beugen Sie nun; die hintere Wadenmuskulatur wird so gedehnt. Wenn Sie beim hinteren Bein das Knie etwas beugen, wird die tiefere Wadenmuskulatur gedehnt.
Wie oft? Jedes Bein dreimal 30 Sekunden, zwischen den Beinen wechseln. Das Becken etwas nach vorne schieben, so verstärkt sich die Dehnung.
Das sollte klappen: Ein leichtes Ziehen in der Wade ist beim Dehnen normal. Wenn es jedoch in einem Bein stärker zieht oder sich sogar die Ferse vom Boden abhebt, ist das ein Zeichen für verkürzte Wadenmuskeln. Gleichen Sie die Muskeln durch Dehnungen an.
Wenn es nicht klappt: Probleme im Bereich Unterschenkel und Fuß.

Ellenbogenkreisen

CAVALLO Selbsttest: Mit speziellen Tipps des Sportwissenschaftlers Dr. Josef Kastner können Reiter herausfinden, welcher Körperteil Sie beim Reiten ausbremst. Einfach ausprobieren: Diese sieben Übungen entlarven Ihre Blockaden! Infos zum CAVALLO-Experten unter www.kastnermotion.com
Das bringt’s: Nicht nur die Pferdeschulter muss sich beim Reiten frei bewegen können, sondern auch Ihre. Ob das bei Ihnen so ist, zeigt diese Übung.
So geht’s: Sie stehen aufrecht. Setzen Sie Ihre Fingerspitzen locker auf Ihren Schultern auf. Nun lassen Sie Ihre Ellenbogen kreisen: von vorne nach oben, dann nach hinten, nach unten und wieder nach vorne. Beginnen Sie zuerst mit einem Arm und wechseln Sie dann auf den anderen. Klappt das, lassen Sie beide wechselseitig kreisen (wie auf dem Foto zu sehen ist). Das Becken bleibt währenddessen unbeweglich – nicht mit den Armen mitdrehen.
Wie oft? Die Ellenbogen auf jeder Seite 20-mal kreisen lassen.
Das sollte klappen: Wichtig bei der Ausführung ist die Symmetrie. Sie sollten beide Arme gleich weit nach vorne und hinten kreisen lassen. Gelingt das bei einem Arm weniger gut, ist das ein Hinweis auf Verspannungen.
Wenn es nicht klappt: Probleme im Bereich Schultern, Arme und Hände

Arme rollen gegengleich mit Kopf

CAVALLO Selbsttest: Mit speziellen Tipps des Sportwissenschaftlers Dr. Josef Kastner können Reiter herausfinden, welcher Körperteil Sie beim Reiten ausbremst. Einfach ausprobieren: Diese sieben Übungen entlarven Ihre Blockaden! Infos zum CAVALLO-Experten unter www.kastnermotion.com
Das bringt’s: Im Sattel sollten Sie Kopf, Schultern und Arme unabhängig von- einander bewegen können. Gelingt Ihnen das?
So geht’s: Sie liegen auf dem Rücken. Beide Arme sind seitlich auf Schulterhöhe ausgestreckt, die Handflächen zeigen Richtung Decke. Einen Arm (beispielsweise den linken) rollen Sie nun nach oben, den anderen parallel dazu nach unten. Bei diesem zeigt die Handfläche nun in Richtung Boden (A). Anschließend Arme entgegengesetzt rollen (linker Arm nach unten, rechter nach oben (B). Ihren Kopf drehen Sie immer in die Richtung des Armes, der nach oben dreht (siehe Foto, Variante 1). Klappt das, schauen Sie zum Arm, der nach unten dreht (Variante 2). Den Kopf dabei nicht nach hinten überstrecken.
Wie oft? Zehnmal Variante 1 (also zehn Kopfdrehungen), danach zehnmal Variante 2. Eine kurze Pause, danach diese Übungsfolge zweimal wiederholen. Beide Varianten zuerst langsam üben und die Frequenz allmählich steigern.
Das sollte klappen: Die Kopfdrehung sollte unabhängig von den Armbewegungen in beiden Varianten klappen. Gewohnheitsmäßig dreht der Kopf immer in Richtung des Armes, der nach oben rotiert; die andere Drehung muss erst eingeübt werden. Trotzdem sollte der Übergang von Variante 1 zu 2 flüssig gelingen.
Wenn es nicht klappt: Probleme im Bereich Hals und Kopf

Arme und Beine gegendrehen

CAVALLO Selbsttest: Mit speziellen Tipps des Sportwissenschaftlers Dr. Josef Kastner können Reiter herausfinden, welcher Körperteil Sie beim Reiten ausbremst. Einfach ausprobieren: Diese sieben Übungen entlarven Ihre Blockaden! Infos zum CAVALLO-Experten unter www.kastnermotion.com
Das bringt’s: Beim Reiten brauchen Sie eine feine Koordination von Ober- und Unterkörper: Die Oberschenkel sind leicht eingedreht, die Arme leicht ausgedreht. Wie gut Sie Arme und Beine koordinativ im Griff haben, können Sie mit dieser Übung herausfinden.
So geht’s: Sie sitzen auf einem Stuhl, die Sitzbeinhöcker sind auf der Stuhlkante. Ihre Fersen sind auf dem Boden aufgestellt; die Arme halten Sie vor sich, so, als hätten Sie Zügel in der Hand. Nun drehen Sie Ihre Beine aus der Hüfte einwärts, die Arme parallel dazu nach außen (A). Anschließend drehen Sie die Beine nach außen und die Arme nach innen (B)
Wie oft? Zehnmal, kurze Pause, anschließend zweimal wiederholen.
Das sollte klappen: Beginnen Sie im Zwei-Sekunden-Rhythmus und steigern Sie, bis Sie Arme und Beine im Sekunden-Rhythmus gegendrehen können. Nach der ersten Übungseinheit sollte die Koordination gelingen. Wenn Sie immer wieder aus dem Takt kommen, ist das ein Zeichen für Koordinationsprobleme.
Wenn es nicht klappt: Koordination fehlt
Tipp: Wenn es nicht klappt, hilft nur üben, üben, üben. Machen Sie das regelmäßig, verbessert sich Ihre Koordination im Sattel. Sie können die Übung auch mit einer anderen kombinieren: Dabei drehen Sie Arme und Beine gleichzeitig nach innen und dann nach außen. Wechseln Sie zwischen den beiden Varianten.

Reiter-Kniebeugen

CAVALLO Selbsttest: Mit speziellen Tipps des Sportwissenschaftlers Dr. Josef Kastner können Reiter herausfinden, welcher Körperteil Sie beim Reiten ausbremst. Einfach ausprobieren: Diese sieben Übungen entlarven Ihre Blockaden! Infos zum CAVALLO-Experten unter www.kastnermotion.com
Das bringt’s: Fürs Reiten braucht man starke Muckis, unter anderem an Po und Oberschenkel. Wie stark Ihre Muskeln sind, testen Sie mit dieser Übung.
So geht’s: Sie stehen mit hüftbreit geöffneten Beinen. Machen Sie nun Kniebeugen (die Knie nur bis zu einem Winkel von 120 Grad beugen), die Fußsohlen bleiben am Boden. Wenn Sie in die Knie gehen, schwingen Sie einmal mit dem Becken nach hinten, als ob Sie sich auf einen Stuhl setzen wollen (A). Bei der nächsten Kniebeuge schwingt das Becken nach vorne, als ob Sie sich hinknien wollen (B). Wie oft? 40 Kniebeugen, dabei Becken abwechselnd nach vorne und hinten schwingen lassen.
Das sollte klappen: Zieht es an den Oberschenkeln, sind die Muskeln dort noch nicht kräftig genug.
Wenn es nicht klappt: Kondition fehlt
Tipp: Starke Oberschenkelmuskeln sind für technisch korrektes Leichttraben und den Entlastungssitz notwendig. Stärken Sie die Muskeln, indem Sie die Übung regelmäßig machen und die Anzahl der Kniebeugen stetig steigern.
Mehr zu dieser Fotostrecke: Bewegungsanalyse: Wie Reiter gehen so sitzen sie im Sattel