So geht Agility für Pferde

Horse Agility: Übungen für Pferd und Reiter

Foto: Reiner Kolsen So geht Agility für Pferde

Fotostrecke

Sie wollen Ihr Pferd spielend motivieren und sein Köpfchen fordern? Dann ist Horse Agility genau das Richtige!

Ein Training, das fit macht, abwechslungsreich ist und vor allem Spaß macht? Gibt es: nämlich Horse Agility. Und das Training im Hindernisparcours aus Tunnel, Reifen, Planen & Co. bietet sogar noch mehr Vorteile.

Denn so ein Hindernisparcours beschäftigt das Pferdeköpfchen ungemein. Pferde lernen quasi nebenbei, Hindernisse selbstständig zu erkunden und zu bewältigen. Das macht den Vierbeiner klüger, mutiger und gelassener. Und wer eine Aufgabe bravourös meistert, bekommt Lust auf mehr – Motivation pur also. Haben Sie Lust bekommen, das mit Ihrem Pferd auszuprobieren? Dann legen Sie los! Agility-Expertin Corinna Ertl zeigt Ihnen, wie’s geht.

Das brauchen Sie für Pferde-Agility

Für die Agility brauchen Sie ein Halfter mit Führseil und Beinschutz wie Gamaschen. Tragen Sie feste Schuhe und Handschuhe. Sie sollten Ihr Pferd sicher führen, ohne es hinter sich herzuziehen oder von ihm angerempelt zu werden. Setzen Sie Ihre Körpersprache ein. Ertls Tipp: „Stellen Sie sich vor, Ihre Augen wären auf Ihren Schultern. Wenn Sie wenden, schauen Sie mit diesen Augen in die neue Richtung.“ Ihr Körper folgt automatisch (Unterkörper mitdrehen nicht vergessen!), und Ihr Pferd versteht leichter, wo Sie hin wollen.

Erst das Hindernis erkunden, dann überwinden lassen

Ein Hindernis erkunden Sie stets nach dem gleichen Schema: Führen Sie Ihr Pferd zunächst einmal am durchhängenden Führstrick herum. Wichtig: Gehen Sie immer zwischen Hindernis und Pferd. Erschrickt das Pferd, springt es von Ihnen weg. Lassen Sie Ihr Pferd das Hindernis beschnuppern oder mit den Hufen erkunden. Bleibt es gelassen? Dann gehen Sie gerade aufs Hindernis zu und auf Schulterhöhe des Pferds darüber oder darunter durch. Klappt das, darf das Pferd es allein bewältigen.

Trainieren Sie insgesamt maximal 15 bis 20 Minuten. Beginnen Sie mit einem leichten Hindernis und steigern Sie die Anforderungen nach und nach. Und vor allem: Loben Sie Ihr Pferd, sobald es etwas gut gemacht hat. Nur dann bleibt die Motivation lange erhalten.

23.10.2017
Autor: Corinna Ertl
© CAVALLO
Ausgabe 10/2017