Rädlein

Lockdown light: Ausnahmen für Reitsport möglich

Corona: Was bedeutet der November-Lockdown für Reiter? Lockdown-Ausnahmen für Reiter sind möglich

Freizeit- und Amateursport auf öffentlichen und privaten Sportanlagen darf ab 2. November nicht mehr stattfinden. Für Reiter könnten aber Ausnahmen gelten. Die FN will sich für ein massvolle Umsetzung der Beschlüsse im Reitsport einsetzen.

Die Kanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben es beschlossen: Der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen muss ab dem 2. November schließen. Die Bundesregierung sagt jedoch auch: "Erlaubt bleibt der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand." Laut aktuellen Informationen der FN zählt auch der Reitsport zu den Individualsportarten und darf damit grundsätzlich weiter ausgeübt werden. Pferde dürfen also bewegt und versorgt werden.

Wie die Ausnahmeregelungen etwa für Schulbetriebe genau aussehen werden, ist derzeit noch nicht klar. "Wir werden uns dafür einsetzen, dass hier praxistaugliche Vorgaben für den Pferdesport gemacht werden", betont FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. Die FN-Landesverbände wollen dazu gemeinsam mit den zuständigen Landesministerien Lösungen suchen. "Unsere Forderung ist, dass die Ministerien der Bundesländer maßvoll mit den Beschlüssen umgehen. Vor allem die räumlichen Gegebenheiten wie die Größe der Reitfläche und die Belüftung müssen bei der Umsetzung beachtet werden", sagt Lauterbach.

Der Beschluss trifft vor allem den Freizeitsport: Training ist für Berufssportler weiter möglich, genauso sind Profisportveranstaltungen erlaubt, sofern keine Zuschauer vor Ort sind. Ob es auch für Amateur-Reitunterricht Ausnahmen geben wird, ist noch offen. Die FN schließt bisher nur aus, dass Gruppenvoltigieren als Individualsport gelten kann. Ob Gruppen- oder Einzelreitunterricht dagegen unter die Ausnahmeregelung fällt, hängt nun von den Bundesländern ab, die die aktuellen Beschlüsse in Verordnungen gießen.