Hufrehe: Wie eine Operation helfen kann

Warum Tierärzte vor der Hufrehe-OP kneifen

Lahmt ein Pferd mit chronischer Rehe, verursacht diese Konstellation offensichtlich Schmerzen.

„Die Situation kann dann durch eine Resektion nur besser werden“, meint Barthel, der bedauert, dass viele Kollegen noch davor zurückschrecken.

Denn viele Tierärzte sehen eine Resektion, bei der die Hufwand bis auf die Lederhaut abgetragen wird, nur als letztes Mittel, das sehr sparsam eingesetzt werden sollte. Sie beschränken sich darauf, die dorsale Hufwand stark zu beraspeln und dabei nicht nur Wand-, sondern auch Narbenhorn abzutragen.

Der Narbenkeil allein reicht für viele Praktiker als Indikation für eine Resektion nicht aus. Sie sind dagegen, den Huf durch einen solch massiven Eingriff zu schwächen, solange noch eine – wie auch immer geartete – Verbindung zwischen Wand und Hufbein besteht. Die Skeptiker führen eine Resektion nur selten durch und reservieren sie für Pferde, wo die Verbindung zwischen Hufbein und Wand zu stark beschädigt ist oder Luft zwischen Lederhaut und Hufwand kommt.

29.09.2008
Autor: Melanie Gebhardt
© CAVALLO
Ausgabe 07/2007