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CAV 12_2010 Hafer Futter 02 Rädlein

Woher stammen eigentlich Hafer,Luzerne oder Leinsamen?

Woher stammt eigentlich unser Futter? Umweltschutz beginnt im Futtertrog

Heu kommt meist aus regionalem Anbau. Wie sieht es mit Hafer, Luzerne & Co. aus? Woher stammt Pferdefutter, und wie umweltverträglich ist die Produktion?

Auf den Müsli-Futtersäcken ist auf einen Blick abzulesen, was drin ist: Hafer, Luzerne, Sojaflocke, Apfeltrester, Leinflocken... Nur woher die einzelnen Bestandteile stammen, das ist gar nicht so einfach herauszufinden.

Denn Marktanalysen zu Futtermitteln in Deutschland berücksichtigen die gesamte Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Zahlen zu Rohstoffen und deren Herkunft speziell für Pferdefutter findet man daher nicht. Allerdings lag der Anteil der inländischen Erzeugung am gesamten Futteraufkommen im Wirtschaftsjahr 2018/2019 bei rund 85 Prozent und ist auf hohem Niveau relativ stabil. Das zeigt: Der Großteil der Futtermittel kommt aus deutschem Anbau. Rund 15 Prozent werden importiert. Das gilt weitgehend auch für die Pferdefutterproduktion.

Anbauort entscheidet über Qualität: Futtermittelhersteller Marstall zum Beispiel achtet generell auf kurze Transportwege, behält aber auch stets die Qualität der Rohstoffe im Auge: "Unser Soja beziehen wir beispielsweise aus der Donauregion. Dabei ist Grundvoraussetzung, dass es gentechnikfrei ist", sagt Produktmanagerin Sophia Riegger.

Dazu muss man wissen: Deutschland ist, wie alle anderen europäischen Staaten, auf Eiweißfuttermittel aus Übersee angewiesen, da die eigene Produktion nicht die gesamte Nachfrage deckt. Marstall entscheidet sich hier also bewusst gegen Importsoja. Nur bei wenigen Rohstoffen muss der Futtermittelhersteller zu Gunsten der Qualität auf Ware von weither zurückgreifen – etwa bei Schwarzkümmelöl aus Ägypten: "Dort sind die Anbaubedingungen viel besser als hier. Das merkt man dem Öl an." Das zeigt: Je nach Zutat müssen die Hersteller genau abwägen.

Klimaschützende Herstellung: Und wenn Hersteller nicht am Anbauort drehen können? Gibt es glücklicherweise noch andere Stellschrauben, um Pferdefutter so umweltschonend wie möglich herzustellen. Etwa, indem der Strom für die Produktion aus regenerativen Quellen kommt oder Papiersäcke ohne Plastik verwendet werden.

Bereits zu 100 Prozent klimaneutral ist Futtermittelhersteller Josera. "Wo möglich, verringern wir den CO2-Ausstoß oder vermeiden ihn komplett, indem wir klimaneutrale Lösungen finden", sagt Marketingleiter Benjamin Mangelkramer. Unvermeidbare Emissionen werden durch ein Klima- und Walderhaltungs- projekt in Tansania kompensiert.

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