CAVALLO-Tipp: Was bedeutet Denier?

Was bedeutet eigentlich Denier?

Wie funktioniert eine Abschwitzdecke? Und was bedeutet eigentlich „EN 1384“? Test-Redakteurin Kristina Glaser beantwortet Ihre Fragen zu Ausrüstung und Technik.

"Auf den Etiketten von Outdoorkleidung und Regendecken für Pferde steht oft die Bezeichnung Denier. Was verbirgt sich dahinter?" - Annette Böning, 30171 Hannover

Foto: Lenz – Horses in Media

Je höher die den-Zahl, desto reißfester die Pferdedecke.

Denier, kurz den oder auch D, ist eine Maßeinheit, die angibt, wie fein ein Garn ist. Ein Denier entspricht einer Polyesterfaser, die bei einer Länge von 9000 Metern eine Masse von einem Gramm besitzt.

Obwohl veraltet und international längst durch die Maßeinheit tex abgelöst (ein tex entspicht einer Masse von einem Gramm auf
1000 Metern), ist Denier immer noch gebräuchlich. Je niedriger die den-Zahl, desto feiner ist das Garn. Strumpfhosen haben zwischen 15 und 70 den.

Je reißfester ein Material sein soll, um so höher muss die den-Zahl sein. Bei Rucksäcken und Reisetaschen liegt sie zwischen 500 und 1000. Pferdedecken sind meist zwischen 600 und 1200 den stark. Besonders beanspruchte Thermo- und Outdoordecken können auch Stärken über 1200 den aufweisen. Durch die Ripstop-Webart lässt sich die Reißfestigkeit weiter verbessern.

Dabei werden in das Gewebe im Abstand von fünf bis acht Millimetern dickere Fäden eingewebt. Es entsteht ein quadratisches Kästchenmuster. Reißt das dünnere Gewebe ein, stoppt der Riss am dickeren Faden.

30.11.2010
Autor: John Patrick Mikisch
© CAVALLO
Ausgabe 11/2010