Hilfe für Pferde mit Cushing – Studie bestätigt Wirksamkeit von Corticosal

Foto: Rädlein Pferd mit Cushing-Syndrom
Eine neue Studie bestätigt die Wirksamkeit des Diät-Ergänzungsfutters Corticosal. Bei über 90 Prozent der Pferde besserten sich die Symptome nach der Gabe des Zusatzfutters. Das bestätigt die positiven Ergebnisse, die bereits im Jahr 2013 veröffentlicht wurden.

Corticosal, das Diät-Ergänzungsfutter Corticosal der Firma Navalis Nutraceuticals soll den fehlgesteuerten Stoffwechsel in geregeltere Bahnen lenken – ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Es enthält neben spezifischen Nährstoffen auch weitere bioaktive Substanzen wie einige Heilkräuter. Ein pflanzlicher Wirkstoff ist Mönchspfeffer. Der Mechanismus soll dem des Medikaments Prascend mit dem Wirkstoff Pergolid ähneln, das zur ECS-Therapie eingesetzt wird. Darüber sollen bestimmte Mikronährstoffe in Corticosal die Nervenzellen im Gehirn vor weiteren Schäden schützen.

Bereits im Jahr 2013 konnte eine klinische Studie der Freien Universität Berlin mit 38 Pferden die positiven Effekte auf klinische Symptome belegen. Fell, Aufmerksamkeit und Insulinwerte verbesserten sich. Jetzt haben noch einmal 94 Tierarztpraxen und -kliniken teilgenommen, um 177 Pferde tierärztlich zu untersuchen. 95 Pferde erhielten dabei Corticosal, 82 Pferde erhielten Arzneimittel in Kombination mit Corticosal.

Das Ergebnis: Nach der alleinigen Gabe von Corticosal besserten sich die Symptome des Cushing Syndroms. Auch der ACTH-Wert, der bei Cushing-Pferden erhöht ist, minderte sich um durchschnittlich 33,8 Prozent. Insgesamt besserten sich die Symptome bei 93,79 Prozent der Gesamtgruppe, bei 72,88 Prozent sogar schon nach vier Wochen. Das bestätigt die Ergebnisse aus 2013 und zeigt, dass Corticosal eine sinnvolle Ergänzung bei der Therapie von Cushing sein kann.

26.11.2018
Autor: Cathrin Flößer
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