Das Landgestüt Dillenburg bleibt erhalten

Foto: Andreas Rogocz Das Landgestüt Dillenburg
Aufatmen im Dillenburg: Das hessische Landgestüt wird doch nicht geschlossen. In Zukunft wird es dort aber keine Hengsthaltung mehr geben.

Das Landgestüt in Dillenburg bleibt erhalten. Das hessische Umweltministerium teilte mit, dass sich die Bedingungen für die Tiere kurzfristig verbessern können. Anfang Juli hatte das Land bekannt gegeben, das Gestüt aus Tierschutz-Gründen zu schließen. Es gebe zu wenig Auslauf für die Tiere und zudem gehöre der Betrieb nicht zu der hoheitlichen Aufgabe einer Landesregierung.

Diese Entscheidung hatte für heftige Proteste gesorgt. Die Stadt befürchtete einen Rückgang des Tourismus und Fans des Landgestüts wehrten sich gegen die Schließung. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) schaltete sich ein und eine Online-Petition setzte sich für den Erhalt ein.

Mehr als einen Monat später ist die Schließung vom Tisch. Jedoch wird es in Zukunft keine Hengsthaltung mehr geben, weil Stuten und Wallache leichter in Gruppen gehalten werden können. Auf dem Paradeplatz entstehen dann zusätzliche Ausläufe für die Tiere. So bleibt die Reit- und Fahrschule in Dillenburg erhalten.

Das Landgestüt Dillenburg war 1869 als Preußisches Hessen-Nassauisches Landgestüt gegründet worden, 1929 wurde noch eine Reit- und Fahrschule angegliedert. Das Gelände verfügt über eine Fläche von zehn Hektar samt Paradeplatz, Stallgebäuden, Reithallen und einem Kutschenmuseum in der historischen Orangerie.

22.08.2017
Autor: Cathrin Flößer
© CAVALLO