OEPS Urteil: 5 Jahre Sperre für Bernhard Maier

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Der Strafsenat des Österreichischen Pferdesportverbandes (OEPS) hat ein Urteil über den Springreiter Bernhard Maier gefällt: Der OEPS erteilt dem ehemaligen Burgenländischen Vizemeister eine 5-Jahres-Sperre für die Teilnahme an Pferdesport-Veranstaltungen.

Bernhard Maier ist in der Vergangenheit schon öfters negativ aufgefallen: Im Sommer 2017 zwang er sein überfordertes Pferd durch den Parcours. Kurz darauf im August machte der Springreiter wieder Schlagzeilen, denn einer jungen Reiterin sei „ein von Herrn Maier misshandeltes Pferd" in die Arme gelaufen. Das berichtete die junge Frau gegenüber der spring-reiter.de. Ihr Vater dokumentierte die Verletzungen des Tieres und eine erneute Welle der Empörung sorgte für Wirbel im Netz. Es folgten weitere Turniere, bei denen Maier negativ auffiel.

Am Donnerstag, den 18. Januar bezog der Strafsenat des Österreichischen Pferdesportverbandes offiziell Stellung und fällte ein Urteil. Maier wurde vom OEPS für fünf Jahre von Pferdesport-Events ausgeschlossen. Darüber hinaus ist es ihm nicht nur untersagt Turniere zu reiten, sondern auch im Allgemeinen Pferde-Veranstaltungen jeglicher Art zu betreten – egal ob als Zuschauer, Reiter o.Ä. Des Weiteren verhängte der Senat eine Geldbuße in Höhe von 5.000 Euro zzgl. der Verfahrenskosten von 1.220 Euro. Die Sperre gilt bis zum 19. Dezember 2022.

In der Stellungnahme des OEPS-Strafsenats lautet die Begründung des Urteils wie folgt: „Der Disziplinarbeschuldigte hat in der Zeit vom 15. April 2017 bis 11. Juni 2017 durch die ihm zur Last gelegten Taten das Disziplinardelikt des unreiterlichen und unsportlichen Verhaltens, der Drohung und Handgreiflichkeit gegenüber Dritten, der nicht pferdegerechten Behandlung und Überforderung des von ihm gerittenen Pferdes sowie der Schädigung des Ansehens des Pferdesports begangen.“ (Quelle: OEPS.at)

Maier reagierte und legte Berufung ein. Es soll nach Angaben des OEPS derzeit noch weitere Verfahren gegen den Springreiter wegen Tierquälerei geben.

30.01.2018
Autor: Viktoria Umbach
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