Schecken-Studie: PAX-Mutation ist noch vor der Rassentrennung entstanden

Foto: Rädlein Schecke
Wissenschaftler aus der Schweiz, Österreich, Slowakei und Frankreich konnten nachweisen, dass die Mutation des PAX-Gens nicht nur bei Paint Horses vorkommt, sondern auch bei weiteren Pferderassen – und zwar ohne dass die Pferde selbst gescheckt sind.

Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass die Scheckung Splashed White mit einer Mutation des PAX-Gens nur bei Paint Horses vorkommt. Dieses Gen haben die Forscher jetzt aber auch bei anderen Rassen wie Norikern und Lipizzanern entdeckt und gehen jetzt davon aus, dass die Mutation des PAX-Gens bereits vor der Rassentrennung entstanden sein muss. Nicht alle Träger dieses Gens sind gescheckt, sondern können auch einfarbig sein. Die Forscher vermuten, dass durch Wechselwirkungen der Gene nicht immer Schecken auftreten.

Gescheckte Pferde entstehen durch eine Mutation der Gene, die Leuzismus genannt wird. Den Pferden fehlen an weißen Bereichen des Fells die Farbpigmente. An den verschiedenen Scheckfarben sind viele unterschiedliche Gene beteiligt, die noch nicht lückenlos erforscht sind.

Wer sich tiefer mit der Studie befassen möchte, kann sie hier nachlesen.

Fotos von Schecken

25.07.2018
Autor: Cathrin Flößer
© CAVALLO