Schluss mit heißen Eisen: Betäubungs-pflicht bei Brandzeichen ab Januar 2019

Foto: Pixabay Brandzeichen bei einem Fohlen
In Deutschland gilt ab Januar 2019 eine Betäubungspflicht für Pferde bei Schenkelbrand. Die Verbrennungen können auch Tage danach noch sehr schmerzen und die Narben zu Störfeldern führen.

Ab Januar 2019 gilt in Deutschland die Betäubungspflicht beim Schenkelbrand. Der Bundestierärztekammer (BTK) ist das nicht genug. Sorgen doch die immensen Verbrennungen noch Tage und Wochen später für Schmerzen. Das bestätigen auch Studien. Die BTK fordert daher weiterhin ein Verbot von Heiß- und Kaltbrand bei Tieren. Seit 2009 gilt die Kennzeichnungspflicht per Mikrochip, die eine Kennzeichnung durch Brandzeichen überflüssig mache. Eine Studie der Universität Wien bestätigt zudem, dass viele Brandzeichen unleserlich sind.

Narben können stören

Wichtig zu wissen: Brandnarben sind in der Regel für Besitzer und Therapeut unübersehbar. Der Schenkelbrand befindet sich häufig im Verlauf des Gallenmeridians und kann zu Koordinationsproblemen führen. Betroffene Pferde stolpern zum Beispiel viel.

Schweizer Armee: Verzicht auf den Schenkelbrand

Die Schweizer machen vor, wie’s geht: Ab Januar 2019 dürfen alle Pferde und Maultiere der Armee nicht mehr mit dem Heißbrand markiert werden. Die Armee arbeitet schon seit zehn Jahren mit Mikrochips und hat jetzt proaktiv beschlossen, zum Schutz der Tiere auf den Brand zu verzichten.

Diese Narben können stören:

17.12.2018
Autor: Redaktion CAVALLO
© CAVALLO
Ausgabe 1/2019