Alte Wunden - neue Leiden: Narben gehen Pferden unter die Haut

Wenn aus Narben Störfelder werden

Foto: Rädlein CAVALLO Narben Pferdefell

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Jede Wunde und jede Operation hinterlässt Narben, die Pferde krank oder unreitbar machen können. Lassen sich selbst alte Einschnitte kurieren? CAVALLO hat Tierärzte dazu befragt.
Foto: Stappenbeck CAVALLO Dr. Robert Stodulka

Dr. Robert Stodulka arbeitet als Tierarzt in Wien.

Wenige kleine Stiche warfen Wallach Caspar aus der Bahn. Obwohl die Kastration schon Jahre zurück lag, zwackte die alte Naht so sehr, dass er lahmte und buckelte. Caspar ist kein Einzelfall. Viele Pferde leiden unerkannt unter vermeintlichen Schönheitsfehlern, die unter die Haut gehen. „Selbst die kleinste, älteste Narbe kann ein Pferd derart beeinträchtigen, dass es erkrankt oder nicht mehr reitbar ist“, sagt der Wiener Tierarzt Dr. Robert Stodulka. Doch wie erkennt man solche Störfelder? Und wie behandelt man sie, damit sie künftig keinen Ärger mehr machen?

Giftstoffe und Erreger jagen durch den Körper

Störfelder sind meist chronische, örtlich begrenzte Entzündungsherde, die von der körpereigenen Abwehr des Pferds oder einer  ärztlichen Therapie nicht geheilt werden konnten. Sie können Giftstoffe und Krankheitserreger durch den Körper jagen und neue Erkrankungen hervorrufen. Oder das vegetative Nervensystem beeinträchtigen, so dass wichtige Körperfunktionen wie die Atmung aus dem Takt kommen.

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24.05.2012
Autor: Redaktion CAVALLO/Regina Kühr
© CAVALLO
Ausgabe 04/2012