Kolik-Diagnose: So läuft die Untersuchung ab

So geht's: Kolik richtig diagnostizieren

Foto: Juliane Fellner CAVALLO Kolik-Diagnose

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Warum hat das Pferd Bauchschmerzen? Wir zeigen, wie ein guter Tierarzt beim Pferd die Ursache einer Kolik aufdeckt und einschätzt, wie riskant die Lage ist.

Alarmstufe Rot! Das Pferd wälzt sich, schwitzt, schaut zum Bauch, ist unruhig, frisst nicht – solche Symptome deuten auf Bauchweh. Da zählt jede Minute. „Kolik ist immer ein Notfall“, sagt Tierarzt Dr. Enno Allmers. Das heißt für den Besitzer: Sofort den Tierarzt rufen.

Geben Sie dem Pferd weder Wasser noch Futter. Führen Sie es – wenn möglich – im Schritt, bis der Veterinär eintrifft.

Gründliche Kolik-Diagnose wichtig

Das Tückische: Der Verlauf einer Kolik ist oft unberechenbar. „Von der Heftigkeit der Symptome lässt sich nicht automatisch auf die Schwere der Krankheit schließen“, erklärt Dr. Enno Allmers. Deshalb ist eine gründliche Diagnose wichtig.

Die Reihenfolge der Untersuchungsschritte hängt vom Einzelfall ab. Der Fachmann spürt die Ursache auf, leitet Therapien ein und beurteilt, wie kritisch der Zustand ist.

Operation, Medikamente oder Einschläfern?

Was sinnvoll ist, bespricht der Tierarzt mit dem Reiter. Und zwar nach jedem Zwischenergebnis der Diagnose. „Ich gebe einen Rat. Aber die Entscheidung, ob das Pferd beispielsweise auf den OP-Tisch soll oder nicht, trifft letztlich der Besitzer“, sagt der Fachmann. Wie Dr. Allmers bei der Kolikdiagnostik vorgeht, zeigt er auf den folgenden Seiten.

13.12.2017
Autor: Alena Brandt
© CAVALLO
Ausgabe 12/2017