Physiogriffe zum Nachmachen

7 Physiogriffe fürs Pferd

Foto: Florian Schmid CAVALLO 7 Physiogriffe fürs Pferd zum Nachmachen

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Mit diesen sieben Wellness-Griffen aus der Physiotherapie lockern Sie Ihr Pferd – und fördern obendrein Rittigkeit & Beziehung.

Das soll dem Pferd gut tun? Ich stehe neben der Schulter von Wallach Filou, ziehe an seinem Fell und komme mir brutal vor. Wenige Sekunden später senkt Filou den Kopf, ein Zeichen der Entspannung. „Das findet er richtig gut“, sagt Pferde-Physiotherapeutin Beatrix Schulte Wien. „Der Griff lockert den Schulterbereich, der bei vielen Pferden fest ist.“ Nach diesem ersten Physio-Griff unter Profi-Anleitung stelle ich fest: Hände – selbst meine Laien-Finger – schaffen Verblüffendes. Gewusst wie!

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Die besten Wellness-Griffe aus der Physiotherapie zum Nachmachen

Wer beim Putzen massiert und dehnt, sorgt für ein geschmeidigeres Pferd unterm Sattel. Auch in Trainingspausen und nach Feierabend darf Hand angelegt werden; das entspannt.

Bevor Sie loslegen, haben wir diese Tipps:

  • Achten Sie auf kurze Fingernägel.
  • Je öfter Sie die Griffe anwenden, desto lockerer wird das Pferd.
  • Üben Sie mit einem Helfer, der das Pferd hält. Bleibt das Tier ruhig stehen, können Sie auch alleine agieren, indem Sie den Strick mit einer Hand greifen.
  • Nehmen Sie sich Zeit herauszufinden, welche Intensität Ihrem Pferd gut tut.
  • Starten Sie stets mit sanftem Druck oder Zug und steigern diesen allmählich. Ist dem Pferd etwas unangenehm, massieren Sie sanfter. Die Behandlung sollte immer angenehm sein. Zeigt das Pferd, dass es Schmerzen hat, brechen Sie lieber ab und lassen das Tier von einem Experten checken.

Nach dem Fotoshooting mit Physio-Profi Beatrix Schulte Wien probierte CAVALLO-Autorin Christiane Wehnert die Griffe natürlich an ihrem eigenen Pferd aus. Ihr Resumée: „Das ist nicht nur ein tolles Lockerungsprogramm, es fördert auch die Freundschaft zwischen Mensch und Pferd. Meine sonst sehr eigenständige Stute wurde von Tag zu Tag anhänglicher.“

Pferdeverhalten richtig deuten

Bin ich zu vorsichtig oder darf ich stärker drücken? So erkennen Sie, ob das Pferd die Behandlung genießt.

Entspannung

  • gesenkter Kopf
  • hängende Ohren
  • hängende Unterlippe
  • Augen sind halboffen oder sogar geschlossen
  • Pferd nickt ein
  • Schnauben, lecken und kauen, gähnen
  • Hinterbein entlastet
  • Wallache schachten aus

Schmerz und Unwohlsein

  • Ohren anlegen
  • Nüstern hochziehen
  • Kopf hochreißen
  • Schnappen
  • angespannter Blick
  • Schweifschlagen
  • Ausweichen
  • Treten
17.01.2017
Autor: Christiane Wehnert
© CAVALLO
Ausgabe 01/2017