Teil des
CAV GHP Rädlein
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GHP: Die 10 besten Übungen zur Gelassenheitsprüfung

Gerittene GHP - Stressfrei im Sattel

Bei der Gerittenen GHP stellt der Reiter das Pferd an der Hand vor und absolviert dann im Sattel im Schritt zehn Aufgaben in einer vom Veranstalter festgelegten Reihenfolge. Er soll feinfühlig und kaum sichtbar auf das Pferd einwirken. Mit etwas Geduld im Training fassen die Pferde Vertrauen und bleiben dabei ruhig.

Bei der Gerittenen GHP darf eine Aufgabe darf maximal dreimal angeritten werden, bevor die nächste begonnen wird. Nach der zweiten nicht absolvierten Aufgabe wird das Paar ausgeschlossen. Mindestens eine halbe Stunde vor der Prüfung oder auch in den vom Veranstalter festgelegten Pausen können die Teilnehmer den Parcours zu Fuß ohne Pferd besichtigen. Die Hilfe dritter Personen bei der Absolvierung der Aufgaben ist nicht erlaubt.

Die Höchstzeit pro Teilnehmerpaar für die Bewältigung des Parcours beträgt sechs Minuten. Beim „Vorstellen“ an der Hand wird der äußerliche Zustand der Pferde überprüft, außerdem die Reinheit der Gänge der/die Richter/Prüfer kann/können taktunreine oder in schlechter gesundheitlicher Verfassung befindliche Pferde jederzeit von der Teilnahme ausschließen.

Pflichtaufgaben der Geführten und Gerittenen GHP:
· Vorstellen an der Hand
· aufsteigende Luftballons hinter Hecke
· Klapperkarre oder Rappelsack
· Regenschirm
· Rückwärtsrichten oder Rückwärtsrichten-L
· Sprühflasche

Aufgaben-Pool der Geführten und Gerittenen GHP:
· Bälle aus Hecke
· Plane oder Wasserplane
· Brücke
· Stangenfächer
· Flatterbandvorhang
· Stangenkreuz/Knisterpassage
· geöffnete Tonne
· Stillstehen

Nur für geführte GHP: Nur für Gerittene GHPs:
· Hufe wässern
· Regenmantel
· Plane über Rücken
· Startklar

Hinweis: Reizauslösende Aufgaben müssen so zum Pferdeführer stehen, dass das Pferd bei einer Reaktion vom Pferdeführer weg ausweicht.

Bewertung bei der Gerittenen GHP:
Ein Pferd gilt als gelassen, wenn es während der gesamten Prüfung unter seinem Reiter ruhig, aber fleißig und gleichmäßig zum Schreiten kommt. Es muss willig auf die Reiterhilfen reagieren und vorsichtig, aber couragiert und aufmerksam sein. Der Reiter sollte so minimale Hilfen wie möglich und nötig geben. Das Pferd darf durchaus natürliche Reaktionen wie zum Beispiel Ohrenspiel oder kurzes Stocken zeigen, wenn es danach die Aufgaben gelassen absolviert.

Auch hier entscheidet über die Gesamtnote die gesamte Leistung eines Teilnehmer-Paares. Bewertet werden die Bereitschaft des Pferdes zur Mitarbeit, die vertrauensvolle Verständigung zwischen Reiter und Pferd sowie die feine Einwirkung des Reiters bei der Absolvierung der Aufgaben.
Der/die Richter/Prüfer fällt/fällen ein Gesamturteil und vergeben eine Note von 1 bis 6. Bei einer nicht erfüllten Aufgabe kann die Endnote höchstens 5 (= mangelhaft) ergeben. Drei nicht erfüllte Aufgaben führen zum Ausschluss von Reiter und Pferd.

Für die Gerittene GHP gelten folg ende Noten:
1 = Sehr gut Absolut gelassenes und fleißig schreitendes Pferd. Sehr gefühlvoller Reiter
gibt meist unsichtbare Hilfen.

2 = Gut Pferd, das vereinzelt winzige Spannungen zeigt, jedoch gelassen weiter schreitet.
Reiter wirkt mit leichten Hilfen ein.

3 = Befriedigend Das Pferd zeigt teilweise Spannungen und schreitet nicht immer ruhig Reiter
gibt deutliche Hilfen.

4 = Ausreichend Deutliche Spannungen, kein gelassenes Schreiten, Pferd ist teilweise widersetzlich. Reiter wirkt mehrmals mit deutlich erkennbaren Hilfen auf sein
Pferd ein.

5 = Mangelhaft Ständig verspanntes Pferd, das vor mehreren Aufgaben erschrickt. Mehrere
Aufgaben werden nicht beim ersten Versuch absolviert. Deutliche Hilfengebung
des Reiters, die vom Pferd nicht angenommen werden.

6 = Ungenügend Pferd ist dauerhaft widersetzlich.

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Verhalten

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Das Aufsteigen und Vorstellen

Gelassenheitsprüfung: Bleibt Ihr Pferd cool? Die GHP als Test für alle Rassen

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CAV GHP Gelassenheitsprüfung Trense CAV GHP Fuchs Bodenarbeit Stangenkreuz CAV GHP CAV GHP 12 Bilder
CAV_GHP3_1_Locker  vom Hocker
Kuczka
Wer sich so von unten aufs Pferd hangelt, verdreht ihm die Wirbel und verzieht den Sattel.

Vor das Reiten haben die Götter das Aufsteigen gesetzt. Dieser scheinbar so banale Akt sorgt in der Praxis für Ärger und Erheiterung: Die Pferde stehen nicht still, der Reiter hüpft mit einem Fuß im Steigbügel hinterher, manche Tiere drehen sich wie Kreisel, und so mancher stürzt beim Hochhieversuch samt rutschendem Sattel ab.

Was nutzen die schönsten Galoppwechsel, wenn solche Grundlagen bei Pferd und Reiter nicht sitzen? Um das zu ändern, gibt es seit Anfang dieses Jahres die Gerittene Gelassenheitsprüfung, eine Weiterentwicklung der geführten GHP.

Auch diese Prüfung wurde von CAVALLO zusammen mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) entwickelt, um mehr Sicherheit und bessere Horsemanship beim Reiten zu erreichen.

Die Prüfung beginnt mit einem kurzen Vorstellen des Pferds vom Boden aus. Es folgt ein kurzes Vortraben an der Hand (bei Gangpferden ist auch Tölt oder Walk erlaubt), bei dem die Richter auf mögliche Lahmheiten achten. Dann muß der Mensch aufs Pferd. Diese erste Aufgabe prüft, ob Sie per pferdefreundlicher Aufstieghilfe von links auf Ihr gelassen stillstehendes Pferd kommen.

Im Idealfall sieht das so aus: Das Pferd wird mit heruntergelassenen Bügeln neben die Aufsitzhilfe geführt und steht still, bis der Reiter im Sattel sitzt und das Kommando zum Antreten gibt. Negativ bewerten die Richter ein unruhiges Pferd, das nicht stillsteht, vor der Aufsitzhilfe Angst hat oder immer wieder um sie herumkreist.

Die Aufsitzhilfe schont das Pferd. Steigt der Reiter vom Boden auf, hängt er mit seinem Gewicht seitlich am Pferd und bringt es aus der Balance. Gleichzeitig dreht sich der Sattel dadurch um den Schwerpunkt des Pferds und verdreht dessen Wirbel. Das tut dem Pferd weh und kann im Rücken zu Blockaden oder Lahmheiten führen.

Der Übeltäter ist die Hebelwirkung: Der Hebel reicht vom Schwerpunkt des Reiters in Bauchnabelhöhe zum Schwerpunkt des Pferds (etwa 30 Zentimeter unter der Wirbelsäule). Je weiter der Reiterschwerpunkt von dem des Pferds entfernt ist, desto länger wird der Hebel, der dem Pferd die Wirbel verdreht.

Steht der Reiter auf einer Aufsitzhilfe, ist sein Bauchnabel etwa auf Höhe des Pferdeschwerpunkts. Steigt er auf, verdreht er die Wirbel des Pferds deutlich weniger. Je näher der Reiter am Pferd steht, und je weniger Schwung er nimmt, desto geringer ist die Hebelwirkung.

Das funktioniert freilich nur, wenn das Pferd in jeder Situation bombensicher stillsteht. Das kann mal in der Reithalle sein, wo man sich vom Hocker in den Sattel schwingt. Es ist aber auch im Gelände unerläßlich, wenn man nach einer Rittpause von einem Stein oder Baumstumpf zurück aufs Pferd will. Um das zu trainieren, üben Sie mit ständig wechselnden Aufsitzhilfen im Alltag: Nehmen Sie mal einen grünen Hocker, dann einen gelben Stuhl, sitzen Sie mal von der Mauer, mal von einer Kiste, mal von rechts und mal von links auf. Wechseln Sie die Orte. Steigen Sie während eines Ausritts ab und von einem Baumstamm wieder auf. Bevor Sie sich an verschiedene Aufsitzhilfen wagen, muß Ihr Pferd gelernt haben, am gewohnten Hocker ruhigzustehen und zu warten, bis Sie oben sitzen.

Bringen Sie ihm vom Boden aus bei, daß es auf „Steh“ stehenbleibt – überall und egal in welcher Situation. Will es sich bewegen, korrigieren Sie sofort und dirigieren es wieder an den ursprünglichen Platz zurück. Loben Sie, wenn es brav steht. Klappt das, können Sie als nächstes einen Hocker daneben und sich drauf stellen – und das Pferd jedesmal zurückschieben, wenn es sich bewegen will.

Damit Sie nicht bei jedem Schritt des Pferds vom Hocker fallen, können Sie ihm beibringen, sich in die richtige Position dirigieren zu lassen. Dazu muß es die Vor- und Hinterhandwendung vom Boden aus beherrschen; und zwar auch auf Sie zu, nicht nur von Ihnen weg. Eine gute Vorbereitung sind Schenkelweichen und Schulterherein, bei denen das Pferd lernt, zu weichen und seitlich auf Sie zuzukommen. Dazu legen Sie die Gerte diagonal über den Rücken und geben die Hilfe dort, wo sonst der Schenkel liegt.

Klappt das Seitwärtsgehen auf Sie zu, können Sie nach dem gleichen Prinzip versuchen, die Hinterhand und später die Vorhand auf sich zuzubewegen. Schließlich können Sie sich dazu auch auf die Aufsitzhilfe stellen und mit der Gerte die gleiche Stelle antippen wie von unten. Später lassen Sie die Gerte weg – sie ist in der GHP ohnehin nicht erlaubt – und deuten nur noch mit der Hand an die Stelle.

Stellt sich Ihr Pferd auf Kommando an die Aufsitzhilfe und läßt sich dort auch hindirigieren, wenn es vorher falsch geparkt hat, üben Sie an jedem denkbaren Ort weiter. Läßt sich Ihr Pferd so leicht an Aufsitzhilfen führen wie an die Futterschüssel, haben Sie Ihr Ziel erreicht: Ihr Pferd wird Sie in der GHP nicht einsam auf dem Hocker stehen lassen.

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Training: So lernt Ihr Pferd apportieren

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Bodenarbeit: Freestyle-Festival Senniana

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CAV Bodenarbeit Senniana Corsario_01 CAV Bodenarbeit Senniana Corsario_02 CAV Bodenarbeit Senniana Corsario_04 CAV Bodenarbeit Senniana Corsario_03 10 Bilder

Intelligenz: Wie clever ist Ihr Pferd? Machen Sie den Test

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CAV Intelligenz Intelligenz-Test Intelligenztest 08 Pferd Futter GHP CAV Intelligenz Intelligenz-Test Intelligenztest 06 Pferd Futter GHP CAV Intelligenz Intelligenz-Test Intelligenztest 04 Pferd Futter 8 Bilder

Bedachte Fußfolge im Stangenkreuz

Gelassenheitsprüfung: Bleibt Ihr Pferd cool? Die GHP als Test für alle Rassen

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CAV GHP Gelassenheitsprüfung Trense CAV GHP Fuchs Bodenarbeit Stangenkreuz CAV GHP CAV GHP 12 Bilder
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Senkhorst-Wulf
Volltreffer: Das Pony visiert zielsicher die beiden Kreuzungen an.

Wenn Ihr Pferd Sie perfekt zu Kreuze trägt, haben Sie den zweiten Schritt der Gerittenen GHP geschafft: Ihr Pferd muß flüssig und stolperfrei diagonal über ein Stangenkreuz schreiten. Das ist Bestandteil der neuen Prüfung, die CAVALLO zusammen mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) entwickelte, um die Gelassenheit unter dem Sattel zu beurteilen.

Nach dem Aufsteigen per Aufstieghilfe muß Ihr Pferd erst einmal Taktgefühl beweisen: Sie gehen einige Pferdelängen Schritt und traben exakt an der ersten Markierung an (Gangpferde dürfen auch tölten oder walken). Je nach Länge der Bahn oder Halle parieren Sie nach etwa 20 bis 30 Metern an der zweiten Markierung durch.

Das üben Sie zuhause so: Stellen Sie zwei Hütchen oder Hindernisständer im Abstand von 20 bis 30 Metern auf die Mittellinie der Bahn. Ohne Anlehnung an die Bande fällt es dem Pferd schwerer, geradeaus zu traben. Es muß
trotzdem sofort auf Ihre Hilfe hin antraben und genauso exakt durchparieren. Die kurze Trabstrecke zeigt den Richtern bereits, ob Ihr Pferd aufmerksam auf Ihre Hilfen hört und taktklar geht – was nur klappt, wenn es gelassen ist, statt verspannt und unkonzentriert zu hibbeln. Lahmt das Pferd oder gehorcht es nicht, werden Pferd und Reiter disqualifiziert. Die volle Punktzahl gibt es für ein fleißiges Pferd, das sich mit fast unsichtbaren Hilfen locker antraben und durchparieren läßt.

Klappt alles, geht’s weiter zum Stangenkreuz. Vier Stangen bilden ein Quadrat, über das Pferd und Reiter diagonal schreiten müssen. Achten Sie von Anfang an darauf, daß Ihr Pferd ruhig läuft, weder hastig voranstürmt noch übertrieben die Beine hochreißt. Springen ist nicht erlaubt – auch wenn Springpferde das oft nicht einsehen wollen. „Springpferde haben bei Bodenhindernissen oft Probleme, sie im Schritt zu bewältigen. Aber auch sie müssen lernen, Schritt für Schritt übers Kreuz zu gehen“, erklärt Pferdetrainerin und Connemara-Züchterin Marlit Hoffmann aus Daubhausen in Hessen.

Dazu gehen Sie vor wie bei jedem anderen Pferd: Legen Sie erst einmal nur eine Stange auf den Boden. Reiten Sie darauf zu und halten direkt vor der Stange. Zählen Sie bis 10, ohne daß Ihr Pferd zappelt. Dann lassen Sie es das erste Vorderbein über die Stange setzen, halten wieder an und zählen nochmal bis 10. Jetzt schicken Sie das zweite Bein über die Stange. So bugsieren Sie alle Beine einzeln über die Stange, und Ihr Pferd begreift, daß es nicht springen soll.

Auch Pferde, die das Stangenkreuz schnell hinter sich bringen wollen, bremsen Sie Schritt für Schritt. Das kann bei einem Dressurpferd schwierig sein, wenn es sich automatisch geschlossen aufstellen will. Lassen Sie in diesem Fall beide Vorderbeine über die Stange treten, ehe Sie anhalten – so steht das Pferd mit den Vorderbeinen auf der einen, mit den Hinterbeinen noch auf der anderen Seite. Es steht geschlossen, hetzt aber trotzdem nicht über die Stangen. Wenn Sie flüssig über die Stange reiten können, ohne daß Ihr Pferd stürmt oder stockt, legen Sie ein Kreuz – erst mit zwei Stangen, später mit vier. Ordnen Sie die Stangen so an, daß immer ein Ende am Boden liegt, das andere auf der jeweils nächsten Stange. So kann nichts wegrollen, selbst wenn das Pferd versehentlich dagegen stößt.

Zögert oder stoppt Ihr Pferd vor dem kompletten Kreuz, reduzieren Sie die
Stangen wieder auf zwei. „Reiten Sie im Zirkel um das einfache Kreuz herum, verkleinern Sie bei jeder Runde den Zirkel, bis er so klein wird, daß das Pferd über die äußeren Stangenenden drüber muß“, erklärt Marlit Hoffmann. Nachdem Sie mal näher, mal weiter weg vom Kreuz über die Stangen geritten sind, steuern Sie direkt aufs Kreuz zu – mittig und kerzengerade.

„Die meisten Reiter peilen zwar das Kreuz an, verschätzen sich aber, reiten Schlangenlinien und verfehlen die Kreuzmitte knapp“, so Hoffmann. Damit erschweren sie dem Pferd die Aufgabe nur: Es muß einen viel größeren oder zwei kleinere Schritte machen. Im Training rät Marlit Hoffmann deshalb anfangs zur Spurrille. „Ziehen Sie mit dem Fuß eine Linie in den Sand, die gerade zum Kreuz führt. Dann treffen Sie leichter die Mitte.“ Alternativ können Sie aus mehreren Hütchen oder Gummieimern eine Gasse bilden, die genau zur Mitte des Kreuzes führt. „Nehmen Sie aber bitte keine Putzeimer. Die splittern, wenn ein Pferd drauftritt“, warnt Hoffmann. „Robuster sind Maurereimer mit einem hohen Gummianteil. Entfernen Sie außerdem die Henkel, damit kein Pferdefuß drin hängenbleibt.“

Wenn Sie ein Gefühl für das mittige Anreiten entwickelt haben, können Sie die Hilfslinien nach und nach abbauen. Dann gibt es immer noch zwei Tips, die Ihnen beim Treffen helfen: Reiten Sie mindestens eine Pferdelänge vor dem Kreuz genau geradeaus. Und gucken Sie dabei vor allem geradeaus. Dann treffen auch Sie die goldene Mitte.

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Bodenarbeit: Freestyle-Festival Senniana

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Training: So lernt Ihr Pferd apportieren

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Intelligenz: Wie clever ist Ihr Pferd? Machen Sie den Test

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Tonnen, Engpässe und mehr

Gelassenheitsprüfung: Bleibt Ihr Pferd cool? Die GHP als Test für alle Rassen

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CAV GHP Gelassenheitsprüfung Trense CAV GHP Fuchs Bodenarbeit Stangenkreuz CAV GHP CAV GHP 12 Bilder
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Kuczka
Achtung Tonne: Ausgiebig anschauen und beschnuppern!

Für den Ausritt müssen Pferde heute zivilisationsfest sein: An Zäunen flattern Zettel, vor Garagen parken Mülltonnen, im Wald huschen Radfahrer haarscharf an der Hinterhand vorbei. Damit Ihr Pferd hier nicht die Flatter macht, härten Sie es mit einer Flatterband-/Müllpassage ab – die dritte Aufgabe der Gerittenen
Gelassenheitspüfung
. Dabei geht das Pferd durch eine enge Gasse. Rechts stehen möglichst bunte Mülltonnen und Müllsäcke, links rascheln rot-weiße Absperrbänder an einer Leine.

Bevor Sie Ihr Pferd mutig hindurchmanövrieren, zerlegen Sie die Aufgabe in drei Elemente, die Sie einzeln üben: Mülltonne und/oder Müllsack, Flatterband, Gasse. Zunächst reiten Sie an einer Mülltonne vorbei. Das Pferd darf sie in aller Ruhe anschauen und beschnuppern, bis sie ihm geheuer ist. In gleicher Weise üben Sie mit Müllsäcken. Passiert Ihr Pferd eine ganze Reihe voller Müll und Plunder ohne zu scheuen oder skeptisch zu schielen, bauen Sie den Müll ab und die Flatterstrecke auf: Zwischen zwei Hindernisständern wird eine Schnur gespannt, an der Sie Bänder befestigen.

„Entschärfen Sie das Ganze zuerst, indem Sie einige Bänder weniger dranhängen. So kann das Pferd durchgucken“, rät Pferdetrainerin Kerstin Diacont. Erschrickt das Pferd gleich am Anfang, haben Sie es danach viel schwerer, also besser harmlos anfangen und langsam steigern. Nach und nach hängen Sie mehr Bänder auf, am Ende lassen Sie einen Helfer am Flatterband wackeln. „Lassen Sie das Pferd ruhig gucken. Sobald es sich die Hindernisse anschaut, sind sie schon nicht mehr so bedrohlich“, empfiehlt Diacont. Das Guckige legt sich, sobald das Pferd mit allem vertraut ist.

Dann kommt der nächste Schritt: Bauen Sie eine Gasse aus vertrauten Gegenständen – etwa Hindernisständer mit Stangen, Stroh- oder Heuballen. Die Gasse dürfen Sie anfangs nicht zu eng stellen. Bevor Ihr Pferd klaustrophobische Anfälle bekommt, lassen Sie es zunächst durch eine breite Gasse gehen und verengen Sie allmählich, bis das Pferd ohne Spannung durchschreitet. Zum Schluß setzen Sie die drei Elemente zur Aufgabe zusammen. Das setzt voraus, daß das Pferd sich nicht beeindrucken läßt, wenn Bänder seinen Körper berühren, Säcke umfallen oder farbige Mülltonnen auftauchen. Stellen Sie rechts Mülltonnen und -säcke auf, links das Flatterband. Auch jetzt sollten Sie die Gasse zunächst weit stellen, damit sich das Pferd an die Hindernisse gewöhnt.

Erleichtern können Sie ihm das Einfädeln, indem Sie Stangen wie einen Trichter vor die Gasse legen. So wird das Pferd automatisch hineindirigiert, und Sie können sich statt aufs Zielen aufs Vorwärtstreiben konzentrieren. Je sicherer Sie durch die breite Gasse kommen, desto enger können Sie sie beim nächsten Durchlauf stellen. Traben Sie darin zum Üben auch mal durch. Das wird in der Prüfung zwar nicht verlangt, gibt aber Sicherheit und schult die Konzentration.

Klappt alles, stellen Sie Ihr Hindernis an einem anderen Ort auf. Am besten in einem anderen Stall, zumindest aber auf der Koppel, am Putzplatz oder vor dem Hoftor. Das härtet ab und nimmt der Prüfung auf fremdem Gelände den Schrecken. Was, wenn das Pferd sich strikt weigert, die Gasse zu betreten? „Kennt das Pferd Flatterbänder und Müllsäcke schon von der Geführten Gelassenheitsprüfung, sind Sie beim Reiten meist kein großes Problem mehr“, beruhigt Kerstin Diacont. „Läuft es trotz guter Vorbereitung nicht durch, müssen Sie den längeren Atem haben.“ Sie parken das Pferd konsequent vor der Gasse – so lange, bis es lieber durchgeht, als tatenlos herumzustehen.

Beim Stehen darf es natürlich weder grasen noch abwesend durch die Landschaft gucken. „Die Aufmerksamkeit muß beim Hindernis sein und sonst nirgendwo“, sagt Diacont. Also müssen Sie die Pferdenase immer wieder Richtung Gasse zupfen. Sobald das Pferd sich anderen Dingen zuwendet, müssen Sie es wieder zur Ordnung rufen. „Irgendwann wird es auch dem ausdauerndsten Pferd zu blöd, rumzustehen und Hindernisse anzuschauen. Es wird durch die Gasse gehen.“

Rennt das Pferd rückwärts, statt manierlich durch die Gasse zu gehen, rät Diacont: „Warten Sie ab, bis es aufhört, rückwärts zu laufen, und reiten Sie entschlossen wieder auf die Gasse zu.“

Falls Ihr Pferd freilich völlig panisch wird und nichts mehr geht, lassen Sie sich einfach von einem Helfer durchführen. Hören Sie beim Üben niemals mit einer Verweigerung auf. Gehen Sie lieber ein paar Schritte zurück und entschärfen die Gasse. Sobald Ihr Pferd vorwärts geht oder auch nur vorwärts zuckt, machen Sie kurz Pause – zur Belohnung für Pferd und Reiter.

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Intelligenz: Wie clever ist Ihr Pferd? Machen Sie den Test

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Bodenarbeit: Freestyle-Festival Senniana

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Training: So lernt Ihr Pferd apportieren

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Die Luftballon-Überraschung

Gelassenheitsprüfung: Bleibt Ihr Pferd cool? Die GHP als Test für alle Rassen

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CAV GHP
Rädlein
Der Heckenschreck.

Der Heckenschreck ist bunt und rund. Er liegt geduldig auf der Lauer, bis ein Pferd vorbeikommt. Dann flattert und knattert er ihm direkt vor die Nase. Die vierte Aufgabe der Gerittenen Gelassenheitsprüfung läßt Luftballons hinter Hecken steigen und symbolisiert alles, was im Gelände plötzlich aus dem Hinterhalt springt – Vögel, Hunde, Mountainbiker.

Damit Ihr Pferd dabei nicht in die Luft geht, wenden Sie am besten die Salami-Taktik an: „Scheibchen für Scheibchen gewöhnen Sie Ihr Pferd an das Schreckliche“, empfiehlt Kiki Kaltwasser, Pferdetrainerin aus Bad
Godesberg. Erst konfrontieren Sie das Pferd mit nur einem Luftballon. Lassen Sie es schnuppern, berühren Sie es damit, lassen Sie den Ballon auch mal fallen. Dann binden Sie einen zweiten Ballon dran und zeigen das Bündel dem Pferd, schütteln, rascheln, wedeln und werfen es in die Luft.

„Hat Ihr Pferd seine Scheu vor den Ballons verloren, blasen Sie einen auf und lassen ihn los. Der fegt unkontrolliert davon. Wenn das Pferd sich dabei nicht erschrickt, können Sie problemlos die GHP-Aufgabe aufbauen“, rät Kiki Kaltwasser. Die Hecke simulieren Sie mit zwei Hindernisständern und einer Hindernisstange. Über der Stange hängen zwei Decken, die bis zum Boden reichen.

Hinter die Hecke setzen Sie einen Helfer, der mit einem Luftballon bewaffnet ist. Wenn Sie sich am Boden sicherer fühlen als auf dem Pferd, führen Sie es zunächst vorbei und sitzen erst auf, wenn es ein paarmal ruhig an der Hecke vorbei ging. Beim ersten Durchgang soll der Helfer den Ballon nur hochhalten, so daß das Pferd ihn von weitem sieht. Klappt das, kann er ihn erst sachte hin und her bewegen, später schneller wedeln.

Geht das Pferd ohne zu scheuen vorbei, bindet Ihr Heckenschütze wie bei der GHP fünf bis sechs Luftballons an eine Gerte und läßt sie plötzlich hinter der Hecke vorschießen. Wenn Sie vorher alles Schritt für Schritt übten, dürfte Ihr Pferd jetzt nur kurz zucken. Mit etwas Übung verschwindet auch die letzte Nervosität, und es läuft ruhig und spurtreu weiter.

„Klappt es nicht, lassen Sie Ihr Pferd zu den Luftballons gucken. Da müssen Sie aber ein bißchen experimentieren“, erklärt Kaltwasser. „Manche Pferdetypen gucken der Gefahr lieber ins Auge, andere gucken weg. Wird Ihr Pferd zu unruhig, wenn es die Ballons anschaut, stellen Sie es mit Kopf und Hals in die andere Richtung. Achten Sie aber darauf, daß es an den Luftballons vorbeiläuft und nicht zu weit ausweicht.“

Regt Ihr Pferd sich trotzdem auf, üben Sie an den Luftballons Schenkelweichen. „Dann muß es sich auf seine Füße konzentrieren und starrt nicht nur die Ballons an.“ Klappt das ein paar Mal, können Sie versuchen, es wieder geradeaus vorbei zu reiten. „Am besten bereiten Sie es durch viele Bahnfiguren in neutraler Umgebung vor, so daß es gut an den Hilfen steht und nicht steif aus dem Stall an den Ballons vorbei muß“, rät Kaltwasser. Immer wenn es vor den Luftballons ausweicht, müssen Sie gegenhalten und mit dem Schenkel den Fluchtweg versperren.

In der Gelassenheitsprüfung kommen die Ballons immer von links. Beim Üben sollten Sie Ihr Pferd freilich in beiden Richtungen an der Hecke vorbei reiten. „Geben Sie nicht auf, bevor es nicht manierlich daran vorbei gegangen ist“, warnt Kaltwasser. Erschrickt es, schrauben Sie die Anforderung zurück und hören auf der Schwierigkeitsstufe auf, bei der es gut geklappt hat. Natürlich können Sie die Übungen auch auf mehrere Tage verteilen.

Fürchtet sich Ihr Pferd trotz behutsamer Vorbereitung immer noch vor den bunten Ballons, schicken Sie seinen Kumpel vor. Hinter einem erfahrenen Pferd geht fast jeder Hasenfuß an der Gefahrenquelle vorbei. Er wird beim ersten Mal noch gucken oder tänzeln. Bleibt der Mutige aber gelassen, wird auch der Hasenfuß begreifen, daß hinter der Hecke harmlose Luftballons warten.

Wenn alles klappt, variieren Sie Ort und Aufbau, um die gelernte Gelassenheit zu festigen. Garnieren Sie die Hecke mit andersfarbigen Decken, bauen Sie sie statt auf dem Reitplatz auf der Koppel auf. Sie können Ihren Helfer auch hinter echten Hecken, Haus-Ecken oder Bäumen verstecken. Am besten, Sie üben in alltäglichen Situationen. All dies härtet Ihr Pferd ab – gegen kläffende Hunde auf fremden Turnierplätzen, gegen Kindergewusel im Stall oder Vögel im Wald.

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Bodenarbeit: Freestyle-Festival Senniana

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Intelligenz: Wie clever ist Ihr Pferd? Machen Sie den Test

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