Teil des
CAV Unterscheidungstest 1 Nover

Unterscheidung-Test: Schritt für Schritt erklärt

So forschen Sie mit Ihrem Pferd

Dr. Vivian Gabor erklärt Schritt für Schritt, wie jeder Reiter Unterscheidungstests aus der Forschung mit dem eigenen Pferd nachmachen kann. Erkennt Ihr Pferd das Kreuz-Symbol? Finden Sie es heraus.

Benötigtes Material

- Zwei Din-A-4 große Zettel in Klarsichthüllen: einer ist weiß, der andere bedruckt mit einem Kreuz.
- eine Futterschüssel
- kleingeschnittene Möhren als Belohnung
- einen Block für Notizen

1. Schritt: Auf die Zettel zugehen

Hängen Sie die Zettel im Abstand von etwa 50 cm nebeneinander auf Augenhöhe des Pferds an eine Wand. Platzieren Sie die leere Futterschüssel mittig darunter. Der Futterlohn ist so in Ihrer Tasche, dass Sie ihn schnell zücken können. Markieren Sie sich eine Startlinie vier bis fünf Meter vor der Wand.

Gehen Sie mit dem Pferd dorthin und führen es auf die Zettel zu. Starten Sie mittig und beeinflussen dann die Laufrichtung des Pferds so wenig wie möglich. Der Führstrick bleibt locker. Zögert das Pferd, motivieren Sie es, indem Sie leicht mit nach vorne gehen.

2. Schritt: Berührung belohnen

Pferde untersuchen Neues gerne mit der Nase. Ihr Pferd soll lernen, den Zettel mit dem Kreuz anzustupsen. Berührt es den Zettel mit dem Kreuz, bestätigen Sie es sofort mit einem Lobwort wie „Feeeein“ oder per Clicker und lassen Futter in die Schüssel fallen.

Berührt Ihr Pferd den leeren Zettel, gehen Sie ohne es zu belohnen zurück zum Startpunkt. Notieren Sie für Ihre Statistik die Entscheidung des Pferds.

3. Schritt: Die Übung wiederholen

Absolvieren Sie an einem Übungstag 10 bis 20 Durchgänge. Wichtig: Hängen Sie nach jedem dritten Durchgang die Zettel um. Das Kreuz sollte mal auf der linken und mal auf der rechten Seite sein. Wechseln Sie zudem öfters die Führseite. Sonst verknüpft das Pferd womöglich nicht das Symbol mit einer Belohnung, sondern eine Seite.

Insgesamt sollte das Training nicht länger als eine halbe Stunde dauern. Sonst lassen Konzentration und Motivation der Tiere spürbar nach. Zudem gilt: Trainieren Sie lieber zwei bis drei Mal pro Woche als jeden Tag. „Eine Pause ist wichtig, um das Gelernte abzuspeichern“, meint Dr. Vivian Gabor. Die Aufgaben fürs Köpfchen sind anstrengend fürs Pferd. Deshalb sollte man auch nicht direkt vor oder nach dem Reiten üben.

Praxis-Tipps: Pferde motivieren

Den richtigen Weg weisen: Viele Fehlversuche ohne Belohung sind Motivations-Killer. Geht das Pferd aus Zufall anfangs nie zum richtigen Zettel, dann helfen Sie ihm ruhig. Zeigen Sie einfach auf den Zettel mit dem Kreuz oder weisen Sie mit dem Führstrick in die Richtung.

Nicht mein Tag: Eigentlich hat das Pferd die Aufgabe schon fast gelernt, aber heute hat es plötzlich keine Lust? „Auch Pferde haben mal Tage, an denen sie sich schlecht konzentrieren können“, so Vivian Gabor. Ihr Tipp: Beenden Sie das Training mit einem positiven Erlebnis.

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