Gebisslose Zäume für Pferde im Test

Klare Ansprache

Fein und sicher gebisslos reiten? Dazu sollten Sie wissen, wie gut die Beziehung zu Ihrem Pferd ist. Ausbilderin Sonja Tiehuis zeigt, wie Sie den perfekten Zaum für Ihr Pferd finden.

Zaumart: Bitless Bridle, einst entwickelt von Professor Robert Cook (USA), der Gebisse grundsätzlich ablehnt.

Wirkung: Auf Nase, Backen und Genick (in dieser Reihenfolge). Durch den gekreuzten Kinnriemen wirkt ein Zug des Zügels rechts parallel auf die linke Kopfseite, was dem Pferd ein klares Signal zum Wenden geben soll. Gleichzeitig übt der Zügelzug Druck auf das Genick aus.

Für wen geeignet: Ideal für stärkere oder zähere Pferde, die klare Signale und eine konstante Anlehnung für eine gute Kontrolle brauchen. Da der Zaum beim Nachgeben etwas langsamer reagiert, sollte der Reiter zügelunabhängig sitzen und rechtzeitig Druck nachlassen können.

Nachteile: Der Effekt ist nutzlos, wenn der Reiter mit Dauerdruck reitet oder die Zäumung zu lose verschnallt. Bei falschem Reiten wehren sich die Pferde gegen den Dauerdruck an allen Seiten des Kopfs. Nicht geeignet für sehr sensible Pferde.

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Mit dem Abstreichen der Beine vermittelt Sonja Tiehuis Donald ein besseres Körpergefühl.

Der Braune beherrscht die Freiarbeit aus dem ff, benötigt jedoch manchmal etwas mehr Motivation, damit er so wie hier zum Beispiel weicht.

Durch den gekreuzten Kinnriemen wirkt ein Zug des Zügels rechts gleichzeitig auf die linke Kopfseite. Das ermöglicht eine differenzierte Einwirkung, falls das Pferd auf stur schalten sollte.

08.11.2016
Autor: Cavallo
© CAVALLO
Ausgabe 08/2016