Kältekammer: Winterjacken für Reiter im CAVALLO-Test

Kerbl-Covalliero "Turin"

Waren Sie mit Ihrem Pferd kürzlich im Gelände und haben gefroren? Dann sollten Sie die leichte Übergangsjacke gegen etwas Wärmeres tauschen! CAVALLO hat Winterjacken für Sie getestet.
Foto: Schepp CAVALLO Winterjacken für Reiter - Kerbl-Covalliero "Turin" - Wärmebild

Bei diesem Modell von Kerbl zeigt sich das Problem der vielen Nähte.

Beim Pferd erprobt: „Turin“ von Kerbl sitzt optimal. Wünschenswert wären stabilere und Zeichtgängigere Reißverschlüsse. Unpraktisch ist die Tasche mit Druckknopf am linken Oberarm. Hilfreiches Extra für die dunkle Jahreszeit sind Reflektoren.

Bei Minusgraden ist dieses Modell zu dünn. Unempfindliche Reiter können „Turin“ aber die ganze Reitstunde hindurch tragen.

Im Frost gezittert: Bei Minus zehn Grad künstlicher Kälte bestätigt sich die Vermutung aus dem Sattel: die Tester frieren etwas. Bei diesem Modell von Kerbl zeigt sich das Problem der vielen Nähte: Hier tritt warme Luft aus, besonders am Rücken. Unter den Achseln verliert die Jacke sogar bis zu 18 Grad. Der Halsbereich wärmt sehr gut.

Foto: Lisa Rädlein CAVALLO Winterjacken für Reiter - Kerbl-Covalliero "Turin"

KERBL-COVALLIERO "TURIN"

Material und Verarbeitung: Das Kerbl-Modell besteht aus 100 Prozent Polyester; bei 40 Grad in der Maschine waschbar. Es hapert bei der Atmungsaktivität (siehe Kasten oben links). Das Futter nimmt zwar Feuchtigkeit auf, gibt sie aber nicht wieder ab. Ergebnis: Am Ende der Reitstunde fühlt sich die Jacke innen klamm an. Zum Ende des Tests zieht die Jacke an den Ärmelabschlüssen und am Saum Fäden.

Größe: S bis XL
Preis: rund 80 Euro
www.kerbl.com

Fazit: Das Modell von Kerbl sieht modisch aus, ist aber nicht sehr praktisch: es fehlen Taschen. Die Jacke ist nicht besonders atmungsaktiv, dafür kann der Reiter das Modell bei weniger schweißtreibenden Reitstunden anbehalten.

26.01.2014
Autor: Bérénice Schneider
© CAVALLO
Ausgabe 01/2014