5 Slowfeeder im Praxistest - die Testergebnisse im Detail

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Foto: Lisa Rädlein CAVALLO Slowfeeder im Test

Slowfeeder-Test: Heu Toy

HeuToy, www.udoroeck.de, ca. 130 Euro

Montieren und Füllen: Das Befüllen geht einfach, der Deckel mit den Seilen muss aber sorgfältig geöffnet werden. Das HeuToy soll frei schwingend montiert werden und lässt sich einfach aufhängen. Maximal sollen sieben Kilo hineinpassen – das geht nur mit festem Stopfen.

Slowfeeder-Test: Heu Toy

Material und Qualität: Fester, aber leicht flexibler Kunststoff. Eine Testerin fand die Kanten der Fresslöcher recht scharf. Mehrere Testpferde hinterließen am oberen Rand Knabberspuren (Hersteller bietet Schutz an). Für die Seile gibt es eine Sicherheits-Knotentechnik.

Slowfeeder-Test: Heu Toy

Fressverhalten: Ein Testpferd fraß am ersten Tag gar nicht aus dem Heutoy und entwickelte dann eine Fresstechnik, bei der es das Heutoy in die Luft warf. Das zweite Testpferd war eher desinteressiert. Das dritte fraß zunächst gerne daraus, kam aber bei abnehmender Menge nicht mehr ans kurzfasrige Heu und zeigte Frustverhalten wie scharren und schlagen gegen die Wand. Mit langem, grobem Heu funktionierte das Fressen dagegen frustfrei. Kopf und Hals hielten die Pferde oft schräg.

Fressdauer: Teils fehlten über Nacht nur 1,5 Kilo Heu aus dem locker befüllten Slowfeeder, bei längerem Heu war das mit vier Kilo befüllte Toy morgens ganz leer. Wurde fest gestopft, brauchten die Pferde länger, bei kurzem Heu war das Fressen nochmals deutlich stärker erschwert.

Fazit: Praktische Handhabung. Sehr unterschiedliche Akzeptanz je nach Pferd und Heubeschaffenheit. Grundsätzlich aber eine gute Lösung besonders zur Beschäftigung.

Slowfeeder-Test: Heukörbe "Gala" und "Pegasus"

Heukörbe „Gala“ und „Pegasus“, www.heukorb.com, rund 80 Euro

Füllen und montieren: Durch die große Öffnung leicht zu befüllen. Körbe fassen etwa zehn Kilo Heu. Müssen frei schwingend befestigt werden, lassen sich mit Karabiner leicht aufhängen. Ein Sicherheitsaufhänger für die Gewöhnungsphase ist dabei.

Slowfeeder-Test: Heukörbe "Gala" und "Pegasus"

Material und Qualität: Die Metallspiralen im Inneren wirken stabil. Auch nach längerer Nutzungsdauer keine Schäden am Netz. Pferde mit Hufeisen könnten im Netz hängenbleiben, der Hersteller weist auf diese Gefahr vorbildlich hin.

Slowfeeder-Test: Heukörbe "Gala" und "Pegasus"

Fressverhalten: Bei richtiger Aufhängung gute Fresshöhe. Die Pferde hielten den Kopf beim Fressen häufig schräg. Besonders beim Heukorb Gala (Maschenweite 3 cm) kamen sie zunächst nur schwer an das Heu. Ein Testpferd wendete sich während einer einwöchigen Testphase immer wieder ab und ging schließlich kaum noch an den Korb. „Das ist nicht ungewöhnlich“, sagt Entwicklerin Sigrid Layer. „Uns ist bisher noch kein Pferd bekannt, das nicht nach spätestens vier Wochen fröhlich aus dem Heukorb Gala gefressen hat“, schreibt sie in der Anleitung und weist auf die oft längere Gewöhnung hin. Andere Pferde fraßen gleich aus dem Korb, wirkten beim Fressen aber teils leicht angespannt. Die Testpferde, die über mehrere Monate testeten, kamen mit beiden Körben dagegen sehr gut zurecht.

Fressdauer: Bei einem Testpferd fehlten über Nacht jeweils nur etwa zwei von sieben Kilo – Grund war die geringe Maschenweite und Unlust, an den Korb zu gehen. Fraßen die Testpferde kontinuierlich, war die Fresszeit aber sehr effektiv verlängert.

Fazit: Gewöhnung und Beobachtung nötig, sonst droht Frust. Gute, kniffelige Lösung für Schnellfresser, auch für Gruppen geeignet.

Slowfeeder-Test: Haygain Forager

Forager von Haygain, www.farmstable.de, rund 330 Euro

Montieren und füllen: Zum Befüllen muss das Fressgitter entfernt werden. Das ist etwas fummelig. Der Aufbau war unkompliziert. Fest gestopft fasste der Forager rund sieben Kilo Heu.

Slowfeeder-Test: Haygain Forager

Material und Qualität: Fester Kunststoff, leicht zu reinigen. Die Plastikhaken zur Befestigung des Fressgitters brachen bei beiden Testerinnen sehr schnell ab. Der Hersteller hat die Schwachstelle erkannt und bietet demnächst standardmäßig eine Befestigung über Karabinerhaken. Diese waren robust. Das Fressgitter selbst brach bei beiden Testerinnen ebenfalls in der Mitte. Es entstanden scharfe Kanten. Dies kommt laut Vertreiber „Farm & Stable“ selten vor, kaputte Fressgitter werden kostenfrei ersetzt. Das Produkt sei erst seit einem Jahr auf dem Markt, der Hersteller arbeite an der Verbesserung.

Slowfeeder-Test: Haygain Forager

Fressverhalten: Die Testpferde fraßen sehr gerne und ohne Frustanzeichen aus dem Forager. „Die Pferde zeigen den natürlichen Ausfallschritt beim Fressen und machen einen recht zufriedenen Eindruck“, beobachtet Saskia Dworazik.

Fressdauer: Gegenüber losem Heu deutlich verlängert. Bei einem Testpferd war nach 13 Stunden noch ein kleiner Rest im zuvor voll befüllten Slowfeeder, nach vier Stunden fehlte weniger als die Hälfte. Beim anderen war der abends voll befüllte Slowfeeder jeweils morgens leergefressen.

Fazit: Tolle Lösung auch für langes Fressen. Die Haltbarkeit muss allerdings dringend noch verbessert werden!

Slowfeeder-Test: Kerbl HayBag small

HayBag small (8 kg) von Kerbl, rund 60 Euro, www.kerbl.de

Füllen und montieren: Leicht zu befüllen. Statt 8 passten aber nur 5,5 Kilo hinein. Frei schwingend oder an der Wand aufzuhängen.

Material und Qualität: Weicher Kunststoff, zahnfreundlich. Minuspunkt: Das Material roch anfangs stark nach Plastik. Durch die geschlossene Form wenig Staubentwicklung.

Slowfeeder-Test: Kerbl HayBag small

Fressverhalten: Teils schiefe Haltung, um aus den Löchern (seitlich/unten) und der oberen Öffnung zu fressen. „Nicht ideal, immerhin variieren aber die Haltungen“, so Dworazik.

Fressdauer: Fraß ein Testpferd bei randvollem HayBag länger von oben heraus, war er in 2,5 Stunden fast halb leer. Andernfalls war der Sack nach fünf Stunden noch mehr als halb voll.

Fazit: Flexibel aufhängbare Lösung, eher einfaches Fressen. Auch gut für unterwegs.

Slowfeeder-Test: Heukiste Anti Allerg/Fix Plus Fichte

Heukiste Anti Allerg/Fix Plus Fichte, www.heufresser.com, ca. 320/160 Euro

Füllen und montieren: Vormontiert geliefert, schnell befüllt. Das Fressgitter wird seitlich eingeschoben und mit Metallstäben fixiert. Die Kiste fasste ca. acht Kilo. Beim Modell „Anti Allerg“ fällt Staub unten in eine praktische Schublade.

Material und Qualtität: Robuste Qualität. An den Metallstäben lockerten sich teils die Schrauben und mussten nachgezogen werden, die Stäbe verbogen sich. Sicherungsmuttern können helfen, der Hersteller berät. Die Fressplatte war stabil.

Slowfeeder-Test: Heukiste Anti Allerg/Fix Plus Fichte

Fressdauer: Deutlich länger als bei losem Heu. Die Kiste reichte meist über Nacht.

Fressverhalten: Gute, tiefe Kopf-Hals-Haltung, natürlicher Ausfallschritt. Teils tolle Akzeptanz, teils zunächst Desinteresse.

Fazit: Wenn das Pferd die Kiste akzeptiert, sehr gute und gesunde Lösung.
Mehr zu dieser Fotostrecke: Langsam fressen: Slowfeeder im Test
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