Pferdehänger ziehen: So finden Reiter das richtige Zugfahrzeug

Zugfahrzeug für Turnierreiter mit Stil

Mit dem richtigen Auto kommen Reiter und Pferd sicher ans Ziel. Doch welches Zugfahrzeug passt zu Ihnen? CAVALLO stellt die drei wichtigsten Reiter- und damit Fahrer-Typen vor, damit Sie Ihr Traumauto finden.
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Foto: Lisa Rädlein Zugfahrzeuge Reiterauto - Reiter und Pferd

Mit dem richtigen Auto kommen Pferd und Reiter entspannt ans Ziel.

So ist das auch mit anderen technischen Spielereien: Diese dürfen an Bord, aber nur, wenn sie tatsächlich mehr Komfort bieten, leicht zu bedienen sind und die Sicherheit erhöhen wie ein Navigationsgerät mit extragroßem Display, Abstandsradar oder die obligatorische Klimaautomatik. Stilvoll sollte das Auto des Sportreiters dennoch sein. Man will schließlich nicht nur im Sattel eine gute Figur machen, sondern auch am Steuer. Zumal es beim Dressurturnier oft um einiges schicker zugeht als auf dem Parkplatz des örtlichen Discounters: Die Pferde sind sauber eingeflochten, die Hufe ebenso auf Hochglanz poliert wie die Lederreitstiefel. Da darf am Auto ruhig Chrom blitzen.

Solch luxuriöse Wagen haben als Zugfahrzeuge aber auch ganz praktische Vorzüge. Ihr Leergewicht ist vergleichsweise hoch. Das ist die beste Voraussetzung, um schwere Anhänger zu ziehen. Bei einer maximalen Zuglast von oftmals mehr als drei Tonnen kommen zwei Warmblüter sicher ans Ziel. Große Außenabmessungen bieten den Passagieren zudem viel Platz auf den Sitzplätzen. Gleichzeitig hilft ein langer Radstand beim Zugfahrzeug, den Zug stabil zu halten. Das Gespann kommt nicht so schnell ins Schlingern und fährt insgesamt ruhiger. Das freut die Pferde, die komfortabler im Trailer reisen.

Ein weiterer Vorteil großer Autos: Große SUVs bieten meist einen besseren Rundumblick als ihre kleinen Kollegen oder Kombis. Das erleichtert das Rangieren mit dem Anhänger auf Turnierplätzen und hilft auch, vorausschauend zu fahren. Sein Zugfahrzeug findet der ambitionierte Turnierreiter unter den großen Oberklasse-Kombis wie der Mercedes R-Klasse oder bei den mächtigen SUVs wie dem Porsche Cayenne oder dem Volvo XC90. Mit diesen Fahrzeugen dürfte es auch nicht am gewünschten Komfort fehlen. Schließlich sind es immer solche Fahrzeuge, die als erstes von neuen technischen Spielereien profitieren.

Obendrein bieten SUVs und Oberklasse-Kombis mit Allradantrieb einen weiteren Vorteil: Sie ziehen den Pferdeanhänger zuverlässig über unsicheres Geläuf. Parkmanöver auf glitischigen Wiesen sind für sie kein Problem, wenn alle vier Räder und ein großer Motor gekonnt zusammenspielen. Auch im Winter hat der Sportreiter so leichtes Spiel, wenn es darum geht, den schweren Anhänger vom Fleck und zum nächsten Reitkurs zu bewegen.

Neben dem Allradantrieb schätzt der ambitionierte Sportreiter noch ein weiteres technisches Detail in den Oberklasse-Gefährten: Die Motoren sind meist schon im Basismodell bärenstark. Das hilft besonders bei Steigungen. Zudem verbraucht ein unangestrengter Motor tendenziell weniger Sprit als eine kleine Maschine, die mit dem schweren Trailer ständig am Limit läuft und einen kleineren Gang verlangt.

12.04.2012
Autor: Markus Bauer
© CAVALLO
Ausgabe 09/2011