Reitkissen im Drucktest

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Foto: Rädlein CAVALLO Reitpads - Barebackpads im Test

Reitpads im Test

Reitpads können den Sitz verderben und drücken zum Teil massiv auf den Pferderücken. Welche Modelle taugen was? CAVALLO macht den Test. Unter die Pads wird eine Messmatte gelegt. Diese enthält 256 druckempfindliche Sensoren. Die integrierte Elektronik erfasst die Druckwerte und übermittelt sie über Funk an den Computer. Hier wird das Druckbild farbig dargestellt: Weiß heißt kein Druck, Blau wenig Druck und Rot viel Druck.

Reitpads im Test

Wie sich der Druck verteilt, hängt auch vom Sitz des Reiters ab. Sitzt er ausbalanciert, verteilt sich das Reitergewicht gleichmäßig auf Gesäß und Oberschenkel. Die Beine geben Stabilität, ohne zu klemmen. Einige Pads verschlechtern allerdings den Sitz – im Vergleich zum Reiten auf dem blanken Pferderücken. Hier das Druckbild beim Reiten ohne Pad.

Reitpads im Test

Bare-Back-Pad „Air Mesh“, Marke Loesdau: Im Bereich der Wirbelsäule wurde großflächiger und teilweise sehr starker Druck gemessen. Das Reitergewicht verteilte sich weniger gleichmäßig auf Oberschenkel und Po, sondern lastete vor allem unter dem Gesäß. Die Belastung durch die Schenkel war außerdem teilweise ungleich verteilt.

Reitpads im Test

Lammfellpad „Macon”, Marke: Freedom Riding Articles (F.R.A.): Das Pad verteilte den Druck verhältnismäßig großflächig. Die Werte variierten je nach Reitersitz: Eine Reiterin saß sehr aufrecht, was den hinteren Bereich des Pads deutlich entlastete. Bei der anderen Reiterin kam hier etwas mehr Druck auf die Wirbelsäule.

Reitpads im Test

Filzsattel „Klassik“ Marke Filzsattel: Die Wirbelsäule des Pferds war sehr deutlich entlastet, blieb sie aber nicht völlig frei von Druck. Das Reitergewicht verteilte sich gut und lastete nicht nur unter dem Gesäß. Die Oberschenkel zeichneten sich bei beiden Reiterinnen symmetrisch auf dem Druckbild ab. Das deutet darauf hin, dass die Reiterinnen ausbalanciert auf dem Pad saßen.

Reitpads im Test

Bareback-Pad Marke:Parelli: Die Druckbelastung der Wirbelsäule im hinteren Bereich war deutlich ausgeprägt und an einzelnen Punkten sehr stark. Bei beiden Reiterinnen war der rechte Oberschenkel schlechter auf dem Druckbild zu erkennen. Das deutet darauf hin, dass die Reiterinnen schief saßen.

Reitpads im Test

Reitpad „Spezial“ Marke Seilerei Brockkamp (= BK): Der Schwerpunkt war bei beiden Reiterinnen nach hinten verschoben, dadurch verstärkte sich im hinteren Bereich der Druck auf die Wirbelsäule. Grund könnte sein, dass die Reiterinnen auf diesem Pad zu weit hinten saßen oder einen Rundrücken machten. Dadurch verteilte sich das Gewicht weniger auf die Oberschenkel und lastete stärker auf der Wirbelsäule des Pferds.
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