Profi-Tipps für die Grundausbildung beim Reitpferd

Fazit

Die vorgestellten Pferde entsprechen dem Durchschnitt in deutschen Reitställen. „Einiges könnte besser sein, aber es gibt auch viel Schlimmeres“, meint Dr. Gerd Heuschmann. Michael Putz wird deshalb weiter gegen das Primat „Hauptsache, die Rübe ist unten“ kämpfen.
Foto: Rädlein Grundausbildung

Hohe, weiche Hände bringen das Pferd zum Nachgeben und zeigen ihm den Weg in die Tiefe.

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„Man muss den Leuten zeigen, dass Pferden mit tiefem Hals und aufgewölbtem Rücken alles viel leichter fällt“, sagt er und fordert seine Kollegen auf, darauf stärker zu achten.

Reelle Ausbildung ist noch lange keine Selbstverständlichkeit. Nur Nadja zeigte unter ihrer ständigen Reiterin Dehnungsbereitschaft und weiche Übergänge. Trotz Versammlungsproblemen ist die Stute auf dem richtigen Weg. „Wenn alle Pferde in Deutschland so ihren Reiter tragen könnten, hätten wir keine Probleme“, stellt Michael Putz klar.

Eine solide Grundausbildung lohnt sich. Bolivar M beweist, dass Pferde nicht vergessen, was sie einmal gelernt haben. Bekommen sie die richtigen Signale, kommt selbst nach jahrelangem falschen Reiten plötzlich längst verschütt geglaubtes Können wieder zum Vorschein.

Schummeln in der Ausbildung lohnt sich dagegen nicht. Verheimlichen kann man Schluderei und Pfusch zwar vor sich selbst, wohlmeinenden Reiterkollegen und blinden Richtern, aber nicht vor kritischen Experten. Die decken schonungslos auf, was der Reiter hätte besser machen müssen.

24.06.2009
Autor: Melanie Tschöpe
© CAVALLO
Ausgabe 09/2008