Teil des
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Wie viel dürfen Pferde fressen? CAVALLO Pferde-Experten antworten

Ist Ihr Pferd ein Vielfraß?

Sie lieben Bananen, verschmähen Zucker oder futtern zu viel: Die Pferde der CAVALLO-Experten haben ganz unterschiedliche Geschmäcker. CAVALLO Pferde-Experten verraten, was ihre Pferde am liebsten fressen.

Zum Artikel: Futter für Pferde richtig berechnen

Müsli mit Karotte

Stromboli ist mit 1,78 Metern Stockmaß sehr groß und nicht besonders schwerfuttrig. Aber man muss darauf achten, dass er genügend Futter bekommt, damit er nicht zu schlank wird. Er ist nicht besonders mäkelig, aber auch kein begeisterter Fresser. Sein Kraftfutter, ein Hafer-Müsli-Gemisch, verteilt sich auf vier Portionen pro Tag. Heu bekommt er drei Mal täglich. Stromboli liebt es, wenn man ihm unter das Kraftfutter Karotten oder Äpfel mischt, auch in getrockneter Form. Trotz aller Leckerbissen in der Krippe lässt er sein Futter aber gerne zwischendurch stehen, um sich mit mir zu „unterhalten“.

Dr. Christine Aurich, Tierärztin

Dick und glücklich

Ich habe meine Pferde verzogen. Sie kruschteln in meinen Taschen nach Leckerlis. Da bin ich selbst schuld, sie vespern genauso gern wie ich. Dafür sind es freilaufende, glückliche Pferde mit zu dickem Bauch. Das macht eine Sattelanpassung natürlich schwieriger.

Anemome Lamparter, Sattlerin

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Rund ums Pferd

Sauer statt süß

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Rädlein

Füttern ist eine wenig individuelle Angelegenheit. Es gibt meiner Erfahrung nach kaum spezielle Vorlieben. Die meisten Pferde haben denselben Geschmack. Sie mögen gerne säuerliche Dinge wie Äpfel. Süß kommt dagegen nicht besonders gut an. Ich kannte etliche Pferde, die sich ihr Lebtag nicht an Zucker gewöhnt haben. Warum die meisten trotzdem Zucker und Melasse fressen, hat einen Grund: Sie werden von der Jugend an daran gewöhnt. Für Pferde, die keinen Menschenkontakt haben, ist Süßes meist uninteressant. Grundsätzlich können wir Menschen alle Tiere in einem gewissen Rahmen an unphysiologisches Futter gewöhnen. Das liegt daran, dass Tiere anpassungsfähig sein müssen, um zu überleben. Der Geschmack dient lediglich dazu, zwischen verträglich und gefährlich zu unterscheiden. Das ist positiv, wenn Pferde etwa nach einer schweren Krankheit aufgefüttert werden müssen.

Eberhard Weiß, Ausbilder

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Vielfraß

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Springfeldt

Mein Shetty Robin ist ein Vielfraß. Da ich selbst eine Naschkatze bin, kann ich das gut verstehen. Auf die Weide darf er ohne Fressbremse, weil die den Sozialkontakt stark einschränkt. Wir stecken täglich die Weide neu ab, um die Grasaufnahme besser einzuteilen.

Heidrun Hafen

In der Form

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Arturo Rivas

Meine Pferde sind Vielfraße, geraten aber auch bei viel Raufutter nicht aus der Form. Die Verfressenheit reicht nicht aus, um kritiklos Medizin zu fressen. Da hilft am Ende nur, sie in Wasser aufzulösen und ins Maul zu spritzen.

Dr. Daniela Danckert, Tierärztin

Vielfraß überlebt

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Rädlein

In der Natur fressen Pferde, um zu überleben. Möglichst viel fressen heißt, möglichst gut überleben. Das gilt vor allem in kargen Regionen. Der Vielfraß hat in der Natur einen Überlebensvorteil. Für das Hauspferd wird das oft zum Problem. Wenn die Gier nach Futter Verhaltensprobleme macht, gibt es nur einen Weg: an der Rangordnung arbeiten. Der Ranghöhere kontrolliert den Zugang zum Fressen. In der Box hilft ein Heunetz, mit dem man das Fressen einschränkt.

Barry Thomas

Liebt Bananen

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Lisa Rädlein
Pferd begrüßen Erziehung Verhalten

Mein Friese Ymte liebt Bananen, die er ein bis zwei Mal pro Woche bekommt. Dafür würde er sonst was tun. Er benötigt Berge von Raufutter – vorzugsweise Heu. Am Tag mümmelt er locker zehn Kilogramm weg. Wenn er regelmäßig bewegt wird, legt er dabei nicht an Gewicht zu. Zudem bekommt er Hafer und eiweißarmes Müsli. Unter Stress verliert er schnell an Gewicht, zum Beispiel wenn wir wegfahren.

Frauke Behrens, Sitzexpertin

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Haufenweise Heu

Unsere Fütterung basiert vor allem auf Heu. Die Pferde fressen deutlich mehr Heu als die Mindestmenge von 1,5 Kilo pro 100 Kilo Körpergewicht. Mein Pony Dobllino beispielsweise wiegt rund 450 Kilo und frisst derzeit 11 Kilo Heu – fast das Doppelte der empfohlenen Mindestration. Wir betreiben großen Aufwand mit engmaschigen Heunetzen und verteilen vier Portionen pro Tag. Der kleine Dobllino hat bei der Fütterung im Offenstall die großen Pferde voll im Griff. Sie überlassen dem Chef diskussionslos das erste Netz.

Katharina Moeller, Trainierin

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