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Pferdeflege: Wie putzen Sie Ihr Pferd? CAVALLO Pferde-Experten antworten

Sind Sie als Reiter ein Putzmuffel?

Schnelle Katzenwäsche oder ein ausgiebiges Wellness-Programm? CAVALLO-Experten erklären, wie sie die Pferdeflege handhaben.

Artikel zur Pferdepflege:

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Pferdehaltung

Zum Kennenlernen

CAV Wolfgang Marlie
Rädlein

Wenn es darum geht, ein Pferd vor dem Reiten sauber zu machen, beschränke ich mich meistens auf Sattel- und Gurtlage. Generell _ finde ich aber, dass liebevolles Putzen sehr wichtig ist, weil es intensive Zuwendung bedeutet. Das können sogar Pferde genießen, die scheinbar nicht gern angefasst werden. Ich lasse sie dafür auf einem eingezäunten Zirkel frei und probiere aus, wo sie sich gern streicheln lassen. Das Pferd hat so immer die Möglichkeit wegzugehen. Habe ich eine Stelle gefunden, an der es Berührung so genießt, dass es ohne Strick und Halfter bei mir bleibt, gehe ich sanft zum Putzen über.

Wolfgang Marlie, Reitlehrer

Putzen als Massage

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privat

Durch meine Pferdehaarallergie fällt das Putzen eher kurz aus, besonders während des Fellwechsels. In dieser Zeit unterstützen mich Freunde, Schüler oder Praktikanten. Gerne baue ich Massagen und Akupressur mit ein. Zum Reiten muss das Pferd richtig sauber sein.

Sybille Wiemer, Trainerin

Zeit ist Glück

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Lisa Rädlein
Pferd begrüßen Erziehung Verhalten

Ich putze meine Pferde immer selbst – wenn auch super schnell. Diese Art der Kontaktaufnahme finde ich wichtig. Man sieht, wie das Pferd drauf ist. Ich finde auch, dass man eine wirkliche Partnerschaft nur aufbauen kann, wenn man dem anderen – sei es Mensch oder Tier – wirklich Zeit widmet. Das ist in unserer schnelllebigen Zeit oft schwer. Es gibt eine ostasiatische Sitte, bei der es um „Akai Ito“, den roten Faden im Leben geht. Die Asiaten sind der Meinung, dass es nichts Wertvolleres gibt, als dem anderen eine Stunde seiner Zeit zu schenken. Eine Stunde, in der man sein eigenes Glück zurückstellt und einen anderen glücklich macht. Sinnbildlich verschenken sie eine Münze, die ein Loch in der Mitte hat. Sie binden dann für jede Stunde Glück, die sie verschenken wollen, einen roten Faden hinein. Ich finde das schön und versuche auch meinen Pferden eine Stunde Glück zu schenken.

Elke Wedig, Ausbilderin

CAV Unfall Pannen Fehler Lernen Ausbildung - Babette Teschen
Lisa Rädlein

Da muss ich mich zu den Putzmuffeln gesellen. Vor der Bodenarbeit kratze ich nur die Hufe aus, vor dem Reiten reicht eine kurze Katzenwäsche in Sattel- und Gurtlage. Dafür habe ich Zeit zum Kuscheln. Dass ich dann mal schwarze Hände bekomme, ist mir egal.

Babette Teschen, Ausbilderin

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Ein Launen-Check

Putzen gehört für mich genauso zum Reiten wie Satteln. Da meine eigenen Pferde und die Berittpferde täglich auf die Koppeln gehen, wälzen sie sich und kommen paniert zurück. Beim Putzen checke ich mein Pferd gleich auf Verletzungen und merke, wie das Pferd an diesem Tag aufgelegt ist. Dieses Wissen kann ich direkt in meine Arbeit einbeziehen. Manche Pferde genießen Putzen sehr und andere mögen es weniger. Darauf gehe ich ein. Bei sommerlichen Temperaturen dusche ich die Pferde nach der Arbeit mit klarem Wasser ab, damit das Fell nicht verklebt. Nach dem Putzen freue ich mich über ein sauberes Pferd.

Andreas Frey

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Sauberer Einstich

In meiner Zeit als Turnierreiter habe ich mich gerne lange mit meinen Pferden beschäftigt und intensiv geputzt. Heute reite ich nur noch selten. Meistens handelt es sich dann um Patientenpferde. Ich steige in den Sattel, um Lahmheiten zu fühlen und genauere Diagnosen erstellen zu können. Ansonsten verbringe ich mehr Zeit mit dem Reinigen von Injektionsstellen als mit dem Putzen des ganzen Pferds.

Dr. Rüdiger Brems, Tierarzt

Wälzen als Wellness

CAV Uta Gräf Dressur Xenophon Zylinder
Xenophon e.V.

Putzen ist bei uns nicht erste Priorität. Unsere Pferde verbringen viel Zeit auf Weiden und Paddocks. Dort machen sie sich natürlich ordentlich dreckig. Der rote Sand setzt sich im Fell fest. Weil wir unsere Zeit lieber damit verbringen, den Pferden so viel Bewegung wie möglich zu verschaffen, werden sie nicht auf Hochglanz gewienert. Vor dem Reiten reinigen wir sehr gründlich Sattellage und Beine. Ein paar Schlammbrocken in Mähne und Schweif oder eine staubige Kruppe stören uns nicht. Häufig dient das Putzen auch dazu, dem Pferd durch die Bürstenmassage etwas Gutes zu tun. Unsere Pferde können sich auf der Weide wälzen und mit den Herdenkumpels Fellpflege betreiben. Sie brauchen keinen menschlichen Ersatz für fehlende Sozialkontakte.

Uta Gräf, Dressurreiterin

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Teil des Trainings

Für mich ist Putzen schon Teil des Trainings, weil die Massage aufwärmt. Nebenher dehne ich erste Muskelpartien. Meinem Hengst flechte ich die Mähne ein, damit ich beim Reiten keine Haare rausreiße.

Angelika Graf, Ausbilderin

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