Test Heulage Thomas Hartig

Test: Was taugt Heulage als Pferdefutter?

Test: Was taugt Heulage als Pferdefutter? Heulage im Test

Der Gärprozess macht Keimen und Bakterien den Garaus – oder? Wir lassen sechs Heulage-Proben im Labor genauer untersuchen.

Sauer macht lustig? Nicht immer: Viele Pferdebesitzer reagieren ablehnend, wenn es darum geht, ihrem Pferd milchsauer konserviertes Raufutter wie Heulage vorzusetzen. Dabei kann das eingeschweißte Futter durchaus eine Alternative zur Heufütterung sein. Etwa, wenn gutes Heu kaum zu bekommen ist, das Pferd Atemwegsprobleme hat oder mäkelig frisst.

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Gegorenes Futter Wie gut ist Heulage als Pferdefutter geeignet?
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Doch wie überzeugend ist die Qualität? Stoppt der Gärprozess wie gewünscht Keime, oder lauern doch Schimmel und Bakterien? Und wieviel Rohfaser, Zucker und Energie steckt drin? Wir haben sechs Produkte auf Keim- und Nährstoffgehalt getestet.

Gärqualität

Sauer macht haltbar. Wird Grünfutter angetrocknet und danach luftdicht verpackt, machen sich bei einem funktionierenden Gärprozess Milchsäurebakterien ans Werk und wandeln pflanzliche Kohlenhydrate in Säuren um. Dadurch senkt sich der pH-Wert ab, wird sauer und das Futter auf diese Weise haltbar – ähnlich wie bei Sauerkraut.

Siliertes Raufutter für Pferde wird entweder als Silage oder Heulage bezeichnet. Der Unterschied ist vor allem der Trockenmasse-Anteil: Bei Silage liegt er bei etwa 35 bis 55 Prozent. Heulage ist mit etwa 50 bis 70 Prozent trockener. "In der Praxis ist der Trockenmasse-Anteil oft sogar noch höher, was dazu führen kann, dass kaum mehr ein Gärprozess stattfindet. Das ist dann eher eingepacktes Heu als Heulage", erklärt Annika Nüsken. Sie ist bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LUFA NRW), die den Test für uns durchführte, für Futtermitteluntersuchungen zuständig.

Test Heulage
Thomas Hartig
Ist der pHWert nicht sauer genug, vermehren sich nach dem Öffnen schnell Hefen.

Zu trockene Heulagen können nacherwärmen: Da der pH-Wert sich bei geringem Wassergehalt weniger absenkt, vermehren sich unerwünschte Hefen schneller, wenn der Ballen einmal geöffnet ist und wieder Sauerstoff ans Produkt kommt.

In unserem Test war beides vorhanden: "Proben, die mit mehr Wasser und saurem pH-Wert eher in Richtung Silage gehen, und Proben, die eher in Richtung eingepacktes Heu gehen", so Annika Nüsken. Verkauft wurden die Produkte als "Heulage" bzw. als mittels Milchsäuregärung konserviertes Raufutter (Boxgrass).

Nur "HorseHage High fibre" wird als "Pferdesilage" bezeichnet. Aufgrund der Herstellung entspricht es aber laut Firma einer Heulage.

Haltbarkeit teils fragwürdig: Um die Gärqualität festzustellen, untersuchte die LUFA die Proben unter anderem auf unerwünschte Säuren wie Buttersäure – hier schnitten alle Proben gut ab.

Wichtig ist außerdem der pH-Wert im Verhältnis zum Trockenmasse-Anteil: Bei einem Trockenmassegehalt über 45 Prozent wie bei fast allen getesteten Heulagen sollte der pH-Wert unter sechs liegen – ansonsten weist das auf nicht ausreichende Durchsäuerung und hohe Verderb-Anfälligkeit hin.

Eine Probe überschritt diesen Wert, zwei lagen im Bereich mäßiger Gärqualität. "Insgesamt war der Silierverlauf bei den Proben trotz hoher Trockenmassegehalte aber überraschend gut", urteilt tierärztliche Ernährungsberaterin Dr. Anne Mößeler.

Saure pH-Werte sieht sie als für den Pferdemagen im Normalfall unproblematisch und Heulage als Alternative zu Heu. Nur bei Pferden, die bereits Magengeschwüre haben, rät sie zur Vorsicht.

Keimgehalt

Genießbar? Das zeigt der Gehalt an verderbanzeigenden Bakterien, Pilzen und Hefen. Sie können auf Fehlgärungen, Verunreinigungen oder eine beschädigte Verpackung hinweisen.

Für alle Keimgruppen gibt es Orientierungswerte, die für bestimmte Futtermittel bei normaler Beschaffenheit und Unverdorbenheit noch vertretbar sind. Für unseren Test wurden die Orientierungswerte für Grassilage herangezogen, denn verbindliche Werte für Heulage gibt es derzeit nicht.

Test Heulage
Thomas Hartig
Beim Anteil der Rohfaser konnten die meisten Proben punkten.

Hygienisch einwandfrei: Bei fünf von sechs Proben gab es keinen Hinweis auf mikrobiellen Verderb. Nur die von der LUFA geprüfte Stichprobe von HorseHage enthielt etwas zu viele verderbanzeigende Bakterien und Schimmelpilze. Nach EU-Bewertungsschlüssel war die Qualität geringgradig herabgesetzt.

"Das Ergebnis entspricht Keimzahlstufe 2, ab Stufe drei sollte ein solches Futter an Pferde nicht mehr verfüttert werden", so Annika Nüsken. Der Hersteller erklärt: "Der beprobte Sack wurde laut unseren Protokollen im Jahr 2019 produziert. Ab Ende Juli des jeweiligen Jahres wird nur neujährige Ware an unsere Händler geliefert, um gerade Überlagerung zu vermeiden."

Der CAVALLO-Test zeige jedoch, dass auch Ware aus dem Vorjahr in einem sehr akzeptablen Bereich liege und durchaus verfüttert werden könne.

Schimmel ist manchmal sichtbar: So waren auch bei unserem Probeballen von HorseHage weiße Stellen zu erkennen. Für die Probe entnahmen wir Material an diesen und an unauffälligen Stellen. In der Praxis empfiehlt Annika Nüsken, auffällige Stellen an den äußeren Schichten großzügig zu entfernen. "Der innere Teil kann noch völlig okay sein", so die Expertin.

Nährstoffe

Rationen richtig berechnen: Wichtig für eine optimale Rationsberechnung bei Heulage als Heuersatz ist die Trockensubstanz. Um mögliche Abweichungen von den Herstellerangaben auszuschließen, lohnt sich eine Futteranalyse.

Auch die umsetzbare Energie gilt es zu berücksichtigen, da Heulage energiereicher sein kann als Heu. "Fast alle getesteten Proben haben einen recht hohen Energiegehalt, so dass ich sie Pferden mit geringem Leistungspensum nicht zur freien Verfügung füttern würde", so Fütterungsexpertin Dr. Mößeler.

Viel Rohfaser: Wie gut nimmt es die Heulage in Sachen Rohfaser mit Heu auf? Die meisten Proben konnten punkten: Spitzenreiter war die Probe von Luckylage mit 34,2 Prozent Rohfaser in der Trockenmasse (Orientierungswert für Heu: 30 bis 33 Prozent). "Das weist auf einen späten Schnitt hin", so Dr. Mößeler.

Mit hohem Zuckergehalt fiel die Probe von Nature Green auf (15,1 Prozent in der TS). "Das ist der Trockenheit und der züchterischen Entwicklung der Gräser geschuldet", begründet Firmenchef Jakob Hölzle. Tatsächlich lagen auch weitere Proben beim Zucker über dem Optimum.

So wird getestet

Zum Test schickten wir Proben der verschiedenen Heulage-Produkte per Express an die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LUFA NRW).

Test Heulage
LUFA NRW
So wird getestet

Hier wurde die Gärqualität überprüft. Neben dem pH-Wert werden dazu der Gehalt an Milch-, Essig- und Buttersäure sowie Ammoniakstickstoff bestimmt.

Für die Nährstoffanalyse wurde die Prüfung mittels Nah-Infrarot-Spektroskopie (NIRS) gewählt. Um den Gehalt an Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen zu prüfen, wurden die Proben auf unterschiedlichen Nährmedien angesetzt und anschließend im Brutschrank bebrütet. Danach wurde ausgezählt, wie viele Keime sich gebildet haben.

Verderb erkennen

Wenn Wasser und Sauerstoff aufeinandertreffen, können Schimmel, Hefen und Bakterien gedeihen. Nicht immer kommen Heulage-Ballen unbeschädigt an, prüfen Sie darum vor dem Öffnen die Verpackung.

Achten Sie bei der Lagerung, die auch im Freien möglich ist, auf Schutz vor Tieren (z. B. Netz zur Abdeckung) und spitzen Steinchen oder Ähnlichem. Prüfen Sie außerdem Optik und Geruch: Gute Silage riecht angenehm sauer, nicht beißend (Hinweis auf hohen Buttersäuregehalt).

Ist der Griff matschig oder sehr feucht, kann das an Schimmel liegen. Achten Sie auf verfärbte dunkle oder helle Stellen. Auch Verunreinigungen (Erde, Aas) sind Alarmzeichen.

Test Heulage
Thomas Hartig
Verderb erkennen

Das sind die Testergebnisse:

So haben die Stichproben der jeweiligen Produkte im Labortest abgeschnitten:

Boxgrass

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Boxgrass

Spät geschnittenes Gras mit geringem Weidelgras-Anteil, Preis: 9,52 Euro/25 kg
www.boxgrass.de

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Boxgrass

Gärqualität: Hoher Trockenmasse-Anteil (75,4 %), eher hoher pH-Wert (5,4). Deutet zusamen mit nicht nachweisbarem Gehalt an Milchsäure auf mäßige Gärqualität hin. Entspricht eher verpacktem Heu – Konservierung also durch Luftabschluss. Geöffnet daher schnell verbrauchen.

Keimgehalt: Verderbanzeigende Bakterien (Bacillus, Micrococcus und Staphylococcus): 15 000 Koloniebildende Einheiten/Gramm (KBE/g); Orientierungswert für Grassilage: 200 000 KBE/g. Hefen und Schimmelpilze nicht nachgewiesen. Kein Hinweis auf mikrobiellen Verderb.

Nährstoffe: In der Trockenmasse: Rohprotein 9,3 % (verdauliches Rohprotein: 5,8 %), Rohfett 1,9 %, Rohfaser 30,7 %, Zucker 10,4 %, Fruktan 4 %, umsetzbare Energie 7,37 MJ/kg.

In der Stichprobe recht energie- und zuckerhaltig, dafür mit Abstand am wenigsten Fruktangehalt (4 %). Mittlerer Protein- und Rohfasergehalt.

Fazit: Der Name ist hier Programm: Gras bzw. Heu in der Box, von hygienischer Qualität und recht hohem Energiegehalt. Wenig sauer konserviert, daher kurze Haltbarkeit nach dem Öffnen.

Nature Green

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Thomas Hartig
Nature Green

Heulage aus Ackergras, hoher Hygienestandard, keine Pestizide, Preis: 19,90 Euro/35 kg
www.naturegreen.de

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Nature Green

Gärqualität: Hoher Trockenmasseanteil (72,1 %), zu hoher pH-Wert über sechs (6,5). Geringer Milchsäuregehalt, unerwünschte Buttersäure nicht nachweisbar. Aufgrund des hohen pH-Werts anfällig für Verderb. Dieser liegt laut Hersteller normalerweise unter sechs. Geöffnet schnell verbrauchen.

Keimgehalt: Bakterien: 5000 KBE/g produkttypische Bakerien, 5000 KBE/g verderbanzeigende Bakterien (Bacillus, Micrococcus und Staphylococcus). Aufgrund der geringen Keimzahl kein Hinweis auf Verderb, Hefen und Schimmelpilze nicht nachgewiesen.

Nährstoffe: In der Trockenmasse: Rohprotein 8,6 % (verdauliches Rohprotein: 5,2 %), Rohfett 2,2 %, Rohfaser 25,4 %, Zucker 15,1 %, Fruktan 7 %, umsetzbare Energie 8,13 MJ/kg.

In der Stichprobe das energiereichste Produkt mit dem höchsten Zuckergehalt. Laut Hersteller Jakob Hölzle liegt der Rohfasergehalt üblicherweise höher, zwischen 28 und 31 Prozent. Zucker sollte beim Kraftfutter eingespart werden.

Fazit: Auch hier bekommt der Verbraucher eher verpacktes Heu als Heulage. Die hygienische Qualität stimmte, das Produkt muss jedoch schnell verbraucht werden. Aufgrund des hohen Energiegehalts eher für Pferde mit höherem Leistungspensum oder entsprechend ergänzt geeignet.

HorseHage High fibre

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HorseHage High fibre

Weidelgräser-Mischung, später Schnitt, rohfaserreich, energiearm, Preis: rund 13 Euro/22 kg
www.horsehage.de

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HorseHage High fibre

Gärqualität: Trockenmasseanteil mit 47,9 % eher gering (Pferdesilage typischerweise 35 bis 55 %, Heulage 50 bis 80 %). pH-Wert mit 4,6 sauer. Milchsäure und Essigsäure nachweisbar, Buttersäure nicht nachgewiesen. Gute Gärqualität.

Keimgehalt: Verderbanzeigende Bakterien (Bacillus, Micrococcus und Staphylococcus): 230 000 KBE/g, Orientierungswert für Grassilage: 200 000 KBE/g. Schimmelpilze 22 000 KBE/g, Orientierungswert für Grassilage 5000 KBE/g. Qualität in beiden Kategorien geringgradig herabgesetzt.

Nährstoffe: In der Trockenmasse: Rohprotein 7,7 % (verdauliches Rohprotein: 4,3 %), Rohfett 0,9 %, Rohfaser 30,6 %, Zucker 13,9 %, Fruktan 8,2 %, umsetzbare Energie 6,92 MJ/kg.

Wie beworben in der Stichprobe relativ energiearm, wenig Fettgehalt. Jedoch hohe Werte bei Zucker und Fruktan. Beim Rohfasergehalt im Mittelfeld.

Fazit: Der beprobte Ballen aus 2019 überzeugt mit durch Bakterien und Lagerpilze geringgradig herabgesetzter Qualität weniger. Positiv ist die gute Gärqualität, so dass aktuelle Chargen auch nach dem Öffnen gut haltbar sein dürften. Der hohe Zucker- und vor allem Fruktangehalt ist ein Minuspunkt.

Luckylage (Testsieger)

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Luckylage (Testsieger)

Spezielle Grasmischung, jedes Jahr neu ausgesäht, Mahd in Blütezeit, Preis Probeballen: 21 Euro/20 kg
www.luckylage.de

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Luckylage (Testsieger)

Gärqualität: Mittlerer Trockenmassegehalt von 56,7 %, damit zwischen typischen Werten für Pferdesilage und Heulage. pH-Wert mit 4,6 sauer. Milchsäure und Essigsäure nachweisbar, Buttersäure nicht nachgewiesen. Gute Gärqualität.

Keimgehalt: Nur produkttypische Bakterien nachgewiesen, nachgewiesene Hefen sämtlich laktatverwertend, also im Rahmen des Silierungsprozesses erwünscht. Keine Schimmelpilze nachgewiesen. Ingesamt kein Hinweis auf mikrobiellen Verderb.

Nährstoffe: In der Trockenmasse: Rohprotein 9,1 % (verdauliches Rohprotein: 5,6 %), Rohfett 1,3 %, Rohfaser 34,2 %, Zucker 7,8 %, Fruktan 5,6 %, umsetzbare Energie 6,22 MJ/kg.

Höchster Rohfasergehalt im Test, niedrige Zucker- und Fruktanwerte sowie das energieärmste Futter. Damit auch für leichtfuttrigere Pferde geeignet.

Fazit: Dieses Produkt kann mit der vorliegenden Stichprobe auf ganzer Linie überzeugen: Keine verderbanzeigenden Keime, viel Rohfaser. Mit mittlerer Feuchtigkeit und saurem pH-Wert eine typische Heulage mit guter Gärung. Empfehlenswert!

Goldengrass Timothy Ryegrass

Test Heulage
Thomas Hartig
Goldengrass Timothy Ryegrass

Wiesenliesch-/Weidelgras aus Nemunsdelta/Litauen, zuckerarm, Preis: rund 16 Euro/20 kg
www.goldengrass.eu

Test Heulage
Thomas Hartig
Goldengrass Timothy Ryegrass

Gärqualität: Niedriger Trockenmasseanteil: 43,1 % Untypisch für Heulage, entspricht eher Silage. Niedriger, saurer pH-Wert mit 4,1. Mit Abstand höchster Gehalt an erwünschter Milchsäure im Test, Essigsäuregehalt vorhanden, aber relativ gering. Buttersäure nicht nachweisbar. Guter Gärprozess.

Keimgehalt: Verderbanzeigende Bakterien (Bacillus, Micrococcus und Staphylococcus): 13 000 KBE/g. Aufgrund der geringen Keimzahl kein Hinweis auf Verderb. Hefen und Schimmelpilze nicht nachgewiesen.

Nährstoffe: In der Trockenmasse: Rohprotein 11 % (verdauliches Rohprotein: 7,3 %), Rohfett 1 %, Rohfaser 29,5 %, Zucker 5,7 %, Fruktan 7,2 %, umsetzbare Energie 7,04 MJ/kg.

Das Versprechen "zuckerarm" kann der Hersteller mit dieser Stichprobe einlösen, allerdings im Vergleich relativ hoher Fruktangehalt.

Fazit: EIne für Pferde geeignete Silage, weniger eine Heulage. Damit voraussichtlich weniger Probleme mit frühzeitigem Verderb, gut konserviert. Ein Minuspunkt ist der hohe Fruktangehalt.

Swiss Horse Heulage

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Thomas Hartig
Swiss Horse Heulage

Besonders rohfaserreiches Heu, Kontrolle auf Wildtiere im Feld, Preis: rund 20 Euro/20 kg
www.heulage.com

Test Heulage
Thomas Hartig
Swiss Horse Heulage

Gärqualität: MIttlerer Trockenmasseanteil von 56,9 %, damit zwischen typischen Werten für Pferdesilage und Heulage. Eher hoher pH-Wert (5,4). Milchsäure nachgewiesen, unerwünschte Buttersäure nicht nachweisbar. Mäßige Gärqualität, sollte nach dem Öffnen zügig verbraucht werden.

Keimgehalt: Verderbanzeigende Bakterien (Bacillus, Micrococcus und Staphylococcus): 4 500 KBE/g. Aufgrund der geringen Keimzahl kein Hinweis auf Verderb, Hefen und Schimmelpilze nicht nachgewiesen.

Nährstoffe: Rohprotein 7,5 % (verdauliches Rohprotein: 4,1 %), Rohfett 1,8 %, Rohfaser 33,9 %, Zucker 8,8 %, Fruktan 6,5 %, umsetzbare Energie 6,94 MJ/kg.

Zweithöchster Rohfasergehalt und ausgeglichen niedrige bis mittlere Werte bei Protein, Zucker und Fruktan. Eine relativ energiearme, strukturreiche Heulage.

Fazit: Der mittlere Trockenmasseanteil ist eigentlich ideal, der pH-Wert sollte für eine optimale Konservierung aber niedriger sein, wenig Gärung. So sollte das Futter schnell verbraucht werden. Überzeugend bei den Nährstoffen, insbesondere bei der Rohfaser.

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