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Test: Reitschulen im Saarland

Reiten im Saarland

CAVALLO-Redakteurin Miriam Kreutzer hat vier Reitschulen im Saarland getestet. Hier finden Sie ihre Bewertung und Fotos. Eine Reitschule wird von CAVALLO empfohlen.

Auf einen tadellosen Betrieb traf Reitschultesterin Miriam Kreutzer in Wadern. Das Schulpferd war erst feinfühlig und fleißig, dann war die Luft raus. Ein französisches Pferd mit englischem Namen lässt die Testerin erst schwitzen, dann schwärmen. Am Ende mag sie auf dem Weilerhof gar nicht absteigen. Ein zu groß geratener Norweger-Mix lässt sich leicht wachrütteln. Nur die Reitlehrerin des Reitverein Hütherhof war nicht immer bei der Sache. Auf dem Hinkelsberghof gibt es weder Reitplatz noch eine richtige Halle. Doch auf dem holprigen Lehmpfad läuft‘s ganz geschmeidig.

Reitanlage Lindenhof

"Bella ist heute aber faul“, betont Reitlehrerin Astrid Kasper immer wieder. Dabei ist der Mérens-Mix meiner Meinung nach ganz flott und aufgeweckt unterwegs. Zwar ist das Treiben mit dem Schenkel mühsam, dafür hat mir Astrid Kasper zu Beginn der Stunde eine Gerte in die Hand gedrückt.

Ansonsten ist die sechsjährige Stute willig, durchlässig und reagiert einwandfrei auf alle anderen Hilfen. Darüber bin ich froh, denn vor lauter Vorhandwendungen, Schlangenlinien, Schenkelweichen, verkleinerten und vergrößerten Zirkeln schwirrt mir der Kopf. Die Reitlehrerin gönnt mir keine Verschnaufpausen. Deswegen ist es angenehm, dass sich das Pony so leicht biegen lässt und die Schlag auf Schlag geforderten Übungen meistert. Allerdings nur, bis es ans Galoppieren geht.

Bella nimmt meinen Schenkel nicht an und Astrid Kasper rät, die Gerte zu benutzen. Das bringt die Stute sofort in einen ausgreifenden, etwas schaukeligen Galopp. „Sie hält das Gleichgewicht nicht so gut im Galopp“, weiß die Pferdewirtin.

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Miriam Kreutzer

Test: Reitschulen im Saarland

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Viele stämmige Pferderassen haben hier Defizite. Nach dem Galopp ist die Luft raus – Bella wird faul. Sie trottet mehr oder weniger dahin und fängt auch an, sich auf den Zügel zu legen. Das ist schade, denn dafür muss ich ihr insgesamt ein Hufeisen abziehen. Ein weiteres halbes ziehe ich wegen der Defizite im Galopp ab. Bleiben anderthalb für das solide Schulpferd.


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Pferdewirtin Astrid Kasper erhält drei Eisen für ihren straffen und lehrreichen Unterricht. Sie fordert unnachgiebig, aber freundlich und achtet streng auf einen perfekten Sitz. Der darf keine Sekunde verrutschen. Keine zwei Tritte Leichttraben auf dem falschen Fuß gehen ihr durch. Bei den Bahnfiguren achtet sie auf treibende und verwahrende Schenkel. Auch die Haltung der Hände rechts und links neben der Mähne ist ihr wichtig. Bei Paraden hat Astrid Kasper immer genau im Blick, ob ich die Zügel richtig dosiert annehme und nachgebe. Das klingt strapaziös, war es aber nicht. Im Gegenteil: Ich habe den strukturierten Verlauf der Stunde und die vielen Tipps und Korrekturen genossen und konnte viel aus dem Unterricht mitnehmen. „Unsere Schulpferde sind alle sehr gut ausgebildet und fein zu reiten“, sagt Astrid Kasper. Die jüngeren, zu denen sie die sechsjährige Bella nicht mehr zählt, werden regelmäßig Korrektur geritten. Bei der Haltung der Schulpferde gibt es keine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Zwei ältere, aber absolut neugierige 20-jährige Pferde befinden sich ebenso unter den 13 Schulpferden des Betriebs wie eine trächtige Stute und eine Mutter mit Fohlen. Alle Schulpferde wurden von Familie Kasper selbst ausgebildet.

Schulpferde und die Pferde der Einsteller stehen gemeinsam auf drei Ställe verteilt, die bei der Kennenlern-Runde auf dem Hof alle tipptopp gefegt sind. Die Boxen sind frisch gemistet. Die Fuchsstute Bella hat besonders Glück: Sie bewohnt eine große Box mit Außenpaddock in dem neuesten, hellen und freundlichen Stall.

Letztendlich fällt die Unterbringung im Sommer nicht so sehr ins Gewicht, da alle Pferde des Betriebs durchgehend auf der Koppel sind. Auch im Winter werden die Pferde zum Austoben regelmäßig nach draußen gebracht. Bellas Hufe sind vorne beschlagen, hinten nicht. Wie viele Ponyrassen haben die Mérens harte, gute Hufe. In der Stallgasse des neuen Stalls sind Schränke in die Wand integriert, in denen sich die Sättel, Trensen und das Putzzeug der einzelnen Pferde befinden. Die Stallgasse ist dadurch frei und aufgeräumt. Die vorbildliche Pferdehaltung und der bestens organisierte Betrieb sind mir am Ende drei Hufeisen wert. Die Einzelstunde hat 35 Minuten gedauert und 15 Euro gekostet. Das ist sehr günstig für einen so intensiven Unterricht, weshalb ich für Preis-Leistung ebenfalls drei Hufeisen vergebe. Die Gruppen-Reitstunde von 45 Minuten mit bis zu vier Mitreitern kostet 12 Euro, beim Kauf einer Zehnerkarte ist eine Stunde kostenlos.

Regelmäßige Ausritte stehen in dieser schönen Umgebung ebenfalls auf dem Programm. Für spezielle Western-Reitstunden kommt einmal wöchentlich ein externer Reitlehrer auf den Lindenhof.

Auf diesem schönen Hof in Wadern-Nuhweiler lässt es sich als Schulpferd gut aushalten.

Bewertung

Schulpferd: eineinhalb von drei Hufeisen
Reitlehrer: drei von drei
Hufeisen
Reitbetrieb: drei von drei Hufeisen
Preis-Leistung: drei von drei Hufeisen

Kontakt

Reitanlage Lindenhof
66687 Wadern-Nuhweiler
Tel. 06871-909685
www.lindenhof-nuhweiler.de

Weilerhof

Amüsiert stehe ich nebendran, als die beiden Reitlehrer sich über mich und meine Reitstunde unterhalten, als wäre ich gar nicht da. „Die Dame kann gut reiten, dann geben wir ihr doch auch ein gutes Pferd, oder?“ fragt Betriebsinhaber Feid den Reitlehrer Michael Meß. „Dann bekommt sie Ghost. Meinst du, sie hat Kraft?“ „Ja, ich denke schon“, antwortet Meß. Nachdem wir den etwa 1,65 Meter großen Franzosen mit dem englischen Namen Ghost von der Koppel geholt, geputzt und gesattelt haben, führe ich ihn auf den Außenreitplatz. Hier findet meine Einzelstunde statt.

Noch vor dem Aufsteigen warnt mich Michael Meß vor: „Der hat einen ganz speziellen Trab. Er ist kaum zu halten und schon gar nicht auszusitzen. Er hebt ziemlich hoch ab und greift weit aus. Sie werden ihn sehr zurückhalten müssen.“ Schon im Schritt wird klar: Der Warmblüter strotzt vor Kraft und Vorwärtsdrang.

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Miriam Kreutzer

Test: Reitschulen im Saarland

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Ghost ist Michael Meß‘ Pferd, wird aber regelmäßig für fortgeschrittene Reiter im Schulbetrieb eingesetzt. Die beiden gehen zusammen auf Turniere. Das erklärt auch, warum Ghost das Geschehen rund um den Reitplatz vollkommen gelassen nimmt. Kraftvoll schreitet der Wallach voran, es ist eine Freude, seine Energie zu spüren. Beim Trab hat der Reitlehrer nicht zu viel versprochen. Ghost fliegt dahin, zwischendurch schleicht sich ein Galoppsprung ein. „Nehmen Sie ihn vorne zusammen und treiben hinten“, fordert der Reitlehrer, erklärt aber nicht genau, was er damit meint. Kaum gebe ich am Zügel nach, streckt Ghost den Hals und drückt den Rücken durch.


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Das ist auf Dauer recht kräftezehrend und hat mit feinem Reiten leider noch wenig zu tun. Michael Meß weiß das und lässt mir entsprechende Verschnaufpausen. Trotz des Tempos, mit dem wir unterwegs sind, klappen alle Hufschlagfiguren tadellos. Ghost reagiert gut auf Gewichts- und Sitzhilfen. „Wenn Sie nur einen ganz winzigen Tick langsamer aufstehen beim Leichttraben, wird er auch automatisch langsamer“, erklärt Michael Meß. Ich probiere es – und der Wallach mäßigt augenblicklich das Tempo.

Langsam wird der französische Warmblüter feinfühliger und durchlässiger, ahnt meine Hilfen schon voraus, als würde er mitdenken. Für Fortgeschrittene ist er ein verlässlicher Partner und exzellentes Lehrpferd. Allerdings zieht er mir vor lauter Kraft beim Abschnauben die Zügel aus der Hand. Ghost ist für Anfänger nicht geeignet. Weil es ihm zudem schwer fiel, locker rückwärts zu gehen, ziehe ich ihm ein halbes Hufeisen ab. Es bleiben ihm am Ende zweieinhalb Eisen.

Michael Meß ist Trainerassistent und unterstützt die Arbeit der Pferdewirtschaftsmeisterin des Betriebs. Dass ich auf seinem Pferd sitze und der Reitlehrer Ghost so gut kennt, macht die Stunde natürlich doppelt effektiv und lehrreich für mich. Michael Meß forderte mich, ohne mich zu überfordern. Er erklärte viel und gab mir auf dem außergewöhnlich gehfreudigen Pferd die nötige Sicherheit. Nur mit Sitzkorrekturen ging er sparsam um. Den Unterricht bewerte ich mit zwei Hufeisen.

Die 25 Pferde, die für den Schulbetrieb eingesetzt werden, sind das ganze Jahr über draußen. Im Winter stehen sie auf Matschkoppeln, im Sommer lassen sie es sich auf den grünen Weiden gutgehen. Von dort werden sie zum Unterricht geholt. Dagegen wirkt die Stallgasse wenig einladend. Die kleinen Boxen sind eng und ungemistet. Hier werden die Pferde für den Unterricht vorbereitet. Sättel und Trensen sind ordentlich in Spinden untergebracht, die im Stall verteilt stehen. Ghost ist übersät mit verheilten Bisswunden. Er scheint von den anderen Pferden ziemlich gepiesackt zu werden. Michael Meß erklärt das so: „Er ist der Neueste auf der Koppel, ich habe ihn erst seit einem Jahr.“ Vielleicht sollte die Herdenzusammensetzung nochmal überdacht werden.

Eine nagelneue, moderne und helle Reithalle ist fast fertig gebaut, und es gibt einen neuen Springplatz neben dem Dressur-Viereck. Insgesamt erhält der Betrieb anderthalb Hufeisen.

Die Einzelstunde hat 35 Minuten gedauert und 10 Euro gekostet. Das ist ein extrem günstiger Preis für eine solide, intensive Stunde und ist drei Hufeisen wert. In der Gruppenreitstunde mit bis zu vier Mitreitern zahlt man ebenfalls 10 Euro für eine ganze Stunde Unterricht oder – je nach Leistungstand – für den Gruppenausritt. Das macht auf dem coolen Ghost sicher auch viel Spaß.

Bewertung

Schulpferd: zweieinhalb von drei Hufeisen
Reitlehrer: zwei von drei Hufeisen
Reitbetrieb: eineinhalb von drei Hufeisen
Preis-Leistung: zwei von drei Hufeisen

Kontakt

Weilerhof
66625 Nohfelden/Neunkirchen-Nahe
Tel. 06852-902995
www.weilerhof-bostalsee.de

Reitverein Hütherhof

Obwohl ich die Einzelstunde sehr kurzfristig vereinbart habe, ist alles bereit, als ich zur verabredeten Zeit auf den Hütherhof komme: Eine Auszubildende hat bereits Norweger-Mix Funny von der Koppel geholt und am Waschplatz festgebunden. Ich soll die Stute für die Stunde vorbereiten. Reitlehrerin Sabine Roßfeld ist pünktlich zur Stelle, prüft aber nicht, wie Funny gesattelt und getrenst ist. Überhaupt scheint sie ein wenig abwesend zu sein, denn beim Warmreiten im Schritt hat sie weder einen Blick noch eine Anweisung für mich übrig. Stattdessen schreibt sie eifrig Notizen in einen Ordner.

Derweil freunde ich mich mit der zu groß geratenen Norweger-Lady Funny an. Noch wirkt sie schläfrig, lässt sich erst durch Schenkeleinsatz aufwecken. Vermutlich träumt sich noch von ihrem Vormittag auf der Koppel. Schließlich widmet sich die Reitlehrerin doch uns. Zum Traben drückt sie mir eine Gerte in die Hand, die – schon ohne Einsatz – Funny gleich flotter gehen lässt. „Fordern Sie mehr Fleiß von ihr. Sie kommt von der Koppel und ist noch nicht ganz da“, sagt Sabine Roßfeld.

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Miriam Kreutzer

Test: Reitschulen im Saarland

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„Die Stute soll aktiver in der Hinterhand werden.“ Doch wie? Ich frage nach und erhalte auch eine klare und nachvollziehbare Auskunft: „Werden Sie größer, machen Sie die Beine lang und treiben Sie in die Hinterhand. Vorne geben Sie Paraden. Immer wieder treiben und nachgeben. Funny soll nicht schneller werden, sondern nur fleißiger.“ Ich setze alles um, erreiche aber mehr bei Funny, wenn ich sie mit der Gerte antippe. Auf alle anderen Hilfen reagiert sie einwandfrei und umgehend. Sie lässt sich beidseitig sehr schön stellen und biegt sich bei den Bahnfiguren vorbildlich um den inneren Schenkel. Sabine Roßfeld indes beharrt auf einer aktiveren Hinterhand. „Der Motor des Pferds sitzt hinten“, erläutert sie. Und da müssen Sie mit dem Treiben etwas erreichen.“ Ein paar Tipps, wie ich das effektiv und vor allem zum richtigen Zeitpunkt umsetzen kann, bleibt sie mir leider schuldig.


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Während des Galopps, der rechts eindeutig besser funktioniert als links, ist die Reitlehrerin bereits mit der nachfolgenden Schülerin in der Bahn beschäftigt. Zwar haben wir zeitlich schon die 20 Minuten Einzelunterricht überschritten, trotzdem fühle ich mich wenig beachtet und würde mir als Neuling mehr Engagement der Reitlehrerin wünschen. Die Pferdewirtschaftsmeisterin war während des Unterrichts nicht ganz bei der Sache. Ihr Unterricht war solide, hatte aber nur wenige Aha-Effekte. Abzug gibt es, weil sie Sattel und Trense nicht geprüft hat. Für die Unterrichtsstunde gebe ich ihr eineinhalb Hufeisen. Die gutmütige Norweger-Mix-Stute Funny wirkt leichtrittig und sensibel, hat aber in dieser Stunde nicht alles gegeben. Funny ist weich im Maul und reagiert gut auf Gewichtshilfen. Treibende Hilfen nimmt sie erst durch Gerteneinsatz ernst. Nach dem Galopp ist sie flotter unterwegs. Ich gebe der hübschen Lady Funny eineinhalb Hufeisen.

Der Betrieb kann stärker punkten. Die Pferde sind bei gutem Wetter immer draußen. Funny steht ansonsten mit anderen Schulpferden zusammen in einem Laufstall mit Außenpaddock. Funny ist ein ausgeglichenes und gepflegtes Pferd, ihre Hufe sind unbeschlagen und gut in Schuss. Die Stallgasse ist sauber gefegt, die Boxen sind ordentlich gemistet. Es gibt frisches Heu, während Funny auf die nachfolgende Reiterin wartet. Die Halle ist groß, hell und war vor der Stunde ordentlich abgezogen. Die Sattelkammer ist tipptopp aufgeräumt, alles hängt ordentlich beschriftet an seinem Platz. Die Umgebung ist ideal für Ausritte.

Der Freizeit-Charakter steht in diesem Betrieb klar im Vordergrund. Turniererfolge sind nicht das Ziel des Unterrichts, das stellt die Reitlehrerin klar. Die kurzfristige und reibungslose Organisation der Stunde lässt auf einen professionellen Betrieb schließen. Hier gibt es wirklich nichts zu beanstanden – der Betrieb erntet drei Eisen.

Die Einzelstunde dauerte knapp 40 Minuten und hat 14 Euro gekostet, was sehr günstig für eine Einzelstunde ist und mit zwei Hufeisen bewertet wird. In der Gruppenreitstunde bezahlt man ebenfalls 14 Euro und reitet mit maximal vier bis fünf anderen Reitern eine ganze Stunde zusammen.

Bewertung

Schulpferd: eineinhalb von drei Hufeisen
Reitlehrer: eineinhalb von drei Hufeisen
Reitbetrieb: drei von drei Hufeisen
Preis-Leistung: zwei von drei Hufeisen

Kontakt

Reitverein Hütherhof
66606 St. Wendel-Alsfassen
Tel. 06851-806201
www.huetherhof.de

Hinkelsberghof

"Lieber lahm oder lieber flott?“ fragt Gretje von Marées, die mir heute die Schnupper-Einzelstunde gibt. Ich wähle ein Pferd zwischen den Extremen, und wir holen zusammen Ali von der Koppel und bereiten ihn für die Stunde vor. Alle Isländer stammen aus eigener Zucht und wurden selbst ausgebildet. Auf dem Platz ist der dynamische Neunjährige von Anfang an extrem rittig. Er lässt sich butterweich stellen und biegen und reagiert sensibel auf meine Hilfen.

Gretje von Marées lässt mich Schenkelweichen, Rückwärtsrichten und Volten reiten, was gar nicht so einfach auf dem unebenen Gelände umzusetzen ist. Es gibt keinen richtigen Reitplatz, der Unterricht findet auf der Wiese statt. Ali meistert das prima. Trittsicher bewegt er sich auf dem getrockneten Lehmpfad, die Unebenheiten irritieren ihn kein bisschen. „Hier soll bald ein richtiger Sandplatz entstehen“, meint Gretje von Marées entschuldigend. „Wir warten nur noch auf die Baugenehmigung.“ Von Anfang an dreht die Reitlehrerin ihre Runden mit mir, um näher an uns dran zu sein.

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Miriam Kreutzer

Test: Reitschulen im Saarland

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Ali erahnt meine Hilfen und setzt sie umgehend um. Der Reitlehrerin ist es wichtig, dass ich Ali nach innen stelle, damit er locker im Genick wird. Ihre strukturierte Vorgehensweise zeigt sich bei der Lektion Tölt. Wir bauen die Hilfen nacheinander auf: abwechselnd treiben, den Zügel annehmen und nachgeben. „Die Zügelhilfe erfolgt nur ganz leicht mit abwechselndem Öffnen und Schließen der Hände. Das reicht schon“, erklärt die Reitlehrerin. Ich solle einfach auf das Gefühl achten, wann das Pferd welche Hilfe brauche. Das funktioniert einwandfrei.


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Am Ende soll ich die Zügel ganz aus der Hand gleiten lassen, damit Ali sich lang machen kann. Das ist dann leider auch schon das Ende der sehr lehrreichen Stunde auf dem hügeligen Reitplatz.

Die Reithalle wirkt wie ein Bretterverschlag, ist nur 10 x 35 Meter groß und wird nur bei schlechtem Wetter genutzt. Die 13 Schulpferde sind zusammen mit den Pferden der Einsteller in einem großen Laufstall untergebracht. Den Sommer verbringen sie Tag und Nacht auf den Koppeln. Auch im Winter dürfen sie auf die Weide. Sättel, Trensen und Putzkisten sind ordentlich. Ali hat einen neuen Sattel und gepflegte Hufe. Der Betrieb erhält zwei Hufeisen.

Bei Gretje von Marées und bei Isländer Ali muss ich keinen Moment zögern. Beide haben sich drei Hufeisen verdient. Die Reitlehrerin hat einen Sachkunde-Nachweis, der Voraussetzung für den Trainer C ist, den sie nächstes Jahr in Angriff nehmen will. Die erste Schnupperstunde ist kostenlos; weil die zweite Reitstunde 12 Euro gekostet hätte, gebe ich dem Preis-Leistungsverhältnis drei Hufeisen. Zwölf Euro kosten auch die Reitstunden, wenn man sie später quartalsweise bezahlt. Ein guter Preis für guten Unterricht auf fein ausgebildeten Pferden.

Bewertung

Schulpferd: drei von drei Hufeisen
Reitlehrer: drei von drei Hufeisen
Reitbetrieb: zwei von drei Hufeisen
Preis-Leistung: drei von drei Hufeisen

Kontakt

Hinkelsberghof
66606 St. Wendel/Leitersweiler
Tel. (06851) 6155
www.hinkelsberghof.de

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Posturometrie kennt kaum jemand.

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