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Test: Reitschulen um Offenburg

Reiten rund um Offenburg

CAVALLO-Redakteurin Miriam Kreutzer hat vier Reitschulen in Offenburg und Umgebung getestet. Hier finden Sie ihre Bewertung und Fotos. Darunter war ein Nachtest, eine Reitschule wird von CAVALLO empfohlen.

Auf der Durbach Ranch ritt die Testerin einen Deckhengst, der zunächst die Ohren anlegte. Die Reitstunde könnte ein Glücksfall sein – wäre da nicht ein kettenrauchender Reitlehrer. Miriam Kreutzer bekommt auf der Westernreitanlage Entenhof eine Lektion im Signalreiten. Schulpferd Lossie kommt aber erst durch eine Longierpeitsche in Schwung. Ein verschmuster Haflinger-Mix entpuppt sich in der Reithalle des Reiterverein Offenburg als faules Schlitzohr. Doch dann geht er zwei Mal durch. Ein 25-jähriges Schulpferd muss weder stumpf noch faul sein. Das beweist Wallach Woronesch vom Gestüt Kaiserhof.

Durbach Ranch

Bulli ist in Altersteilzeit. Der 20-jährige Paint-Horse-Hengst arbeitet nur noch im Schulunterricht und deckt ab und zu. Bullig ist er dabei aber nicht. Laut Michaela Winkler, die den Betrieb mit ihrem Mann Karl-Heinz leitet, deckt er mit einer Eselsgeduld. Trotzdem sind die Stuten nicht immer nett zu ihm. Die letzte verpasste ihm eine tiefe Schramme auf dem Nasenrücken.

Beim Putzen und Satteln wirkt Bulli allerdings mürrisch: Die Ohren sind angelegt, er lässt die Prozedur über sich ergehen. Im Unterricht entpuppt er sich als sehr kooperativ. Reitlehrer Karl-Heinz Winkler, genannt Charly, startet die Stunde mit Erklärungen und Trockenübungen.

Er weiß aus unserem Gespräch am Telefon, dass ich Erfahrungen im Westernreiten habe und versucht herauszufinden, wo er ansetzen kann. Dabei lässt er bereits Erklärungen einfließen, beispielsweise zum richtigen Sitz.

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Miriam Kreutzer

Test: Reitschulen um Offenburg

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„Wenn Sie durchparieren wollen, nehmen Sie die Spannung aus dem Körper“, erklärt er. „Nicht krampfhaft, sondern einfach locker werden, nach hinten setzen, ausatmen.“ Die Spannung ganz aus dem Körper zu lassen, ist gar nicht so leicht. Meine Versuche kommen bei Bulli nicht an. Ich muss also noch den Zügel zur Hilfe nehmen, wenn ich anhalten will. Bulli ist auf Kandare gezäumt. Da diese schärfer auf das Pferdemaul wirkt als eine Wassertrense, soll ich Zügelhilfen sparsam einsetzen.


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Prinzipiell ist Bulli auch ohne Zügel zu reiten, wie ich bald merke. Es reichen Gewichts- und Sitzhilfen, um dieses fein ausgebildete Pferd zu dirigieren. Karl-Heinz Winkler läuft die meiste Zeit neben uns her, demonstriert Drehungen mit seinem Körper. Er kommt zu mir ans Pferd und biegt meinen Sitz zurecht.

Es ist ihm sehr wichtig, dass ich alle Übungen, die wir absolvieren, auch verstehe. Dazu fragt er auch nach. „Warum nimmt man bei der Galopphilfe den äußeren Schenkel zurück?“ Meine vom klassischen Reiten geprägte Antwort befriedigt ihn nicht. „Weil ich den Körper in die äußeren Galoppsprünge des Pferds eindrehe und damit automatisch mit dem äußeren Schenkel zurückgehe“, sagt er. Vieles lasse sich vom klassischen Reiten herleiten und unterscheide sich nicht allzu sehr vom Westernreiten, betont Charly Winkler. Schließlich werde bei keiner Reitweise das Rad neu erfunden. Wer hier Unterricht nimmt, erhält von Winkler, Trainer B der Ersten Westernreiter Union, fundiertes Wissen.

Glaubhaft versichert der engagierte und ausgezeichnete Reitlehrer, dass alle sechs Schulpferde des Betriebs so fein zu reiten sind wie Bulli. Auf der Durbach Ranch kann man Einzelstunden oder Gruppenstunden mit bis zu zwei Teilnehmern buchen. Nur bei guten Reitern können es auch mal Dreier-Gruppen sein.

Bulli wirkt vor allem im Schritt etwas müde und kürzt die Runden im Roundpen entweder ab oder drückt sich an die Wand. Das sind seine einzigen Unarten, so dass er zwei Hufeisen erntet.

Der herausragende Unterricht verdient eigentlich drei Eisen. Aber ich muss ein halbes abziehen, weil Winkler eine Zigarette nach der anderen raucht, während er unterrichtet. Das ist für Nichtraucher nicht nur unangenehm, sondern in einer nahezu geschlossenen Reitbahn auch gefährlich.

Neben dem Unterricht im Roundpen oder auf dem Außenreitplatz gibt es Ausritte in den nahen Wald. Die Pferde sind bei gutem Wetter durchgehend auf den Koppeln. Die Boxen sind zwar spärlich eingestreut, aber ordentlich gemistet. Bullis Box ist klein, sie hat weder ein Fenster noch einen Außenpaddock. So sind die meisten der Schulpferde untergebracht. Die geräumigen Paddockboxen sind den Pferden der Einsteller vorbehalten. Die Sattelkammer ist ordentlich und sauber. Jedes Pferd hat einen eigenen Putzkasten. Als ich mich im Stall umsehe, finde ich drei angebundene Hunde – einen davon auf dem Klo, einen anderen erbärmlich jaulend in einer Pferdebox. Ich gebe dem Betrieb am Ende eineinhalb Hufeisen.

Die 60-minütige Schnupperstunde hat 26 Euro gekostet und kann vom Unterricht her kaum übertroffen werden, wofür das Preis-Leistungs-Verhältnis drei Hufeisen erhält. Eine Zehnerkarte kostet 260 Euro, eine normale Einzelstunde 30 Euro.

Bewertung

Schulpferd: zwei von drei Hufeisen
Reitlehrer: zweieinhalb von drei Hufeisen
Reitbetrieb: eineinhalb von drei Hufeisen
Preis-Leistung: drei von drei Hufeisen

Kontakt

Durbach Ranch
77770 Durbach
Tel. 0781-9488016 begin_of_the_skype_highlighting              0781-9488016      end_of_the_skype_highlighting begin_of_the_skype_highlighting              0781-9488016      end_of_the_skype_highlighting
www.durbach-ranch.de

Westernreitanlage Entenhof

Loosie ist überhaupt nicht triebig“, meint Betriebsinhaberin Iris Klumpp, als sie die Appaloosa-Stute aus ihrer Box holt. Offenbar sind Reitlehrer Willy Klumpp und seine Frau in dieser Hinsicht unterschiedlicher Meinung.

Denn der Reitlehrer kündigt beim Antraben an: „Jetzt wird es ein bisschen schwer.“ Und das wird es auch. Die 13-jährige Loosie ist gutmütig, geduldig und unglaublich weich im Maul. Gewichts- und Zügelhilfen nimmt sie fein an, sie lässt sich einhändig und mit langem Zügel in alle gewünschten Bahnfiguren lenken.

Aber meine Schenkelhilfen sind vergeblich. Als wir endlich in den Trab fallen, leitet mich Klumpp an, die Stute im Takt mit den Hacken statt den Schenkeln vorwärtszutreiben. Dazu soll ich die Füße leicht ausdrehen. Es ist sehr mühsam, das Schulpferd einigermaßen im Trab zu halten. Für den Galopp bekomme ich Schützenhilfe von Klumpp.

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Miriam Kreutzer

Test: Reitschulen um Offenburg

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Der Anblick der Longierpeitsche genügt, um Loosie aus ihrem Dämmerzustand zu wecken. Das Angaloppieren klappt gut, aber Loosie kürzt ab und rennt mitten in die Bahn. Meine Beine werden schon müde vom Dauertreiben. Ich soll den äußeren Zügel annehmen, mit dem inneren Schenkel treiben. „Wichtig ist, dass Sie sie im Galopp halten“, meint Klumpp. Also soll sie lieber abkürzen, statt in den Trab zurückzufallen.


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Nach dem Galopp schaltet Loosie einen Gang hoch. Aus dem schaukeligen Jog entwickelt sich ein flotter Trab. Anhalten und Rückwärtsrichten funktionieren gut. Alles in allem erhält Loosie eineinhalb Hufeisen. Den Abzug gibt es für ihre Triebigkeit und ihre Mätzchen im Galopp. Der Aufbau der Stunde und des Unterrichts sind einwandfrei. Obwohl Willy Klumpp weiß, dass ich Vorkenntnisse habe, fängt er bei Null an. Das handhabe er im Sinne seiner Pferde immer so, versichert er mir. Vor der Stunde habe ich sogar eine Einweisung ins Putzen, Satteln und Trensen bekommen.

Ich lerne, dass es zur Hilfengebung fünf Tore gibt. Tor eins bedeutet: Geht die Hand nach vorne oder zurück, ist das die Hilfe für mehr oder weniger Tempo. Zwei Tore betreffen das Lenken beim Neck-Reining, der einhändigen Zügelführung: Will ich eine Volte rechtsherum reiten, gehe ich mit der Hand nach rechts und lege den äußeren Zügel an den Pferdehals; dasselbe gilt für die andere Seite. Klappt das nicht, kommen der rechte oder der linke Schenkel hinzu.Klumpp ist das Signalreiten wichtig: „Fordern, verstärken, durchsetzen.“ Reagiert Loosie also nicht auf die erste Hilfe, kommt die nächste hinzu. Passiert dann immer noch nichts, wieder die nächste. „Wenn sie es richtig macht, sofort belohnen und alle Hilfen weglassen.“

Willy Klumpp, der Trainer C der Westernreiter Union ist, hält seinen Unterricht interessant und lehrreich. Bei Übungen, die nicht auf Anhieb klappen, begründet er zwar die Ursache, lässt sie mich aber meist nicht wiederholen. Loosies Triebigkeit erklärt er damit, dass sie als Schulpferd bewusst so ausgebildet ist. „Würde sie fein reagieren, würde sie von den verschiedenen Reitschülern ja total verdorben werden und gar nicht mehr wissen, was sie machen soll“, erklärt er. Eine eigenwillige Ansicht. Dennoch habe ich in der Stunde viel gelernt. Klumpp hat mich ständig mit Ratschlägen unterstützt und ließ mich nie verhungern. Ein Eisen Abzug gibt es, weil er Übungen, die nicht klappten, nicht wiederholen ließ, und viele Zigaretten in der Halle rauchte. Bleiben ihm zwei Hufeisen.

Loosies Paddockbox ist mit Stallmatten ausgelegt. So sind auch die fünf anderen Schulpferde des Betriebs untergebracht. Nicht immer, aber oft stehen die Pferde auf den Koppeln des Entenhofs.

Trensen, Sättel, Putzzeug und Halfter sind den Schulpferden zugeordnet und alle fein säuberlich beschriftet. Loosie hat einen gut gepflegten Bighorn-Sattel und eine neue Trense. Ihre Hufe sind nicht beschlagen und sehr rissig. Neben der Reithalle verfügt der Entenhof über einen großen Außenreitplatz. Insgesamt gebe ich dem Betrieb zwei Hufeisen.

Bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Probestunde hat 20 Euro gekostet und eine ganze Stunde gedauert. Das ist für den intensiven Unterricht ein gutes Verhältnis, das zwei Hufeisen verdient. Eine Stunde in der Gruppe mit bis zu vier Reitern kostet ebenfalls 20 Euro, eine Einzelstunde 30 Euro.

Bewertung

Schulpferd: eineinhalb von drei Hufeisen
Reitlehrer: zwei von drei Hufeisen
Reitbetrieb: zwei von drei Hufeisen
Preis-Leistung: zwei von drei Hufeisen

Kontakt

Westernreitanlage Entenhof
76547 Sinzheim
Tel. 07221-988330
www.entenhof.de.ms

Reiterverein Offenburg

Nach dem schlechten Test­ergebnis im Jahr 2007 gehe ich mit gemischten Gefühlen zum Reitverein Offenburg. Reitlehrerin Sandra Zelosko hat damals positiv auf die Testergebnisse reagiert und wollte vieles verbessern. Daraufhin gab es von CAVALLO die Goldene Gabel.

Während ich mein Schulpferd, den Haflinger-Freiberger-Mix John Boy, vor dem Unterricht putze und sattele, werde ich allein gelassen; ein Kritikpunkt den es schon 2007 gab. Als ich John Boy zum Putzplatz führe und auch meine Mitreiterin ihr Pferd richtet, widmet sich Zelosko hingebungsvoll der Hufpflege ihres eigenen Pferds, ist aber für Fragen offen.

Ich darf selbst entscheiden, ob ich den 13-jährigen Wallach mit oder ohne Ausbinder reiten möchte. John Boys Satteldecke ist unangenehm klamm; auch die Trense ist schmierig und feucht. Der Haflinger-Mix trägt Hufglocken, seine Hufe sind ordentlich beschlagen.

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Miriam Kreutzer

Test: Reitschulen um Offenburg

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Die Pferde dürfen jeden Vormittag auf die Weide. Jedes Schulpferd hat zwei eigene Koppeln. Das vermerke ich ebenso positiv wie den ordentlichen Stall und John Boys frisch eingestreute Box, die allerdings kein Fenster hat. Ich notiere zwei Hufeisen für den Betrieb. Das ist eines mehr als bei dem Test vor drei Jahren.


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Während ich John Boys Hufe auskratze, krabbelt er mich liebevoll im Nacken und schiebt mir am Rücken den Kopf unters T-Shirt. Doch in der Reitbahn entpuppt er sich als faules Schlitzohr. Er klebt am Vorderpferd, ignoriert alle Hilfen und stapft störrisch hinter seinem Kollegen her. Als meine Vorreiterin auf den Zirkel abwendet, kommt endlich ein Rat von Zelosko: „Begrenzen Sie ihn mit äußerem Zügel und innerem Schenkel.“ Das lässt den Haflinger-Mix ebenfalls kalt. Zu guter Letzt geht er mir durch, als ich nicht lockerlasse. Die Reitlehrerin kommentiert das nicht. Schließlich gibt John Boy nach und folgt meinen Hilfen. Jeder soll für sich reiten. Sandra Zelosko korrigiert uns. „Schultern, Gesäß und Fersen müssen eine Linie bilden. Also Oberschenkel zurück, aber nicht ans Pferd pressen – das ist sonst zu viel Druck.“ Ich soll statt Treiben mit den Schenkeln lieber auf die Gerte setzen. „Das sind die Pferde gewohnt, und damit erreichen Sie mehr als durch Dauertreiben.“ Aus Bauch und Hüfte soll ich mitschwingen und John Boy damit fleißiger gehen lassen. Endlich eine Maßnahme, die bei dem Wallach wirkt.

Im Galopp ist Sandra Zelosko sehr streng mit meiner Mitreiterin. „Nicht auf dem Pferd zusammenfallen, sonst hört der auf zu galoppieren“, mahnt sie. Mein Galopp wird weniger streng beurteilt, obwohl einige Korrekturen nötig wären. John Boy springt nur zäh an und droht auszufallen. Meine Hände hüpfen, John Boy fällt in den Trab, kürzt ab und will mitten in die Bahn laufen. Ich habe alle Hände voll zu tun. „Hände runter“, lautet der dürftige Tipp der Reitlehrerin. Sandra Zelosko ist Bereiterin. In schwierigen Situationen bleibt sie konkrete Ratschläge schuldig. Auch als John Boy ein zweites Mal durchgeht, weil draußen ein Pferd vorbeigeführt wird, reagiert sie nicht.Der Unterricht war strukturiert, aber für mich ohne Lerneffekt. Dafür vergebe ich ein Hufeisen – ein halbes mehr als vor drei Jahren. Damals war der Unterricht noch passiver. Von den angekündigten Neuerungen wie gemeinsamer Manöverkritik nach der Stunde war allerdings keine Rede.

John Boy ist im Umgang lieb, aber sehr zäh zu reiten. Er geht extrem gegen den Zügel, reagiert schlecht auf Schenkelhilfen und schwingt nicht im Rücken. Er stolperte mehrfach übel, ging sogar zwei Mal durch. Erst nach dem Galopp lief er etwas geschmeidiger und fleißiger. Sein Trab ist wunderbar auszusitzen; zusammen mit seinem freundlichen Wesen außerhalb der Reitbahn sichert ihm das ein halbes Hufeisen. Weil er im Unterricht weniger kooperativ war, bekommt das Schulpferd ein Hufeisen weniger als 2007.

Die Stunde in der Gruppe, die ich mir mit nur einer Mitreiterin geteilt habe, kostete 16 Euro. Das ist günstig, aber für ein Schulpferd, das durchgeht, und einen Unterricht ohne besondere Erkenntnisse viel. Deshalb bewerte ich das Preis-Leistungs-Verhältnis mit einem Hufeisen. In der Gruppe mit bis zu fünf Teilnehmern kostet eine Zehnerkarte für Vereinsmitglieder 120 Euro. Einzelne Stunden kosten für Mitglieder 15 Euro.

Bewertung

Schulpferd: ein halbes von drei Hufeisen
Reitlehrer: eins von drei Hufeisen
Reitbetrieb: zwei von drei Hufeisen
Preis-Leistung: eins von drei Hufeisen

Kontakt

Reiterverein Offenburg e.V.
77652 Offenburg
Tel. 0781-9706230
www.rv-offenburg.de

Gestüt Kaiserhof

Leicht könnte man den Verdacht haben, dass es drunter und drüber geht, wenn sich das Ende der einen Stunde mit dem Beginn der nächsten Stunde überschneidet. Nicht aber bei Reitlehrerin und Betriebsleiterin Claudia Kaiser. Während die einen noch galoppieren, reiten die nächsten bereits im Schritt warm. Die Pferdewirtin hat die beiden Gruppen fest im Blick. Mein Schulpferd Woronesch ist ein rittiges und gehfreudiges Pferd – und das im Alter von 25 Jahren.

Ich habe kaum Arbeit auf dem 1,69 Meter großen Hannoveraner. Meine Gewichtshilfen reichen ihm, damit er sich stellt und biegt. Er wölbt seinen Rücken und ist locker im Genick. Auch Schenkelhilfen nimmt er sensibel an. Dabei werde ich korrigiert: „Hände ausdrehen, Schultern zurücknehmen, Absätze tief.“ Da Worenesch sehr gehfreudig ist, galoppieren wir auf Wolken dahin. Einmal lasse ich Worenesch im Galopp zu weit vom Hufschlag zur Mitte driften.

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Miriam Kreutzer

Test: Reitschulen um Offenburg

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„Sie müssen gegen den äußeren Schenkel treiben“, fordert Kaiser. Ich merke, wie meine Unterschenkel baumeln, was unkommentiert bleibt. Insgesamt fühle ich mich aber zu stark beachtet, weil ich neu bin. Die anderen Reitschüler sollten darunter nicht leiden.


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Claudia Kaiser vermittelt Spaß am Reiten, verbreitet gute Stimmung, lobt und tadelt gleichermaßen. Sie stellte sich im Unterricht auf mein Niveau ein, förderte mich aber nicht an den Stellen, an denen es wichtig gewesen wäre. Ich gebe ihr zwei Hufeisen. Woronesch, ein super Lehrpferd, verdient drei.

Am Ende der Stunde gibt es dann ein Bonbon: Wir dürfen eine großzügige Runde um das Gelände drehen. Das werde immer so gemacht bei schönem Wetter, erklärt Claudia Kaiser. Während die Betriebsleiterin die Pferde für die Nacht auf die Koppel bringt, wo sie im Sommer immer stehen, erzählt sie mir etwas über den Betrieb und ihre Pferde. Sie hat vier bis fünf Großpferde und fünf bis sechs Ponys für die Kinder. Die Gruppen im Unterricht haben maximal zwei Teilnehmer.

Woronesch hat eine helle, geräumige Box mit Außenfenster. Die Stallgasse ist tipptopp sauber und mit Stallmatten ausgelegt. Waschplatz, Außenanlage, der Weg zur Reithalle – alles sieht zu später Abendstunde frisch gefegt aus. Die helle, große Reithalle ist in einem schönen Gebäude untergebracht. In der Sattelkammer hat jedes Pferd seinen eigenen Schrank mit fahrbarem Caddy. Hier finde ich alles, was ich brauche. Bei diesem Betrieb gibt es keinen Grund zum Abzug, ich notiere drei Hufeisen.

Die 60-minütige Stunde in der Zweiergruppe hat 30 Euro gekostet, was sich im Preis-Leistungs-Verhältnis mit zwei Eisen niederschlägt. Als Vereinsmitglied zahlt man für die Zweier-Gruppe 25 Euro pro Stunde. Eine Elferkarte ist für 250 Euro zu haben, und 27 Euro kostet der 30-minütige Einzelunterricht für Vereinsmitglieder.

Bewertung

Schulpferd: drei von drei Hufeisen
Reitlehrer: zwei von drei Hufeisen
Reitbetrieb: drei von drei Hufeisen
Preis-Leistung: zwei von drei Hufeisen

Kontakt

Gestüt Kaiserhof
77731 Legelshurst
Tel. (07852) 996780
www.kaiserhof-tgs.de

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