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Reitschul-Test: Reiten im Taunus

Reitschulen im Taunus

Tipps für Reitschüler: CAVALLO-Redakteurin Miriam Kreutzer hat vier Reitschulen im Taunus getestet. Reiten im Taunus: Hier finden Sie Ergebnisse und Fotos!

Reitschulzentrum Hardtwald
Schulpferd Meriva ist eigentlich das Longenpferd für Anfänger. Beim freien Reiten müht sich Testerin Miriam Kreutzer mit der braven Stute ab. Hat die Reitlehrerin zündende Tipps?

Reiterhof Müller
Reitpony Funny beweist, wie sensibel ein Schulpferd auf Hilfen reagieren kann. Dafür hat die Stute offenbar ein dünnes Nervenkostüm.

Islandpferdegestüt Hirtenhof
Auf dem Hirtenhof trifft Miriam Kreutzer ein schnappendes Schulpferd und eine neue Reitlehrerin. Wie gut ist der Unterricht?

PIOS Pferdeparadies
Auf dem Brunnenhof hat Miriam Kreutzer eine Westernstunde gebucht. Reitlehrerin Claudia Schmidt verhilft mit Knotenhalfter zu Aha-Effekten.

Reiten im Taunus: Reitschulzentrum Hardtwald

Reitunterricht zu allen Tageszeiten, 18 Schulpferde und acht Reitlehrer – das habe ich im Vorfeld über das Reitschulzentrum Hardtwald herausgefunden. Umso erstaunter bin ich, einen kleinen, überschaubaren Betrieb vorzufinden. Schulpferd Meriva steht fertig gesattelt und getrenst in der Stallgasse bereit.

Reitlehrerin Daniela Müller erwartet mich im Büro. "Bei uns werden die Schulpferde neuen Reitschülern fertig übergeben", sagt sie. Erst wenn sich Neulinge einigermaßen am Hof zurecht finden, putzen, satteln und trensen sie die Pferde für die Reitstunde selbst. Daniela Müller führt die neunjährige Westfalen-Stute mit einem Stockmaß von etwa 1,68 Metern in die Halle. Während der kurzen Aufwärmphase im Schritt schnallt sie die Halsverlängerer ein.

Die Stute legt sich schwer auf die Hand. Bevor wir antraben, warnt Daniela Müller: "Meriva braucht ein bisschen, bis sie antrabt. Da hakt sie immer.“ Ich gebe die Hilfen – ohne Erfolg. Man könne bei der Stute keine Gerte benutzen, weil sie Angst davor habe, sagt die Trainerin. "Meriva wird dann unglaublich schnell." Ich soll immer wieder die Hilfen neu geben und brauche eine Runde, bis Meriva schließlich antrabt. In der nächsten Ecke fällt sie wieder aus. "Da ist das Tor, die will raus", sagt Reitlehrerin Daniela Müller.

Info: So testet CAVALLO Reitschulen

Reitschul-Test: Reiten im Taunus

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Reitschul-Test: Reiten im Taunus

Während ich die Stute wieder und wieder antrabe, was mühsam bleibt, gibt Müller immer wieder dieselben Anweisungen für den Sitz: "Schulterblätter zusammen, aufrichten, auf die Gesäßknochen setzen, Beine lang, Fersen tief." Ich hätte mir jedoch Anregungen gewünscht, wie ich außer mit festem Klopfen antrabe und im Trab bleibe. "Meriva ist unser Longenpferd. Im freien Reiten ist sie nicht so gut", sagt die Reitlehrerin. Longenpferde sollten allerdings ebenfalls gut gymnastiziert und rittig sein. Am Telefon sagte man mir, die Schulpferde würden regelmäßig Korrektur geritten.

Meriva trabt immer noch nicht an. Ich frage nach, was helfen könne. "Einfach weiter an Trab denken und weitertreiben", rät die Trainerin. Doch die Stute entzieht sich und bricht zur Seite aus. Nach fast 20 Minuten Dauertreiben sagt Daniela Müller: "Gleich haben Sie es geschafft." So empfinde ich das auch – zum Glück ist die Stunde bald vorbei. Spaß gemacht hat sie mir nicht. Die neunjährige Meriva ist triebig und reagiert stumpf auf treibende Hilfen. Ihr fehlt ein Korrekturberitt und Gymnastik. Auf Gewichtshilfen oder Paraden reagiert sie nicht. Pluspunkt ist ihr bequemer, schwungvoller Trab – wenn der Reiter sie zu dieser Gangart motivieren kann. Das sichert der Westfalen-Stute ein halbes Hufeisen.

Von Reitlehrerin Daniela Müller hätte ich mir mehr Unterstützung gewünscht. Sie verlangte kaum Bahnfiguren oder Lektionen. Ich wechselte nur ein paar Mal durch die ganze Bahn. Aufwärm- und Dehnphasen im Schritt sind sehr kurz ausgefallen. Daniela Müller hat es nicht geschafft, dass Meriva und ich einen Draht zueinander finden. Ihr Fokus lag in dieser Stunde auf gleich lautenden Sitzkorrekturen. Ich ziehe zwei Hufeisen ab. Bleibt ein Hufeisen für die gelernte Bereiterin.


CAVALLO: Reitschule im Test Süd auf einer größeren Karte anzeigen

Reitschul-Test: Reiten im Taunus

Der Betrieb ist gut organisiert. Die Schulpferde kommen vormittags auf Paddocks, Weiden gibt es nicht. Meriva steht in einer etwa 3,50 x 3,50 Meter großen Innenbox mit Blick auf die Stallgasse. Am Testtag ist die Box mit einer dünnen Schicht frischer Einstreu übergestreut. Die Matratze riecht nach Ammoniak. Merivas Hufe sind vorne beschlagen, hinten geht sie barhuf. Es gibt eine 20 x 40 Meter große Halle und einen Platz mit 20 x 60 Metern. Die Sattelkammer ist ordentlich, das Putzzeug kann ich nicht beurteilen, weil Meriva bereits gesattelt war. Ein Hufeisen für den Betrieb.

Im angeschlossenen Bad Homburger Reit- und Fahrverein findet derzeit kein Unterricht statt, sondern nur Kinderreiten, Voltigieren und Quadrillereiten. Als fortgeschrittener, erwachsener Reitschüler nimmt man am Unterricht im privat geführten Betrieb des Reitschulzentrums teil. Die 20-minütige Einzelstunde hat 20 Euro gekostet. Für diesen Preis gab es durchschnittlichen Unterricht ohne konkrete Hilfestellung auf einem triebigen Pferd. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bekommt ein Eisen.

Im Reitschulzentrum kann man drei Mal für je 20 Euro eine Schnupper-Reitstunde buchen. Danach kostet eine 30-minütige Einzelstunde 35 Euro, eine Zehnerkarte für Gruppenstunden 190 Euro. In der Gruppe reitet man maximal zu acht, an den Vormittagen meist nur zu dritt.

Bewertung

Schulpferd: einhalbes von drei Hufeisen
Reitlehrer: ein von drei Hufeisen
Reitbetrieb: ein von drei Hufeisen
Preis-Leistung: ein von drei Hufeisen

Kontakt

Reitschulzentrum Hardtwald
61350 Bad Homburg
Tel. 06172-84791
http://reitschulzentrum-hardtwald.de

Reitschul-Test: Reiten im Harz

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Reitschul-Test: Reiten in der Kurpfalz

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CAVALLO-Test: Reitschulen in der Pfalz

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Reiten im Taunus: Reiterhof Müller

Nebel wabert am Testtag über den Taunus. Der Reiterhof Müller wirkt wie in Watte getaucht. Ich warte auf Reitlehrerin Yvonne von Einem. Eine Reitschülerin zeigt mir solange den Laufstall, in dem fünf der sechs Schulpferde des Betriebs leben.

Auf dem Weg dorthin treffen wir die Trainerin und suchen eins der Schulpferde für die Stunde aus. "Wollen Sie lieber ein kleineres, selbstständiges Pferd oder eher ein größeres und etwas fauleres?", fragt sie. Ich wähle die selbstständige Variante namens Funny. Wir gehen einen schmalen, steilen und rutschigen Pfad hinunter zum Putzplatz. In der Mitte des Wegs ist ein Schacht, der mit einer Platte und feuchtem Laub abgedeckt, aber seitlich offen ist. Diesen soll ich umgehen, weil Funny sich verletzen könnte. Es ist wenig Platz zum Ausweichen.

Während ich die Reitponystute putze, steht mir Yvonne von Einem zur Seite. Wir holen einen baumlosen Sattel aus Funnys Schrank, den alle größeren Ponys zusammen benutzen. "Der ist für den Reiter bequem und für das Pony rückenschonend", erklärt die Reitlehrerin. Zusätzlich hat jedes Schulpferd einen eigenen Dressursattel. Im Sommer sind die Schulpferde Tag und Nacht auf der Koppel. "Uns gehört praktisch der ganze Berg", sagt von Einem.

Info: So testet CAVALLO Reitschulen

Reitschul-Test: Reiten im Taunus

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Reitschul-Test: Reiten im Taunus

Im Winter dürfen sich die Pferde auf dem 40 x 70 Meter großen Außen-Springplatz die Beine vertreten. Am Testtag ist der Laufstall bis zur Mittagszeit ungemistet. Das gibt Abzug, ebenso die Gefahrenstelle zwischen Putzplatz und Reithalle. Die Anlage bietet eine 20 x 60 Meter große Reithalle und einen 20 x 40 Meter großen Dressurplatz. Ich notiere eineinhalb Hufeisen für den Betrieb. Yvonne von Einem startet den Unterricht mit einer ausgiebigen Phase im Schritt. Die Dreieckszügel schnallt sie von Anfang an ein. "Funny ist sehr sensibel", erklärt sie. Man müsse sehr vorsichtig mit Schenkelhilfen sein. Mache man zu viel, renne sie weg. Das bekomme ich zu spüren, als ich die Steigbügel vom Sattel aus einstelle.

Stupst man Funny leicht mit dem Unterschenkel an – läuft sie sofort los. Zum Halten soll ich das Becken leicht nach hinten abkippen. "Vom Gefühl her ist es nur ein Stück Butter, das Sie bewegen müssen", sagt Reitlehrerin Yvonne von Einem. Zum Traben nimmt sie mich an die Longe. Funnys Arbeitstempo ist sehr fleißig, aber gut zu regulieren. Sie passt sich der Geschwindigkeit an, die der Reiter mit dem Aufstehen vorgibt. "Machen Sie die Hände fest zu", sagt von Einem. "Viele halten eine offenere Reiterhand für tierlieb, aber nur an der fest geschlossenen Hand findet das Pferd eine gute Anlehnung", begründet sie. "Fest" darf nur nicht dazu führen, dass Reiter mit der Hand verkrampfen.

Yvonne von Einem sind klassische Grundsätze wichtig. "Es hat ja einen Grund, dass man über all die Jahre immer dieselben Grundlagen gelehrt hat", sagt sie. "Erst wenn die stimmen, kann man auch andere Reitweisen ausprobieren. Da können Pat Parelli oder Monty Roberts noch so viel erzählen." Ihr Unterricht war interessant, informativ und anschaulich. Ich hätte mir neben theoretischen Hintergründen mehr praktische Hinweise und Korrekturen gewünscht. Ich gebe der C-Trainerin zwei Hufeisen.


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Reitschul-Test: Reiten im Taunus

Für fortgeschrittene Reiter ist die 13-jährige Ponystute Funny ein gutes Lehrpferd. Sie hat ein fleißiges Arbeitstempo, ist rittig und willig. An manchen Stellen reagiert sie fast zu fein. Dass neue Reiter an die Longe müssen, um sich mit ihrer Sensibilität vertraut zu machen, ist vernünftig und gibt dem Reiter Sicherheit. Funny ist aber auch schreckhaft. Am Testtag bringt sie damit den Reiter in Gefahr: Als ich sie aus der Halle heraus zwischen zwei knatternden Traktoren hindurch führe, rennt sie mich seitlich um, so dass ich leicht gegen einen der beiden Traktoren pralle. Yvonne von Einem findet das respektlos und übernimmt die Stute. Dann läuft sie zwei weitere Male mit der Stute zwischen den Traktoren hindurch, bis Funny gelassen bleibt. Ich gebe dem Pony am Ende eineinhalb Hufeisen.

Die 60-minütige Einzelstunde hat 25 Euro gekostet. Das ist ein günstiger Preis für den guten Unterricht auf einem rittigen Schulpferd. Hier könnte der Betrieb mehr verlangen und die Sicherheit der Wege innerhalb der Anlage verbessern. Eine Gruppenreitstunde mit bis zu vier Mitreitern dauert 45 Minuten und kostet 13 Euro. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bekommt zwei Hufeisen.

Bewertung

Schulpferd: eineinhalb von drei Hufeisen
Reitlehrer: zwei von drei Hufeisen
Reitbetrieb: eineinhalb von drei Hufeisen
Preis-Leistung: zwei von drei Hufeisen

Kontakt

Reiterhof Müller
65232 Taunusstein
Tel. 0170-4765323
www.pferde-tst.de

Reitschul-Test: Reiten im Harz

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Reitschul-Test: Reiten im Saarland

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Reitschul-Test: Reiten in Darmstadt

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Reiten im Taunus: Islandpferdegestüt Hirtenhof

Nach dem Vorgespräch ist klar, dass dieser Betrieb gut organisiert ist. Deshalb wundert es mich nicht, dass Reitlehrerin Anke Quasnitschka bereits Schulpferd Elding im Schlepptau hat. Ihre Mitarbeiterin hatte meine Vorkenntnisse genau abgefragt. Anke Quasnitschka erzählt, dass sie keine Erfahrung mit der Isländerstute in einer Einzelstunde habe. Sie unterrichte selbst noch nicht so lange auf dem Hof. "Bislang habe ich sie nur in der Gruppenstunde erlebt."

Die Stute schnappt beim Führen mehrfach nach meiner Hand. Hierfür notiere ich Abzug. Ich sattle und trense die Isländerstute. Dabei fragt mich Anke Quasnitschka, wie man richtig sattelt. Abschließend zeigt sie, wie der Reiter erkennt, dass der Sattel richtig liegt. "Der Muskel an der Schulter muss frei sein", sagt sie. In Eldings Fall sei das grenzwertig. "Eine Kammerbreite größer könnte der Sattel noch sein", meint auch Quasnitschka.

Elding darf lange Schritt gehen. "Wenn sie jetzt noch keinen aufgewölbten Rücken hat, heißt das nicht, dass sie sich wehrt", erklärt die Reitlehrerin. "Sie geht nur noch nicht richtig vorwärts-abwärts." Deshalb üben wir Tempowechsel im Schritt. Mit Körperspannung soll der Reiter das Tempo verkürzen, durch Lockern wieder zulegen. Elding reagiert fein auf die Hilfen und streckt sich vorwärtsabwärts. Anke Quasnitschka ist wichtig, dass der Reitschüler diese Veränderung spürt. Als Elding den Rücken aufwölbt, sagt sie: "Das ist ein Feedback vom Pferd an den Reiter, dass er da oben alles richtig macht." Wird Elding im Schritt schneller, läuft sie passig. "Aber es ist immer noch ein Viergang, insofern ist mit dem Takt alles okay", sagt Anke Quasnitschka.

Elding ist im Maul weich, sie gibt im Genick nach und reagiert fein auf Hilfen. Ihr Trab ist taktklar. Während der Trab-Schritt-Übergänge wölbt sie mehr und mehr den Rücken auf. Mir fällt auf, dass Elding die ganze Zeit ihre Ohren anlegt. Ich frage nach. "Sie hört Ihnen zu", sagt die Reitlehrerin. "Sie ist die ganze Zeit aufmerksam bei Ihnen." Das finde ich seltsam, denn ihre Ohren sind flach nach hinten gelegt. Ist sie ärgerlich und droht? Zwickt der Sattel vielleicht doch? Am Testtag ist diese Frage nicht zu klären. Weil Elding zudem beim Führen schnappt, gibt es Abzüge. Die rittige Isländerstute bekommt anderthalb Hufeisen.

Info: So testet CAVALLO Reitschulen

Reitschul-Test: Reiten im Taunus

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Reitschul-Test: Reiten im Taunus

Anke Quasnitschka ist IPZV-Trainerin C. Sie begleitet ihre Reitschüler gewissenhaft, legt Wert auf korrekten Sitz, richtiges Vorwärts-Abwärts und pferdegerechtes Reiten. Das zeigt sich beim Rückwärtsrichten. Elding reagiert zunächst nicht auf die Hilfen. "Sie müssen dranbleiben", sagt Quasnitschka. Es folgt ein zaghafter Schritt nach hinten und ich löse den Druck sofort.

Nach drei Wiederholungen lässt sich die Stute sanft rückwärts richten. "Man muss Pferden auch mal die Zeit zum Mitdenken geben", sagt die Reitlehrerin. Es müsse nicht alles sofort klappen, man brauche manchmal Geduld, erklärt sie. "Das Pferd soll die Zeit bekommen, die es zum Überlegen braucht. Dann kann es verstehen, was man von ihm verlangt." Das gibt Pluspunkte für die Reitlehrerin, die künftig auf dem Hirtenhof mehr Reitstunden geben wird. Ihr Unterricht war sehr abwechslungsreich und hat mich motiviert. Die Erklärungen zu den angelegten Ohren waren für mich nicht nachvollziehbar. Ich gebe der Reitlehrerin am Ende zwei Hufeisen.


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Reitschul-Test: Reiten im Taunus

Der Hirtenhof hat eine etwa 15 x 28 Meter große Reithalle, ein Dressurviereck und eine Ovalbahn. Die Schulpferde stehen zu zweit in sauber gemisteten Paddockboxen. Die sechs Schulpferde haben einen Korb mit Gemeinschaftsputzzeug. Das ist zwar ordentlich, doch jedes Tier sollte seine eigenen Bürsten haben. Eldings Sattel passt gerade noch, ihre doppelt gebrochene Trense ist in gutem Zustand. Die unbeschlagenen Hufe sind gepflegt. Die Sattelkammer ist ordentlich. Der Betrieb hat riesige Koppeln, auf die die Schulpferde auch im Winter dürfen. Ich gebe dem Hirtenhof zweieinhalb Hufeisen.

Die 30-minütige Einzelstunde hat 25 Euro gekostet. Das ist für den ordentlichen Unterricht auf einem rittigen Pferd ein guter Preis. Das Preis-Leistungs-Verhältnis erhält zwei Hufeisen. Künftig sollen die Einzelstunden mit Schulpferd bei Anke Quasnitschka 35 Euro kosten, die Gruppenreitstunden zu zweit 30 Euro. Ab drei bis maximal fünf Reiter zahlt man dann 18 Euro. Die beiden anderen Reitlehrer des Betriebs haben eigene Tarife, die man telefonisch erfragen kann.

Bewertung

Schulpferd: eineinhalb von drei Hufeisen
Reitlehrer: zwei von drei Hufeisen
Reitbetrieb: zweieinhalb von drei Hufeisen
Preis-Leistung: zwei von drei Hufeisen

Kontakt

Islandpferdegestüt Hirtenhof
61273 Wehrheim
Tel. 06081-981255
www.hirtenhof.de

Reitschul-Test: Reiten im Taunus

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Reitschul-Test: Reiten in Hamburg

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CAVALLO-Test: Reitschulen in der Pfalz

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Reiten im Taunus: PIOS Pferdeparadies

"Das Pferdemaul ist heilig", sagt Reitlehrerin Claudia Schmidt, während sie Quarter Horse Jac ein Knotenhalfter überzieht. "Erst wenn ein Reiter gezeigt hat, dass er fein reiten kann, bekommt das Pferd ein Gebiss." Claudia Schmidt leitet den Reitunterricht auf dem Brunnenhof, wo sie Natural Horsemanship vermittelt. "Ich arbeite zwar nach den Grundlagen von Pat Parelli, aber ich will durch das Franchise-Programm nicht zu sehr gebunden sein", erklärt sie.

Ich habe eine Westernstunde bei ihr gebucht. Claudia Schmidt bindet Jac in der Stallgasse am Knotenhalfter an. Das kann gefährlich werden, falls das Pferd in Panik gerät und sich ins Halfter hängt. Bei hohem Zug können die schmalen, reißfesten Schnüre das Genick des Pferds schwer verletzen oder ihm das Nasenbein brechen. Dafür notiere ich Abzug. Zum Knotenhalfter gibt es ein langes Seil, das als Zügel verknotet wird. Ich frage, was diesen Strick von einem herkömmlichen unterscheidet.

"Der hat eine Seele", erklärt sie. Was damit genau gemeint ist, verrät sie nicht. Schmidt lässt mich den elfjährigen Quarter-Wallach Jac satteln, überprüft aber, ob ich alles richtig mache. So handhabt sie später auch den Unterricht: Es gibt keine konkreten Vorgaben. Der Reiter soll sich seine Erkenntnisse selbst erarbeiten. "Nur so kann es sich auch festsetzen", sagt die Reitlehrerin. Ich führe Jac in die Reithalle und sitze auf. Angemeldet hatte ich mich als Reiterin ohne fundierte Kenntnisse im Westernsattel.

Info: So testet CAVALLO Reitschulen

Reitschul-Test: Reiten im Taunus

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Reitschul-Test: Reiten im Taunus

Dennoch gibt Claudia Schmidt an keiner Stelle vor, wie ich etwas tun soll. Zum Anhalten sitze ich tief in den Sattel ein und strecke testweise die Beine nach vorne weg, was viele ungeübte Westernreiter falsch machen. Jac reagiert nicht. Schmidt sieht den Fehler und greift ein. "Sie haben sich leicht nach hinten geneigt. Das ist für das Pferd das Zeichen loszulaufen, weil dadurch seine Hinterbeine unter Ihren Schwerpunkt gekommen sind", sagt sie. "Bei der Bodenarbeit bringen wir dem Pferd bei, dass es uns nicht zu nahe kommen und dem Druck weichen soll. Aber hier haben Sie es in den Druck hineinlaufen lassen." Stattdessen soll sich der Reiter zum Anhalten schwer in den Sattel setzen, Gewicht in die Steigbügel bringen und den Zügel nur minimal benutzen.

Quarter-Wallach Jac steht. Eine weitere Übung ist Halten aus dem Trab und anschließend Rückwärtsrichten. "Halten Sie an und bleiben Sie gedanklich im Halt. Dann erst richten Sie das Pferd rückwärts." Hält man den Gedanken nicht, löst man den Stopp wieder auf. Ich soll Jac zwei Schritte rückwärts gehen lassen. "Verlangen Sie es ohne Zügelhilfe", fordert Schmidt. Die Hände sollen über dem Horn und ruhig bleiben.


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Reitschul-Test: Reiten im Taunus

Der Quarter-Wallach ist ein sehr feinfühliges und arbeitsfreudiges Pferd. Er reagiert auf leichteste Impulse, nimmt Fehler des Reiters aber dennoch gelassen. Das sehr gute Lehrpferd erhält die Bestnote. Claudia Schmidt hat keinen Trainerschein. Weil sie ihre Schüler selbstständig reiten lässt, verhilft sie zu zahlreichen Aha-Effekten. Bei Fehlern greift sie im richtigen Moment ein. Sie vermittelt Hintergründe und Zusammenhänge. Das einzige, was mir am Testtag fehlte, waren tiefere Einblicke ins Horsemanship. Ein halbes Hufeisen ziehe ich ab, weil sie Jac am Knotenhalfter angebunden hat. Die Reitlehrerin erhält zwei Hufeisen für die gute Stunde.

Die 45-minütige Einzelstunde hat 20 Euro gekostet. Für intensiven Unterricht auf einem sehr guten Pferd punktet das Preis-Leistungs-Verhältnis mit drei Eisen. Normalerweise kostet eine Einzelstunde 30 Euro. Gruppenstunden gibt es keine. Claudia Schmidt hat ihre beiden eigenen Pferde für den Unterricht im Einsatz. Sie leben zusammen mit anderen Einstellerpferden im Offenstall mit gepflastertem Auslauf und naturbelassenem Paddock. Die Pferde dürfen im Sommer auf die angrenzende Koppel. Im Winter sind die Weiden bei Frost offen. Jacs Westernsattel passt gut. Die 20 x 40 Meter große Reithalle ist neu und mit einer offenen Seite gut belüftet. Auch hier gibt es keinen Grund für Abzug: drei Eisen für den Betrieb.

Bewertung

Schulpferd: drei von drei Hufeisen
Reitlehrer: zwei von drei Hufeisen
Reitbetrieb: drei von drei Hufeisen
Preis-Leistung: drei von drei Hufeisen

Kontakt

PIOS Pferdeparadies
63505 Langenselbold
Tel. 06184-909229
www.pios-pferdeparadies.de

Reitschul-Test: Reiten im Saarland

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