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NRW entwirft neue Leitlinien zu Pferden im Karneval

Alkohol und Handy sollen für Karnevals-Reiter tabu sein

Das Land NRW hat neue Leitlinien zum Umgang mit Pferden in Karnevalsumzügen entworfen. Neu: Reiter sollen zum Beispiel die Finger von Alkohol und Handy lassen und bestimmte Gewichtsgrenzen nicht überschreiten. Plus Umfrage: Alkohol am Zügel tabu oder okay?

Neue „Leitlinien zum Umgang mit Pferden beim Einsatz in Karnevalsumzügen“ sollen künftig das Risiko für die eingesetzten Pferde minimieren und Unfällen vorbeugen. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW hat einen Entwurf vorgelegt, den die Karnevalsvereine und Behörden im Bundesland in der diesjährigen Saison auf Umsetzbarkeit prüfen sollen.

Die Handlungsempfehlungen beeinhalten unter anderem Vorgaben zur Streckenplanung: So sollen Engpässe vermieden und für Pferde wenn möglich Alternativrouten geplant werden. An mehreren Stellen sollen Pferde aus dem laufenden Zug herausgenommen werden können und eine tierärztliche Versorgung auf allen Abschnitten innerhalb von zehn Minuten verfügbar sein. Gerittene Pferde und Gespanne sollen möglichst am Ende des Zugs positioniert werden, und Positionen direkt vor oder hinter einer Muskikapelle soll nach Möglichkeit vermieden werden.

Der Leitlinien-Entwurf sieht zudem Regeln für Reiter im Umzug vor: Für sie sollen Alkohol und Rauchen verboten sein, und auch das Handy darf nur in Notsituationen verwendet werden. Reiter müssen mindestens den Deutschen Reitpasse führen und regelmäßige Reitpraxis nachweisen, etwa in Form von Reitstunden. Für Kutschenführer ist der Kutschenführerschein B Pflicht, Begleitpersonen am Boden brauchen das Reitabzeichen Nr. 10 (ehemals Baispass Pferdekunde), wenn die Leitlinien in Kraft treten. Außerdem gibt der Leitlinien-Entwurf vor, dass das Gewicht der Reiter nicht mehr als 15 Prozent des Körpergewichts des Pferds betragen darf.

Pferde müssen nach den Leitlinien nachweislich auf ihren Einsatz im Umzug vorbereitet worden sein, etwa durch eine Gelassenheitsprüfung (GHP) ergänzt um für Karnevalsumzüge typische Reize wie Wurfgeschosse und Kapellen. Diese muss im Zeitraum von drei Monaten vor dem Einsatz im Karneval abgelegt und jedes Jahr erneuert werden. Aufgrund der besonderen Anforderungen wird empfohlen, auf Umzügen nur Pferde zwischen sechs und 20 Jahren einzusetzen.

Ob die neuen Leitlinien verpflichtend werden, ist noch offen. Nach der Testphase in der aktuellen Karnevalssaison lädt das Ministerium zu einer Besprechung und Bewertung des Papiers.

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