Green Horse – unterwegs auf grünen Wegen
Nachhaltig und fair im Reitsport
Lisa Rädlein

Wie im Pferde-Stall Vögel, Insekten und Fledermäuse einziehen

Wie im Pferde-Stall Vögel, Insekten und Fledermäuse einziehen Wohlfühl-Stall für Zwei-, Vier- & Sechs-Beiner

Ein Stall kann mehr sein als nur ein Wohlfühlort für Pferde: Mit nur wenigen Handgriffen fühlen sich hier auch Bienen, Vögel oder Fledermäuse wohl.

Eine tierische WG

Was haben Spinnen, Käfer, Kröten, Wespen und Eidechsen gemeinsam? Sie fühlen sich allesamt in den Spalten und Ritzen von Trockenmauern wohl – und viele von ihnen machen sich zudem als tierische Insektenbekämpfer nützlich. Nebenbei kann man Trockenmauern auch hübsch bepflanzen. Wo und wie man so eine locker geschichtete Mauer am besten setzt, erfährt man beispielsweise auf der Seite des Naturschutzbunds: www.nabu.de

Ein Häuschen fürs Fledermäuschen

Fledermäuse spielen im Öko- system eine wichtige Rolle: Die Insektenfresser dezimieren etwa Schädlinge. Leider finden sie immer weniger geeignete Plätze zur Aufzucht ihrer Jungen. Abhilfe schaffen hier Fledermauskästen mit der charakteristischen Spaltöffnung, durch die Fledermäuse, nicht aber Vögel hineinkommen. Am besten bietet man den Tieren mehrere Kästen an, da sie in Kolonien leben. Die Kästen gibt es fertig zu kaufen, man kann sie aber auch recht einfach selbst bauen. Hand- werker finden hier Tipps und Bauanleitungen dafür: www.fledermauskasten.net

FN sucht "Grünen Stall"

Welcher Stall hat die schönste Biodiversitätsecke? Das will die FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) wissen und hat einen "grünen" Ideen-Wettbewerb ausgelobt. Bewerbung bis 30. Juni, mehr Infos unter: www.pferd-aktuell.de

Buffet für Insekten und Bienen anbieten

Wenig Aufwand, große Wirkung: Mit Lavendel, Hornklee, Thymian, Wilder Malve oder Katzenminze bepflanzte Töpfe sind nicht nur eine schöne Dekoration auf der Reitanlage, sondern bieten auch Insekten Nahrung. Tipps, welche Pflanzen für schattige bzw. sonnige Standorte geeigent sind und welche Pflanzen gut zusammen passen, gibt es auf der Seite des Naturschutzbunds Deutschland: www.nabu.de

Nicht alle Bienen wohnen im Bienenstock: Wildbienen brüten etwa in winzigen waage- rechten Röhren, die nur an einer Seite offen sind. Solche Brutmöglichkeiten bieten fertige Insektenhotels – oder man greift selbst zum Bohrer: Einfach in ein Holzscheit unter- schiedlich große Löcher bohren, ein kleines Dach als Regenschutz dazu, fertig ist die Brutmöglichkeit für Wildbienen und andere Insekten. Bauanleitungen für aufwändigere Hotels gibt es etwa auf www.insektus.org

Und platzieren Sie in Hotelnähe gleich noch eine Insektenbar: Weil Bienen, Hummeln & Co. in größeren Gewässern ertrinken können, freuen sie sich über eine gefahrlose Trink- möglichkeit. Einfach eine flache Schale mit Steinen, Moos (als Landeplätze) und Wasser füllen, an einem sonnigen, warmen Ort auf- stellen und Wasser regelmäßig erneuern.

Vögeln beim Brüten helfen

Nistkästen aufhängen ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Weg, um Vögeln das Leben leichter zu machen. Die künstlichen Nisthilfen sind überall da sinnvoll, wo Brutnischen im Mauerwerk von Gebäuden oder in Bäumen fehlen. Je nach Vogelart muss der Nistkasten bzw. die Bruthilfe eine spezielle Größe und Bauart haben: Schwalben brauchen zum Beispiel Kugeln aus Gips, Meisen oder Rotschwänzchen Kästen aus Holz. Wie man die verschiedenen Nisthilfen selbst baut, verrät der NABU auf seiner Website: www.nabu.de

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